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2. Monocotyledones 2 (1907)
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436. Carex paniculäta L. ( C. Lusitänica Schkuhr, - C. Rötae de Not., C. turfäceaKit., - Vignea paniculäta Rchb.). Rispen-Segge. Taf. 48, Fig. 7 und Fig. 223 d bis f.

Ausdauernd, sehr kräftig, meist graugrün, dichte, feste Horste bildend, 40 bis

0 cm hoch. Stengel ziemlich dick, kräftig, dreikantig (Taf. 48, Fig. 7 a), mit flachen

^eiten, länger als die Blätter. Grundständige Scheiden schwarzbraun, glänzend, keinen

aserschopf bildend. Blatthäutchen sehr kurz. Blattspreiten 4 bis 6 mm breit, flach,

ciiarf rauh. Blütenstand zusammengesetzt, locker, zuweilen nickend, eine oft ziemlich

grosse, bis 10 cm lange, im Umriss rhombische Rispe darstellend, mit meist verlängerten

V* cm und mehr), abstehenden Aesten. Tragblätter hellbraun, mit breitem, weisslichem

Hautrand (Fig. 223 d); sehr selten das unterste Hüllblatt laubig. Schläuche ca. 2,5 bis

m m lang, glänzend, eiförmig, allmählich in den zweischneidigen Schnabel verschmälert,

arn Grunde auf dem Rücken schwach gestreift, beiderseits gewölbt (Fig. 223 f). Früchte

«förmig, etwas flach. Narben 2 (Fig. 223 e). V, VI.

Häufig und meist gesellig in Riedwiesen, an Gewässern,m b lachmooren (sehr selten auch auf Hochmooren), in Brüchen,n Waldsümpfen, von der Ebene bis in die Voralpen (vereinzeltn °ch höher, bis 2000 m).

Allgemeine Verbreitung: Europa (fehlt im NordenUn d stellenweise im Süden), Westasien, Canaren, Nordamerika.

Aendert etwas ab: var. pseudoparadöxa (Gibs.) Aschers.et Graebner~" v ar. tenüior Grantzow). Stengel dünner und feiner. Blütenstand nicht rispig,c h die unteren Aehren kurz, aufrecht.

var. pällida Lange. Blütenstand sehr locker. Tragblätter bleich,f£ls t weiss. Selten.

var. brevis Aschers, et Graebner. Blütenstand sehr kurz und dicht,var. Simplex Peterm. (= var. simplicior Andersson). Blüten-an d schmäler. Rispenäste kürzer und schmäler.

var. elongäta Celak. Rispenäste verlängert, unterseits nackt.Ae 'nren länglich. Nicht häufig.

var. gräcilis Aschers, et Graebner. Stengel sehr dünn und schlaff,-Blutenstand fast fadenförmig, mit entfernten Aesten; die letzteren dünn,m Grunde meist unterbrochen. Selten in den Alpen.

var. deci'piens Urban. Stengel nur oberwärts rauh. Blättermaier (höchstens 4 mm breit). Tragblätter rotbraun, wenig oder garnic ht hautrandig. Selten.

C. paniculäta ist eine Streuepflanze von mittlerem Ertrage. DiePflanze dient hie und da zum Verpacken. In nassen Gebirgswiesen trittes e Art oft in riesigen Horsten neben Trollius, Geum rivale, Chaerophyllum"cutaria, Primula farinosa etc. auf.

^^7. Carex paradöxa Willd. (= C. approximäta Schum.,

Vignea paradöxa Rchb.). Wund er- Segge. Fig. 219.

Ausdauernd, 40 bis 65 (100) cm hoch, dichte, feste Horste

(Dulten) bildend, meist gelb-, seltener graugrün. Stengel drei-

antig (Fig. 219b) mit etwas gewölbten Flächen, ziemlich dünn,

nach oben ziemlich stark rauh. Grundständige Scheiden schwarz-

raun, i n l an g e schwarze Fasern sich auflösend. Blattspreiten

bis 3 mm breit, flach, etwas starr, sehr scharf rauh. Blüten-

an d rispig, meist verlängert (4 bis 8 cm lang), ziemlich unregel-

assig g e i a pp^ 0 b en me i s t dicht, mit aufrechten Aesten. Tragblätter rotbraun, mit meist

Sc hmalem Hautrand (Fig. 219d). Untere Hüllblätter oft etwas laubblattartig. Schläuche

Fig, 219. Carex paradöxa.Willd. a Habitus ('/3 natürl.Grösse).b Stengelquerschnitt, c MännlicheBlüte mit Tragblatt, d WeiblichesTragblatt, e Fruchtschlauch mitNarbe. / Reifer Fruchtschlauch.& Frucht.

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