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436. Carex paniculäta L. ( C. Lusitänica Schkuhr, - C. Rötae de Not., — C. turfäceaKit., - Vignea paniculäta Rchb.). Rispen-Segge. Taf. 48, Fig. 7 und Fig. 223 d bis f.
Ausdauernd, sehr kräftig, meist graugrün, dichte, feste Horste bildend, 40 bis
0 cm hoch. Stengel ziemlich dick, kräftig, dreikantig (Taf. 48, Fig. 7 a), mit flachen
^eiten, länger als die Blätter. Grundständige Scheiden schwarzbraun, glänzend, keinen
aserschopf bildend. Blatthäutchen sehr kurz. Blattspreiten 4 bis 6 mm breit, flach,
ciiarf rauh. Blütenstand zusammengesetzt, locker, zuweilen nickend, eine oft ziemlich
grosse, bis 10 cm lange, im Umriss rhombische Rispe darstellend, mit meist verlängerten
V* cm und mehr), abstehenden Aesten. Tragblätter hellbraun, mit breitem, weisslichem
Hautrand (Fig. 223 d); sehr selten das unterste Hüllblatt laubig. Schläuche ca. 2,5 bis
m m lang, glänzend, eiförmig, allmählich in den zweischneidigen Schnabel verschmälert,
arn Grunde auf dem Rücken schwach gestreift, beiderseits gewölbt (Fig. 223 f). Früchte
«förmig, etwas flach. Narben 2 (Fig. 223 e). — V, VI.
Häufig und meist gesellig in Riedwiesen, an Gewässern,m b lachmooren (sehr selten auch auf Hochmooren), in Brüchen,n Waldsümpfen, von der Ebene bis in die Voralpen (vereinzeltn °ch höher, bis 2000 m).
Allgemeine Verbreitung: Europa (fehlt im NordenUn d stellenweise im Süden), Westasien, Canaren, Nordamerika.
Aendert etwas ab: var. pseudoparadöxa (Gibs.) Aschers.et Graebner~" v ar. tenüior Grantzow). Stengel dünner und feiner. Blütenstand nicht rispig,c h die unteren Aehren kurz, aufrecht.
var. pällida Lange. Blütenstand sehr locker. Tragblätter bleich,f£ls t weiss. — Selten.
var. brevis Aschers, et Graebner. Blütenstand sehr kurz und dicht,var. Simplex Peterm. (= var. simplicior Andersson). Blüten-an d schmäler. Rispenäste kürzer und schmäler.
var. elongäta Celak. Rispenäste verlängert, unterseits nackt.Ae 'nren länglich. — Nicht häufig.
var. gräcilis Aschers, et Graebner. Stengel sehr dünn und schlaff,-Blutenstand fast fadenförmig, mit entfernten Aesten; die letzteren dünn,m Grunde meist unterbrochen. — Selten in den Alpen.
var. deci'piens Urban. Stengel nur oberwärts rauh. Blättermaier (höchstens 4 mm breit). Tragblätter rotbraun, wenig oder garnic ht hautrandig. — Selten.
C. paniculäta ist eine Streuepflanze von mittlerem Ertrage. DiePflanze dient hie und da zum Verpacken. In nassen Gebirgswiesen trittes e Art oft in riesigen Horsten neben Trollius, Geum rivale, Chaerophyllum"cutaria, Primula farinosa etc. auf.
^^7. Carex paradöxa Willd. (= C. approximäta Schum.,
Vignea paradöxa Rchb.). Wund er- Segge. Fig. 219.
Ausdauernd, 40 bis 65 (100) cm hoch, dichte, feste Horste
(Dulten) bildend, meist gelb-, seltener graugrün. Stengel drei-
antig (Fig. 219b) mit etwas gewölbten Flächen, ziemlich dünn,
nach oben ziemlich stark rauh. Grundständige Scheiden schwarz-
raun, i n l an g e schwarze Fasern sich auflösend. Blattspreiten
bis 3 mm breit, flach, etwas starr, sehr scharf rauh. Blüten-
an d rispig, meist verlängert (4 bis 8 cm lang), ziemlich unregel-
assig g e i a pp^ 0 b en me i s t dicht, mit aufrechten Aesten. Tragblätter rotbraun, mit meist
Sc hmalem Hautrand (Fig. 219d). Untere Hüllblätter oft etwas laubblattartig. Schläuche
Fig, 219. Carex paradöxa.Willd. a Habitus ('/3 natürl.Grösse).b Stengelquerschnitt, c MännlicheBlüte mit Tragblatt, d WeiblichesTragblatt, e Fruchtschlauch mitNarbe. / Reifer Fruchtschlauch.& Frucht.
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