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2. Monocotyledones 2 (1907)
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aus eiförmigem Grunde lanzettlich, länger als die Blütenstiele. Blütenstiele unter der Mitte(Fig. 322 d) gegliedert, oberwärts verdickt. Perigon trichterförmig. Perigonblätter 6, gleich

gestaltet, stumpf, weiss mit grünem Mittelnerven. Staub-blätter 6, bedeutend länger als die Perigonblätter. Staub-fäden am Grunde verbreitert (Fig. 322 b), den Frucht-knoten klappig einhüllend. Griffel fadenförmig, beimAusstäuben hackig zurückgebogen, später sich streckend.Frucht eine breit-eiförmige, 3-fächerige (Fig. 322c), mit7 bis 8 Querrunzeln versehene, lederartige Kapsel(Fig. 322 d). Samen scharfdreikantig (Fig. 322 e bis g),schwarz, ca. 6 mm lang. V.

Stellenweise auf Weiden, üppigen Gebirgswiesen(zuweilen mit Paeonia peregrina), unter Gebüsch; nur inden südlichen Alpen, von ca. 1000 bis 1600 m (imWallis bis 2100 m).

Fehlt in Deutschland vollständig. In Oesterreicheinzig in Südtirol (die Südgrenze verläuft von Bresimo über Bondonenach Primör), im südlichen Steiermark (einzig auf der Merzlica bei Cilli,1000 m) und in Krain. In der Schweiz vereinzelt in den KantonenWallis (an 2 Stellen in der Bernerkette) und Tessin (am MonteGeneroso). In Steiermark, wo die Pflanze in Gesellschaft von Gentianatergestina (beides Typen der Karstheide), Ranunculus scutatus, Tha-lictrum aquilegifolium, Orchis speciosa (nach v. Hayek) auftritt, hatdiese Art einen entschieden reliktartigen Charakter aus der trocken-warmen Steppenperiode.

Allgemeine Verbreitung: Spanien, Pyre-Asphudeius albus Min näen, Süd- und Westfrankreich, Südalpen (auch in den

« m ^Habitus'c/snatüri. Grösse), s junges staub- lorn bardisch-venetianischen Alpen), Italien, im südwestlichen

blatt. c Querschnitt durch den Fruchtknoten. IT /' 3 ^ ^

d Frucht mit gegliedertem stiel, e Same, jedoch nicht im östlichen Ungarn, westlicher Balkan.

f Längsschnitt, g Querschnitt durch den Samen.

CLII. Paradisia 1 ) Mazzucato. . Trichterlilie.

Diese Gattung ist monotypisch. Sie weisteinzig die folgende Art auf, die sich gut zur Kultur inalpinen Anlagen eignet.

575. Paradisia liliästrum 2 ) (L.) Bert.(= Anthericum liliästrum L., = Phalangiumliliästrum Red., = Czäckia liliästrum Andrz.,= Hemerocällisliliästrum L.). SchneeweisseTrichterlilie. Ital.: Giglio di monte; imTessin: Gili di praa. Fig. 324.

Ausdauernd, 30 bis 50 cm hoch.Grundachse kurz, mit büscheligen, ziemlichdünnen Wurzeln. Stengel aufrecht, schlank,unverzweigt und unbeblättert. Laubblättergrundständig, linealisch, grasartig, flach, amGrunde scheidenartig verbreitert, bis ca. 5 mm

Fig. 323. Asphodelus albus Mill. in einer Wiese unweitdes Monte Maggiore-Schutzhauses in Nordistrien, in Gesellschaftvon Paeonia peregrina (Phot. Fräulein A. Meyer-Wien).Photographie aus dem botan. Institut der Universität Wien.

') Nach dem Grafen Giovanni Paradisi, geb. 1760, gest. 26. August 1826 zu Modena.a ) liliästrum = lilienähnlich; wegen der Aehnlichkeit mit verschiedenen Lilium-Arten.