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der Gesamtblütenstand. Perigonblätter ziemlich gleichlang, stachelspitzig, hellbraun bis dunkelbraun (seltener bleich,gelblichweiss), mit breitem, weissem Hautrande. Staubbeutel wenig länger als die Staubfäden (Fig. 309 e). Blühtspäter, erst im IV und V. — Häufig in lichten Wäldern, auf moorigen Heiden, auf Holzschlägen, an buschigen Orten,auf Berg- und Waldwiesen; gern auf kieselhaltigem Boden. Auch diese Unterart ist in mannigfacher Hinsicht sehrveränderlich: 2a. var. pallens Aschers, et Graebner (== L. pallescens Hoppe). PHanze ziemlich schlank.Blütenstand lockerer, oft überhängend, nur aus 5 bis 6 Aehrchen bestehend. Perigonblätter gelblichweiss (Selten).2b. var. flexuösa R. Beyer (= var. uliginösa Gremli, = f. pällida Lange). Stengel dünn, schlaff, + hin- undhergebogen. Blütenstand aus 2 bis 5 Aehrchen bestehend. Blüten ziemlich klein (Alpen, Dänemark). DieseForm nähert sich der subsp. Sudetica. — 2c. var. congesta Koch (= L. erecta Desv. var. congesta Beck,= L. congesta Lej., = Jüncus congestus Thuill.), Pflanze blass, hellgrün, dichtrasig. Stengel ziemlich starr,derb, bis 50 (60) cm hoch. Spreiten ziemlich (bis 5 mm) breit. Blütenstand dicht gedrängt, geknäuelt, kopf-artig oder gelappt. Aehrchenstiele kürzer als die dichten, 8- bis 14-blütigen Aehrchen. Hüllblatt fast immerlänger als der Gesamtblütenstand (V, VI bis X). — Auf feuchten'Heiden, auf Mooren und Torfwiesen; vorzugs-weise in der niederländisch-deutschen Tiefebene, doch vereinzelt auch in den übrigen Gebieten (in Kärnten[Gipfel des Golz] 2000 m).
3. subsp. Sudetica (Willd.) Celak. (= L. nigricans Desv., = L. campestris DC. var. alpi'na Gaud..= Jüncus Sudeticus Willd., = J, spicätus Krocker). Pflanze meist etwas dicht rasenbildend, grasgrün odergelbgrün. Stengel schlank, dünn, meist schlaff, bis SO cm hoch, häufig einzeln. Blätter bis 3 mm breit, spär-lich behaart, oft kahl werdend. Blütenstand aufrecht, klein, aus 1 bis 5, kleinen, 4 bis 6 mm langen, meist6- bis 20-blütigen Aehrchen bestehend. Alle Aehrchen sitzend oder die seitlichen meist kurz gestielt. Blütenklein (2 bis 2,5 mm lang), etwa i /t so lang als bei der subsp. campestris. Perigonblätter ungleich lang, dieäusseren länger, lanzettlich, lang zugespitzt, die inneren kürzer, eiförmig-lanzettlich, spitz bis stachelspitzig,später am Rande zuweilen in Zähne gespalten, schwarzbraun, oberwärts am Rande häutig. Staubbeutel ungefährso lang als die Staubfäden. Kapsel eiförmig, kaum bespitzt, kaum so lang als die anliegenden, inneren unddeutlich kürzer als die abstehenden, äusseren Perigonblätter. Samen klein. (Auf Berg- und Alpenwiesen.Vertritt im Gebirge die subsp. multiflora). — Hieher auch die var. pallescens Wahlenb. (= L. pallescens Besser)Perigonblätter gelblich-weiss oder hellrötlich-braun. Aehrchen meist sehr zahlreich (bis 20), voneinander ent-fernt. Anhängsel des Samens J / 2 b' s V 3 so ' an S a ^ s der Same. — In lichten Wäldern ; besonders im östlichenund mittleren Deutschland, in Böhmen, Mähren, Tirol etc.
Von Bastarden sind bekannt: 1. Luzulapilosa Willd. X L. silvatica (Huds.) Gaud., sehrselten oder übersehen (Klöntal im Kanton Glarus). 2. L. silvatica Gaud. X L. nemorosa E. Mey.(= L. Hermanni Müelleri Aschers, et Graebner), gleichfalls sehr selten (Arnsberger Wald südlich von Driig-gelte in Westfalen). 3. L. n em or os a E. Mey. X L. ni v ea DC. (= L. Favräti Richter, = L. SchultzörumDalla Torre et Sarntheim), beim Bad Ratzes in Südtirol (vgl. Verhandl. des botan. Vereins der Provinz Branden-burg, 47. Jahrg. [1906] pag. 195) und Bois de Sauvabelin bei Lausanne). 4. L. lutea DC. X L. spadicea DC.(■— L. Bormuelleriäna Kükenthal), kürzlich (1906) am Taschachbache in Mittelberg (Pitztal) in Tirol konstatiert(Mitteil, des Thüring. botan. Vereins Heft XXIII [1908], pag. 90). — Weitere Kombinationen sind unsicher.
2 1 /. Fam. LÜiäceae. Liliengewächse.
Meist ausdauernde (selten einjährige),kleine bis ansehnliche Kräuter, mit kräftiger,zylindrischer Grundachse oder mit Zwiebelbezw. Knolle, seltener Sträucher (Ruscus,Semele) oder Bäume (Vertreter aus den GattungenDracrena, Yucca, Nolina, Cordyline, Dasylirion;hieher auch die Grasbäume Australiens: Xan-thorrhd^a und Kingia). Wurzeln zuweilenbüschelig (Paradisia, Anthericum), selten fleischigverdickt (Asphödelus, Fig. 322). Stengel meistFip.310. Diagramme, a von Majanthcmum bif oii um aufrecht, seltener zickzackartig gebogen (Strep-
(/ Tragblatt), von b Toi i el d i a calyculata (VCab'culus), . . _ _ r __ . .
c von einer typischen Liiiacee, d von Paris quadri- topus), rankend (bmilax; die Ranken sind Aus-loÜilTitml dMCh d » F ™ ht ?" ote / V o ; „ po 'V gliederungen der Blattbasen), kletternd (Lapa-
gonatum multlllorum mit Septaldrusen (s). f Septal- ö ö /> v *
drüse im radialen Längsschnitt, g Septaidrüse von AiUum geria) oder windend (Geitonoplesium, Bowiea), in
rotundum im radialen Längsschnitt (Fig. e bis .<■ , ' . • /A
nach Grassmann). der Kegel einfach, seltener reich verzweigt (Aspa-