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Allgemeine Verbreitung: Gebirge der Pyrenäen-Halbinsel und von Zentral-frankreich, Alpen (von den Seealpen bis Niederösterreich und Krain), Balkan, Karpaten,Kaukasus, Ural, Altai, Nordamerika.
Die gelblichweissen Blüten, welche aus den Fruchtknoten reichlich Honig absondern, werden vonzahlreichen (41 nach Müller) Insekten besucht. Alpwirtschaftlich ist der Allermannsharnisch als ein Unkrautzu bezeichnen, der sich auf der Mähewiese stellenweise in grösseren Beständen einstellt (sie sind im Sommer anden vergilbten Blättern schon von weitem zu erkennen) und neben sich alles andere unterdrückt. Zumal erauch vom Vieh nicht gefressen wird, bekämpft man ihn durch Ausreissen. Ueber den Sprossaufbau und dieLebensverhältnisse dieser Art vgl. Loew: Verhandl. des Botan. Vereins der Provinz Brandenburg Bd. L. (1908).
594. Allium strfctum Schrad. (= A. reticulätum Pres!, = A. Volhynicurn Bess., =A. suaveolens Gaud. nee Jacq., = A. microeephalum Tausch, = Pörrum strictum Rchb.).
Steifer Lauch. Fig. 337.
Ausdauernd, 20 bis 50 cm hoch. Grundachse stark, schräg auf-steigend, mit fast zylindrischen bis schlank-eiförmigen Zwiebeln.Zwiebelhäute zuletzt stark netzfaserig-zerreissend. Stengel aufrechtoder bogig aufsteigend, unter der Mitte 1 bis 4 Laubblätter tragend(gelegentlich auch nur 1 Laubblatt, in dessen Achsel 1 bis mehrereBlätter stehen). Laubblätter lineal (kaum über 5 mm breit), oberseitsetwas rinnig, unterseits gewölbt (Fig. 337 e), am Rande sehr fein ge-zähnelt, gewöhnlich kürzer als der Stengel. Hülle der Scheindoldeungefähr so lang oder etwas länger als dieselbe. Blütenstand viel-blütig, ziemlich dicht, aufrecht, ohne Brutzwiebeln. Perigonblätterhellpurpurn bis rosa, länglich-eiförmig bis lanzettlich, gewöhnlich4 bis 5 mm lang, meist stumpf (seltener ausgerandet oder spitzlich).Staubblätter meist etwas länger als die Perigonblätter, am Grundeunter sich und mit den Perigonblättern verbunden; die äussern amGrunde verbreitert, die innern am Grunde eiförmig, in der Regelbeiderseits mit einem kurzen, stumpfen oder spitzen Zahn (Fig. 337 d).Narbe deutlich verdickt. Kapsel verkehrt-eiförmig, fast so lang alsdie Perigonblätter. — VI bis VIII.
Selten an felsigen Orten, an Abhängen; vereinzelt bis in diealpine Region (bis 2500 m).
In Deutschland vereinzelt in Hessen (Abhänge des Bielsteins zwischenAlbungen und dem Meissner und am Goldberge 'zwischen dem Bielstein und demSchlosse Fürstenstein) und in Schlesien (Probsthainer Spitzberg), jedoch kaum inThüringen (angeblich Kyffhäuser und bei Nebra). In Oesterreich einzig in Tirol(Tumpen im Oetztal, 950 m, im Vintschgau und Schnalsertal, über Pontigl bei Gossensass, Taufers im Pustertal),in Böhmen (mehrfach um Prag, Bösig, auf dem Rollberg bei Niemes, Berg Kusov bei Dfemcic nächst Trziblitz,Kleis bei Haida) und in Krain. In der Schweiz einzig im Wallis (nur bei Heremence und um Zermatt)und im Engadin (z. B. zwischen Celerina und Samaden).
Allgemeine Verbreitung: Zerstreut in Mitteleuropa, Südrussland, Kaukasus(bis 2700 m), Kleinasien, Persien, Sibirien bis Ostasien, Sachalin.
Aendert wenig ab: var. Chri'stii Aschers, et Graebner (= A. Christa Janka). Perigonblätter hell-rosa, stumpflich (seltener ausgerandet oder spitzlich), am Rücken gekielt. Staubblätter ungefähr so lang alsdie Perigonblätter. Staubfäden am Grunde wenig verbunden, ungezähnt, schmal-linealisch. Staubbeutel braun. —Bei Zermatt im Wallis beobachtet.
595. Allium angulösum *) L. (= A. acutängulum Schrad., = A. Danubiale Spr.,
= A. inodörum Willd., = A. Lusitänicum Red., = A. tytthoeephalum Roem. et Schult.,
= A. läxum Don, = A. microeephalum Willd.). Kanten-Lauch. Fig. 338.
] ) = kantig (lat. ängulus = Ecke, Kante); der Stengel ist bei dieser Art ausgesprochen scharfkantig.
Fig. 337.Allium stri c tum Schrad.a Habitus { l jt natürlicheGrösse), b Blüte(von aussen).c Fruchtknoten mit Griffel.d Inneres Staubblatt.e Blattquerschnitt.