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Tafel 52 (Alpine Carices).
Erklärung der Figuren.
'S- 1. Carex curvula. Habitus.
» 1 a. Weibliche Blüte mit Tragblatt.
" 2 - Carex Baldensis. Habitus.
» 2 a. Weibliche Blüte mit Tragblatt.
» 2 b. Stengelquerschnitt.
» 3. Carex atrata. Habitus.
» 3 a. Weibliche Blüte mit Tragblatt.
» 3 b. Stengelquerschnitt.
Fig
4.
Ca/w ferruginea. Habitus.
»
4a.
Weibliche Blüte mit Tragblatt
'J
4 b.
Stengelquerschnitt.
»
5.
Carex firma. Habitus.
»)
5a.
Stengelquerschnitt.
))
6.
Carex sempervirens. Habitus.
JJ
6 a.
Stengelquerschnitt.
T)
7.
Carex capillaris. Habitus.
Blutenstand klein, ± kopfig gedrängt, aus 3 (2 bis 4) Aehren bestehend. AehrenSl tzend oder die unterste kurz gestielt (hie und da auch etwas entfernt), die selt-enen aufrecht, weiblich, die endständige bis 9 mm lang, an der Spitze weiblich. Hüll-blätter meist kurz. Tragblätter breit-eiförmig, schwarz, spitz, schmal-hautrandig, zuletztkurzer als die Schläuche; die letztern klein (kaum 2 mm lang), verkehrt-eiförmig, nicht°der undeutlich nervig (Fig. 230 d). Narben 3 (Fig. 230c). Früchte breit-eiförmig, hellgelb,dreikantig (Fig. 230 e). — VII, VIII.
Sehr selten auf feuchtem Geröll, auf steinigen Plätzen, an feuchten Waldstellende r Alpen (von 1600 bis 2500 m); nur auf kalkfreier Unterlage.
Fehlt in Deutschland gänzlich. In Oesterreich vereinzelt in Tirol (Nauders gegen Langtaufers,
a m Gufalarberge bei Rofen und Thalleitspitze im Oetztal, Matschertal, Alpen bei Laas, Bilsberg bei St. Gertraud,
'ten gegen Martell und gegen Val di Sole, Winnebacheralpe, Innervillgraten im Pustertal, Marschberg, Kalch-
te ineralpe, in Pejo gegen die Vedretta la Mare), Kärnten (zwischen Wintertal und Eisenhut) und Steiermark
weetaler Alpen). In der Schweiz als Seltenheit in Graubünden (Berninapass [Bregaglia, Lago bianco], bei
°t Moritz, Albula [Alpe Fontaunas], Val Bevers).
Allgemeine Verbreitung: Alpen (Graubünden bis Steiermark), Schottland,is land, nördl. Skandinavien.
*59. Carex atrata 1 ) L (= C. Caucäsica Stev.). Trauer-Segge. Geschwärzte Segge.
Taf. 52, Fig. 3.
Ausdauernd, (8) 15 bis 50 (60) cm hoch, ganz kurze Ausläufer treibend. Stengela ufrecht oder aufsteigend, oben scharf dreikantig (Taf. 52, Fig. 3b), glatt, nur am Grunde^blättert, oberwärts zuletzt überhängend. Grundständige Scheiden meist ganz, nichtn etzfaserig. Blattspreiten ziemlich breit (bis 7 mm), allmählich in eine feine Spitze ver-schmälert. Blütenstand nickend, mit 2 bis 4 (7), ziemlich dicken (bis 5 mm), kurz zylind-n schen, bis 2,5 cm langen Aehren bestehend; alle fein gestielt. Unterste Aehre mit einemm eist laubartigen, oft bis 10 cm langen, den Blütenstand zuweilen überragenden Hüllblatt;fll e oberste Aehre am Grunde männlich. Tragblätter schwarz, am Rande etwas heller, mitn ellem Mittelstreifen, breit-eiförmig (Taf. 52, Fig. 3 a). Schläuche meist gelbbraun, seltenschwarz, nervenlos, undeutlich dreikantig, mit kleinem, kurzem Schnabel, bis 3 mm lang.Farben 3. Früchte länglich-eiförmig, dreikantig, 2 mm lang. — VI bis VIII.
Häufig auf Weiden, in Felsritzen, im Knieholz, in Humuspolstern der Alpen (von den^ e ealpen bis Niederösterreich), von ca. 1500 bis 3100 m; besonders auf Kalk. Vereinzelta Uch im Riesengebirge und im mährischen Gesenke (am Altvater, Petersteine, im Kessel).
Allgemeine Verbreitung: Pyrenäen, Zentral-Frankreich, Alpen, Karpaten,a lkan, Kaukasus, Grossbritannien, nördliche und arktische Zone, Ural, Altai, Himalaya.
= geschwärzt (lat. äter = schwarz); wegen der tintenschwarzen Aehren dieser Art.