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2. Monocotyledones 2 (1907)
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Tafel 59.

Erklärung der Figuren.

Fig. 1. la. Ib. 2. 3.

Anthericuiu rainosum- Habitus.Blüte (etwas vergrössert).Geöffnete Fruchtkapsel mit Samen.Gagea lutea. Habitus.Gao-ea arvensis. Habitus.

Fig.

3a

JJ

4.

JJ

4a

J»

5.

Blütenregion mit Bulbillen.

Allium ursinum- Habitus.

Wurzelstock.

Allium viäoriale. Habitus (unten links das

netzfaserige Rhizom).

breit. Blütenstand eine lockere, einseitswendige, wenigblütige (stattliche Exemplarebis 20 Blüten tragend) Traube. Tragblätter aus eiförmig-halbstengelumfassendem Grundeallmählich zugespitzt, länger als die Blütenstiele. Blüten gross, trichterförmig, gestielt.Perigonblätter schneeweiss, benagelt, spitz, bis ca. 5 cm lang, mit 3 an der Spitze zu-sammenlaufenden Nerven. Staubblätter 6, viel kürzer als die Perigonblätter (Fig. 324b).Griffel 1, fadenförmig, ungefähr so lang als die Perigonblätter, oberwärts kopfförmig ver-breitert. Frucht eine eiförmig-dreikantige, ca. 1,3 cm lange, quer-runzelige, fachspaltige Kapsel (Fig. 324 c, d). Samen dreieckig,schwarz (Fig. 324 e), ca. 3 mm breit. VI, VII.

Stellenweise auf fetten Weiden, an sonnigen Abhängen,zwischen Alpenerlen, in Kastanienwäldern (selten im Süden) derAlpen; von ca. 1700 bis 2400 m.

Diese prächtige Zierde der Alpenvviesen fehlt in Deutschland voll-ständig. In Oesterreich im Südtirol (vereinzelt tief hinabsteigend: Vallarsabis 950 in. Die Nordgrenze verläuft nach Dalla Torre und Sarntheim vomSamnaun im Unterengadin durch das Matschertal Gadriatal PlatzerjöchlSchiern Villnöss Col di Lana Ampezzo nach dem Kreuzberg),Kärnten (mehrfach in der karnischen Hauptkette [Plöckenpass vmd Umgebung.Müssen bei Kötschach in den Gailtaler Alpen]. im Kanaltal |ob Lussnitz,Leopoldskirchen] und gegen Weissenfeis) und in Krain. Diese Spezies zeigt inKärnten ein interessantes Vorrücken über die Tasse. So dringt sie aus Kraingegen Weissenfeis vor, vom obern Isonzotal ins Kanaltal, vom Plöckenpass auf dieauf der andern Talseite gelegenen Müssen (hier zugleich der nördlichste Punkt inKärnten). In der Schweiz ziemlich verbreitet in den Alpen (im Puschlav undim Wallis bis 2400 m, im Tessin bis 300 m herabsteigend) und als Seltenheit imJura (Döle). Auch in den nördlichen Kalkalpen (von den Freiburger-Alpen biszu den Grauen Hörnern [Vasanenkopf] im St. Galler-Oberland).

AllgemeineVerbreitung: Portugal, Pyrenäen, West-,Zentral- und Südalpen, Jura (Döle), Apenninen.

Paradisia liebt einen tiefgründigen, etwas lehmigen Boden und kleidetzuweilen namentlich in den Südalpen die Bergwiesen im Frühsommer inein schneeweisses Gewand. Ausser den Mähewiesen ercheint sie auch auf den Wild-heuplanken oder in den Beständen von Festuca spadicea (Bd. I, pag. 346), seltenerauch in der Hochstaudenvegetation zwischen Alnus viridis. Die Pflanze gehörtzu den Nachtfalterblumen. Als Bestäuber wurde u. a. die Gamma-Eule (Plüsia1= Nöctua] gamma) beobachtet.

Fig. 324. Paradisia lili-astrum Bert, a Habitus (\'4natürl. Grösse), h Staubblätterund Fruchtknoten, c Frucht(geöffnet), d Längsschnitt durchdie Frucht, c Samen.

CLIII. Anthericum 1 ) L. Graslilie.

Ausdauernde, mittelgrosse Kräuter. Grundachse mit büsche-ligen Wurzeln. Laubblätter grundständig, rosettenartig angeordnet, lineal, rinnig. Blütenstandeine endständige einfache oder verzweigte Traube. Blüten mittelgross, gestielt. Blütenstieldünn, über dem Grunde gegliedert. Perigonblätter 3- bis 7-nervig, flach, milchweiss, zur Blüte-

*) Gr. ävötQl'/.os [antherikos] = Getreidehalm: auch der Blütenstiel desvielleicht wegen seines halmartigen Aussehens.

Affodill wurde so genannt,

Hejri, Flora,

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