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(Fig. 256a). Grundständige Scheiden hellbräunlich, purpurn überlaufen, netzfaserig,gitterförmig. Spreiten ziemlich schmal (bis 3 mm breit), rauh, am Rande zurückgerollt. Weib-liche Aehren 2 bis 3 (4), oval bis länglich, ziemlich entfernt, 2 bis 3 (4) cm lang, sitzendoder die unterste + lang (bis 5 cm) gestielt, meist aufrecht (zuweilen die unterste nickend);männliche Aehren (1)2 bis 3, genähert, schmal-zylindrisch, von den weiblichen ziemlich entfernt,aufrecht. Hüllblätter verlängert, den Blütenstand nicht selten überragend. Weibliche Trag-biätter länglich-lanzettlich, zugespitzt, dunkelpurpurn mit grünem oder braungelbem Mittel-streifen, ungefähr so lang wie die Schläuche; letztere ei-kegelförmig, am Rande abgerundet,beiderseits gewölbt, eingedrückt-längsstreifig (nicht erhaben nervig), aufrecht, 4 (5) bis5 mm lang, allmählich in den dicken, kurzen, zweizähnigen Schnabel zugespitzt (Fig. 256b).Narben 3. Früchte dreikantig, gelbbraun (Fig. 256 c). — V, VI.
Zerstreut an Gewässern, auf fruchtbaren Wiesen; nur in der Ebene.
In Deutschland nur im Eibtal (Barby, Schönebeck, Magdeburg, Burg, Wolmirstedt, BiederitzerBusch); früher auch bei Braunschweig. In O esterreich vereinzelt in Böhmen (Cernovic bei Kommotau, beiBudin. Hnidous bei Kladno, bei Böhmisch-Skalic), in Mähren (Lundenburg)), in Niederösterreich (selten an derMarch, Leitha und Donau), Steiermark (Cilli, Sulzbach) und Tirol (Welsberg im Pustertal, Rablander Moos).Fehlt in der Schweiz gänzlich.
Allgemeine Verbreitung: S. O. Europa, selten in Mitteleuropa, Frankreich.
513. Carex lasiocärpa Ehrh. (= C. filiförmis Good. nee L., = C. splendida Willd.)
Faden-Segge. Tafel 54, Fig. 4.
Ausdauernd, 30 bis 60 (100) cm hoch, graugrün, ausser den Schläuchen kahl,Ausläufer treibend. Stengel aufrecht, dünn, fast drahtförmig, rundlich bis dreikantig(Tafel 54, Fig. 4 b), glatt oder unter dem Blütenstand rauh, oberwärts unbeblättert. Grund-ständige Scheiden etwas netzfaserig, gitterförmig. Blattspreiten kahl, schmal (1 bis 1 1 jo mmbreit), rinnig-gefaltet, aufrecht, quergegittert, aufrecht. Weibliche Aehren meist (1) 2 (3),entfernt stehend, oval bis kurzwalzlich, 1 bis 2 (2,5) cm lang, sitzend oder die unterste +lang gestielt, aufrecht; männliche Aehren 1 bis 3, meist etwas entfernt, sehr schmal-zylindrisch, die oberste zuweilen bis 4 cm lang. Hüllblätter nicht oder nur kurzscheidig, dasunterste den Blütenstand weit überragend. Tragblätter dunkelbraun, länglich, zugespitztoder stachelspitzig mit hellerem Mittelnerven (Tafel 54, Fig. 4 a), meist hell-hautrandig, solang oder kürzer als die länglich-eiförmigen, stielrundlichen, dicht kurzhaarigen, kurz-schnäbeligen, längsnervigen, 4 bis 5 mm langen, etwas aufgeblasenen Schläuche. Narben 3.Früchte stumpf, dreikantig, gelbbraun, nicht selten taub. — V, VI.
Zerstreut, aber meist gesellig auf Flach- und Hochmooren, in Waldsümpfen, inTorflöchern, an Weiherrändern, in Teichen, auf Dünenmooren, in tiefen Torfsümpfen; stellen-weise ganz fehlend, vereinzelt bis in die Alpentäler (noch auf Maloja im Oberengadinbei ca. 1800 m).
AI lgemeine Verbreitung: Zerstreut durch Mittel- und Nordeuropa (selten imSüden), Nordasien, Nordamerika.
Diese sehr wenig veränderliche Art findet sich zuweilen bestandbildend (Filiformetum) im Schlammeder Seeufer, in Gräben, Sümpfen, in Torf löchern etc. In den Hochmooren nimmt sie zusammen mit Scheuch-zeria palustris (vgl. Bd. 1, pag. 147), Carex rostrata, limosa etc. an der Bildung der schwingenden Decken teil-Im Oberengadin erscheint sie in einem Hochmoor noch bei ca. 1800 m, zusammen mit Molinia. Trichophorumalpinum, Sanguisorba offi.inalis, Bartschia alpina, Pinus montana, Rhododendron ferrugineum etc. — C. lasiocärpaliefert eine gute, wenn auch nicht sehr ergiebige Streue.
514. Carex hfrta L. Haar-Segge. Tai 54, Fig. 5.
Ausdauernd, grasgrün, (5) 10 bis 60 (100) cm hoch, Ausläufer treibend (in derGestalt ziemlich veränderlich). Stengel aufrecht oder aufsteigend, stumpf-dreikantig (Taf. 54,