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2. Monocotyledones 2 (1907)
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die Schläuche. Fruchtschläuche klein (ca. 2 mm lang), eiförmig, aussen gewölbt (Fig. 227 e, g),innen flach, nervenlos. Männliche Aehren kürzer als die weiblichen, ihre Tragblätterdunkelrotbraun mit hellerem Mittelstreifen. IV, V.

Selten auf Wiesen, in Gebüschen, auf Dämmen; zuweilenwohl übersehen. In Deutschland einzig im Osten in Schlesien(am Laufe der Oder und an einigen Nebenflüssen nahe ihrerMündung), in der Provinz Sachsen (Breitenhagener Forst bisBarby, hier wohl durch Hochwasser herabgeschwemmt) und im König-reich Sachsen (Barneck bei Leipzig). In Oesterreich seltenin Böhmen, Mähren (Vsetin, Bilowitz), Oberösterreich (bei Rotteneggund an der Aist zwischen Pregarten und Weissenbach), in Unter-steiermark (Windischgräz) und in Friaul (S. Pietro am Isonzo).Fehlt in der Schweiz vollständig.

Allgemeine Verbreitung: S.O.Deutschland, Oester-reich-Ungarn, Bulgarien, Piemont.

Fig. 227. Carex Buekii"VVimm. a Habitus ( : /2 natürl.Grösse), b Stengelquerschnitt.c Männliche Blüte mit Tragblatt.d Fruchtschlauch mit Tragblatt.

453. Carex gräcilis Curtis (= C.acuta L., = C. rüfa Beck, = C. miliaceaKrock., = C. virens ThuilL, = Vigneaacuta Rchb.). Spitz- Segge. Taf. 47,Fig. 6 und Fig. 228.

Nach den weit im Boden herumkriechen-den Ausläufern wird diese Seggen-Art in der SchweizSchleik-Gras genannt. In Gottschee (Krain)heisst sie Rindergräsch [= -gras], inSchlesien Berstengras. Eisenspäther,Eisenspater, Leuchel, Minksch, N ätsch,Nieksch, Platzgras, Schnöte, Sterbe,Sterbegras. In der Ostschweiz wird diese Artmit den andern langblätterigen Seggen als langerSpalt oder langes Spaltgras bezeichnet.

Ausdauernd, (10) 30 bis 150 cmhoch, lange, unterirdische Ausläufere Fruchtschlauch. / Frucht- treibend. Stengel steif aufrecht, scharf

knoten mit Narbe. tr Quer- °

schnitt durch den Schlauch. kantig (Taf. 47, Fig. 6 c), bis hinunter

rauh. Untere Scheiden häutig zerreissend(Fig. 228a2), lappig zerfallend, jedoch nicht netzig zerfasernd (wiebei nr. 450 und 451). Spreiten (3) 5 bis 10 mm breit, bis180 cm lang, grasgrün, unterseits scharf gekielt (beim Trockneneinrollend), am Rande rückwärts rauh. Blütenstand ansehn-lich, meist etwas überhängend. Aehren schlank, zylindrisch,eingeschlechtig: 2 bis 4 (8) weiblich, die untern gestielt, 3 bisüber 15 cm lang, am Grunde lockerfnichtig, nickend; 1 bis3 Aehren männlich. Hüllblatt der untersten Aehre laubblatt-artig, den Blütenstand überragend. Tragblätter länglich-eiförmig,zugespitzt, meist länger als die reifen Schläuche (Taf. 47,Fig. 6 a und 6 b), meist schwärzlich mit grünem Mittelstreifen.Schläuche eiförmig oder rundlich, 2 bis 3 mm lang, undeutlichdreikantig, jederseits mit 4 bis 5 feinen Nerven, kurz geschnäbelt

Fig. 228. Car ex gräcilis Curtis.a m Habitus ('/2 natürl. Grösse).a-i Halmstück mit zerrissener Blatt-scheide, b Weibliche Blüte (voninnen), c Schlauch mit Narben.d Fruchtknoten. <?,/Fruchtschlauch(von innen und von der Seite.)g, h Frucht;(von vorn und der Seite).Fig. «2 bis h nach Steble r-Schröter.

L.