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weisslich, mit grünem Kiel. Schläuche aufrecht, plankonvex, flachgedrückt, 3 bis 4 mmlang, fein nervig-gestreift (Taf. 47, Fig. 2 a), so lang als die Tragblätter, gewimpert-geflügelt,in den deutlichen, zweizähnigen, rauhen Schnabel allmählich verschmälert. Frucht klein,höchstens 2 mm lang, flachgedrückt. Narben 2 (Taf. 47, Fig. 2 a). — V bis VIII. (Gleichtvor völliger Entwicklung einer Carex disticha).
Häufig auf nassen Wiesen, sandigen Triften, auf Waldwiesen, Alpenweiden, an Weg-rändern, an Zäunen, in Dünentälern, von der Ebene bis in die alpine Region (bis 2550 m).
Allgemeine Verbreitung: Europa (fehlt in der Arktis und ganz im Süden),Algier, Nordamerika.
Aendert ab: var. alpi'na Ascherson et Greebner. Pflanze 5 bis 15 cm hoch. Stengel dünn, steifaufrecht, die schlaffen, kaum rauhen Blätter weit überragend. Blütenstand locker, aus wenigen, schlanken,kleinen Aehren bestehend. — Alpen.
var. atrofüsca Christ. Tragblätter dunkelbraun. Blütenstand gedrängt. Aehren fast kopfig. — Alpen.
var. robüsta Fiek. Pflanze kräftig, gewöhnlich über 50 cm hoch, locker rasenbildend. Stengel undBlätter kaum rauh, etwas schlaff. Blütenstand bis über 30 cm lang. — Zerstreut.
var. argyroglöchin (Hörnern.) Koch. Tragblätter weisslich, silberglänzend. Stengel schlaff. Blütenstandlocker. Schläuche hellgrün. Aehren meist etwas entfernt. — Schattenform.
var. radi'cans Zabel. Nichtblühende und oft auch die blühenden Stengel verlängert (oft bis 25 cm)>die ersteren oberwärts büschelig verzweigt und wurzelnd. Blütenstand reichblütig, mit 5 bis 7, verkehrt-eiförmigen Aehren. — In Hessen-Nassau (Reinhardtswald bei Hann. Münden) beobachtet.
Diese Art liefert ebenso wie C. pallescens auf der Weide ein gutes, stets abgeweidetes Futter.
441. Carex stelluläta 2 ) Good. (= C. muricäta Huds., = C. Leersii Willd., = Vignea
stelluläta Rchb.). Stern-Segge. Taf. 47, Fig. 3.
Ausdauernd, 5 bis 20 (50) cm hoch, graugrün, lockere Horste bildend. Stengel steif,aufrecht oder gebogen, 1 bis 2 mm breit, kantig (Taf. 47, Fig. 3b), nur unter dem Blüten-stand wenig rauh. Blattspreiten starr, 1 bis 2 mm breit, schwach rauh. Aehren meist 3 bis 5,entfernt (bis 7 mm) stehend, in einfachem, unterbrochenem, ährigem Blütenstand, die seitlichenkugelig, die endständigen morgensternartig, am Grunde männlich, oben (5 bis 7 [11] Blüten)weiblich, 4 bis 6 mm lang. Unterstes Hüllblatt zuweilen laubartig. Schläuche zweikantig,plankonvex, zur Reifezeit sparrig abstehend, ungeflügelt (Taf. 47, Fig. 3a), breit-ellipsoidisch, rasch in einen scharfkantigen, oft etwas gekrümmten, am Rande rauhen, zwei-zähnigen Schnabel zugespitzt, braun oder grün, 3 bis 4 mm lang, auf der äusseren gewölbtenSeite nervig, auf der flachen Innenseite nervenlos. Narben 2. Frucht klein, eiförmig. — V, Vi.
Häufig auf Sumpfwiesen, auf Flachmooren, auf nassen Waldwiesen, auf Sandböden,von der Ebene bis in die alpine Region (bis 2460 m).
Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (fehlt in der Arktis und z. T-im Süden), Vorderasien, Sibirien, Nordamerika, Azoren, Australien).
Aendert wenig ab: var. grypos (Schkuhr) Koch. Aehren zu 3, gedrängt. Tragblätter und Schläuchedunkler; die letzteren oft mit aufwärts gekrümmtem Schnabel. — Besonders in den Alpen.
var. pseudodivülsa F. Schultz. Gipfelähre ganz männlich. Das unterste Hüllblatt den lockernBlütenstand weit überragend. — Selten.
var. hylogiton Ascherson et Graebner. Pflanze bis über 40 cm hoch. Stengel sehr dünn, schlaff-Blätter schmal, überhängend. Blütenstand bis 2,5 cm lang, locker. Aehren sehr klein, bleich, die seitlichenzuweilen keine oder nur 1 bis 2 weibliche Blüten enthaltend. — Selten (bei Johannisbad in Böhmen beobachtet).
442. Carex elongäta L. (= C. divergens Thuill., = C. mülticeps Gaud.). Walzen-
Segge. Fig. 220.Ausdauernd, (15) 30 bis 60 (100) cm hoch, grasgrün, ziemlich feste Horste bildend.Stengel ziemlich schlaff, meist ziemlich tief herab rauh, scharf dreikantig (Fig. 220 g). Blattspreiten2 ) Diminutiv von lat. stellätus = sternförmig (lat. Stella = Stern); wegen der morgensternartigen Aehren.