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geschlossen (Tai bO, Fig. 3 b, 5 c), bleibend. Narbe stumpf, kaum verbreitert. Frucht einedreiseitige, oben oft eingedrückte, fachspaltige, dreilappige, dreifächerige (selten einfächerige)Kapsel, in jedem Fach je 1 bis 2 (seltener bis viele), kugelförmige bis kantige oderzusammengedrückte (Fig. 343 d, 346 d), schwarze Samen (Fig. 352 e) enthaltend. Keimlingklein, in reichlichem Nährgewebe.
Die Gattung umfasst ca. 260 Arten, die besonders in der nördlich gemässigten Zone (zahlreiche Artenin Südeuropa und in Vorderasien) verbreitet sind (wenige dagegen auf der südlichen Halbinsel). Einige Speziessind jetzt fast über die ganze Erde verbreitet. Mehrere Arten werden in zahlreichen Kulturformen als Gemüse-pflanzen angebaut (siehe am Schluss der Gattung!). Der charakteristische Lauchgeruch ist auf das in allenTeilen vorhandene Knoblauchöl, dessen Hauptbestandteil Schwefelallyl (= Allylsufid) ist, zurückzuführen. DieMehrzahl der Arten ist proterandrisch (nur wenige proterogyn). Der Nektar wird von 3 doppelten Septaldrüsendes Fruchtknotens abgesondert (Fig. 310f, g) und sammelt sich im Grunde der Blüte zwischen Fruchtknotenund den Basen der 3 innern Staubblätter an. Bei dem nahe verwandten Nectaroscördum Bulgäricum tretenam Grunde der Kronstamina Nektarschwielen auf. In den geschlossen bleibenden Blüten von nr. 590 und 592erfolgt zuweilen Selbstbestäubung. Als Bestäubungsvermittler kommen Käfer, Dipteren, Museiden, Hymenopterenund Schmetterlinge (z. B. Lycaena Dämon, Zygaena Achilleae) in Betracht. Die Samen von einigen wenigen Arten(z. B. von nr. 607) werden durch Ameisen verbreitet. Die Rundblätter, die für einzelne Arten charakteristischsind, sind um die Längsachse nach allen Radien des Querschnittes gleichartig gebaut (Fig. 341 d, e). Während dasRundblatt bei vielen Liliaceen nur in einzelnen Stadien (oft als Erstlingsblatt) auftritt, bleibt es bei einigen Allium-Ärten (nr. 599, 600, 605, bei A. Ascalonicum) konstant erhalten. Das Rundblatt ist also nicht wie bei denJuncaceen als eine sekundäre Form aufzufassen (vgl. Lampa, Emma. Untersuchungen über einige Blattformender Liliaceen. Oesterr. botan. Zeitschr. Bd. [1900] nr. 12). Bei der Keimung biegt sich das Keimblatt früh-zeitig um und durchbricht mit einem Knie den Boden (vgl. Einleitung, Bd. I, Fig. 42, 3).
1. Laubblätter deutlich gestielt. Spreiten 2 bis 5 (8) cm breit............ 2.
1*. Laubblätter ungestielt, röhrig, rinnig oder langlinealisch, selten über 1 cm breit .... 3.
2. Scheindolde ziemlich flach. Staubfäden kürzer als das schneeweisse Perigon. Laubblätter lang-gestielt, zu 2 grundständig. Im Tiefland und in der Bergregion........A. ursinum nr. 607-
2*. Scheindolde kugelig. Staubfäden länger als das grünlichgelbe Perigon. Stengel unter der Mittemeistens 2 bis 3 kurzgestielte Blätter tragend. Alpen...........A. victoriale nr. 593.
3. Laubblätter wenigstens am Grunde hohl, stielrund oder halbstielrund........ 4.
3*. Laubblätter flach oder rinnig, seltener hohl (aber in diesem Falle grasartig)...... 9.
4. Laubblätter oberseits rinnig (Fig. 341c). Staubblätter länger als das Perigon..... 5.
4*. Laubblätter vollkommen röhrig (Fig. 341 e, d)................. 6.
5. Laubblätter stielrund. Scheindolde allermeist mit Brutzwiebeln . . . . A. vineale nr. 591.5*. Laubblätter halbstielrund (Fig.341c). Scheindolde ohne Brutzwiebeln. A. sphaero cephalum nr. 592.
6. Laubblätter gleichförmig stielrund (Fig. 341 d, e), lineal, pfriemlich......... 7.
6*. Laubblätter samt dem Stengel bauchig-aufgeblasen. Dolde gross, kugelig. Blüten grünlich-
weisslich. Küchenpflanzen............................. 8.
7. Staubblätter wenigstens um 1 /t bis '/s kürzer als die Perigonblätter. Staubfaden ohne Zähne.Blüten hellrosa. Wild und in der Kultur..............A. schoenopr asum nr. 599.
7*. Staubblätter etwa so lang als die Perigonblätter, die innern am Grunde verbreitert, beiderseitsmit einem kurzen Zahn (Fig. 350 d). Blüten weiss (blüht bei uns sehr selten). Küchenpflanze A. Ascalonicum.
8. Stengel etwas über der Mitte bauchig aufgeblasen. Staubblätter ungezähnt, die innern amGrunde nur wenig verbreitert (Fig. 352d)...................A. fistulosum.
8*. Stengel unterhalb der Mitte bauchig aufgeblasen. Innere Staubblätter am Grunde stark ver-breitert, fast immer dreispitzig (Fig. 351c).....................A. cepa.
9. Die 3 innern Staubfäden 3fach-haarspitzig (Fig. 349 c, f), die mittlere Spitze die Staubbeuteltragend. Blätter flach............................... 10.
9*. Staubfäden einfach (Fig. 339c, 341h, 345c, 346b, 352 d), nicht 3fach-haarspitzig (höchstens amGrunde mit einem kurzen, stumpfen Zahn. Fig. 351c).................... 13.
10. Blätter am Rande rauh. Scheindolde mit zahlreichen Zwiebeln. Hülle aus 2 Blättern gebildet.Blüten purpurrötlich.......................A. scor dopra sum nr. 589.
10*. Blätter am Rande glatt. Scheindolde ohne Brutzwiebeln.......... . ■ • 1! -
11. Blätter dunkelgrün. Staubblätter nur mit den Seitenspitzen aus dem Perigon (Fig. 335 b) hervor-ragend. Perigonblätter purpurrot, selten weisslich ............A. rotundum nr. 590.
11*. Blätter seegrün. Staubblätter länger als das Perigon (Fig. 349b, f). Blüten rosa oder weisslich 12.