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2. Monocotyledones 2 (1907)
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4*. Tragblätter länglich, zugespitzt, weisslich, mit kielartig vorspringendem Mittelstreifen. Fruchtzusammengedrückt.......................C. Micheli anus nr. 368.

5. Pflanze einjährig, klein, 3 bis 45 cm hoch............C. fuscus nr. 369.

5*. Pflanzen mehrjährig, ausdauernd...................... 6.

6. Tragblätter lineal, hellbraun. Aehrchen dicht, zu kugeligen oder eiförmigen Köpfchen zu-sammengeballt .........................C. glomeratus nr. 370.

6*. Tragblätter eiförmig oder länglich. Aehrchen schmal-lineal, in lockeren meist zahlreichenBüscheln, reichblütig.........................C. longus nr. 371.

365. Cyperus flavescens L. (= Distimus flavescens Raf., = Pycreus flavescens Rchb.,= Chlorocyperus flavescens Rikli). Gelbliches Zypergras. Ital.: Bittoncino. Taf. 42. Fig. 1.

In der Schweiz heisst diese Art (ebenso C. fuscus) Agel-Chrut, Egli-Chrut, wohl wegen derscharfen Blätter, da Aglen (Agnen) etwas Spitziges, auch Granne (vgl. Agna-Weissa = Grannenweizen) be-zeichnet. Das Wort scheint aber auch mitEgel" in Verbindung gebracht ^zu werden, da der Genuss derPflanze durch das Vieh dieEgelkrankheit" (vgl. Band I, pag. 151) verursachen soll.

Einjährig, (0,7) 3 bis 30 cm hoch, lebhaft grün, am Grunde meist büschelig ver-zweigt. Wurzel gelbbraun. Stengel schlank, stumpf dreikantig, aufrecht oder schräg auf-steigend, ßlattscheiden an den untern Blättern rötlich. Spreiten meist nicht über 2 mmbreit, rinnig, gekielt, glatt, seltener borstlich zusammengefaltet. Blütenstand eine end-ständige, köpfchenartige Spirre, mit meist 2 bis 3, langen, 1 bis 3 mm breiten Hüllblättern.Aehrchen lanzettlich, 7 bis 12 mm lang, 2 bis 2 1 / , 2 mm breit, vielblütig, strohgelb, mit vier-kantiger, an den Kanten schmal-häutig geflügelter Achse. Tragblätter spitzlich, gelb, mitgrünen Mittelnerven (Taf. 42, Fig. la), doppelt bis 3mal so lang als die Frucht. Staub-blätter meist 3. Frucht klein, rundlich-verkehrteiförmig, flachgedrückt, ca. l 1 /* mm lang,dunkelbraun, etwas glänzend. Griffel bis fast zum Grunde geteilt. Narben 2. VII bis X.Zerstreut auf nacktem, feuchtem Boden, in Flachmooren, auf Sumpfwiesen, an Ufern,in ausgetrockneten Gräben und Teichen, nicht überall und stellenweise (z. B. im nord-westdeutschen Flachlande) auf weite Strecken hin ganz fehlend, in den Alpentälern bisgegen 1400 m (Tirol: Keniaten nach Oberinn 1360 m).

Allgemeine Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa, Afrika, Asien, Amerika,Australien.

Aendert wenig ab: var. compäctus Aschers, et Graebner. Pflanze meist nicht über 4 cm hoch,sehr kräftig, dicht verzweigt. Blätter ziemlich breit.

var. giganteus Uechtr. Pflanze bis über 30 cm hoch, kräftig. Blätter breit. Spirre gross. Selten.

var. gracillimus Aschers, et Graebner. Pflanze äusserst zierlich, bis ca. 15 cm hoch. Stengelverlängert, sehr dünn. Blätter sehr schmal, borstlich zusammengefaltet oder flach. Spirre sternförmig. Selten.

var. minor Gaud. Pflanze sehr klein, nur 7 bis 15 mm hoch.

var. monostächyus Sacc. Pflanze mit nur einem Aehrchen.

366. Cyperus serötinus Rottb. (= C. Mönti L. f., = Pycreus Mönti Rchb., = Juncellusserotmus C. B. Qarke, = Chlorocyperus serötinus Palla). Spätblühendes Zypergras.

Ital.: Stiame di paludi. Fig. 176.Ausdauernd, graugrün, 30 bis 80 (100) cm hoch. Grundachse verdickt, unter-irdisch kriechend. Stengel einzeln oder wenige, aufrecht, scharf dreikantig, unterwärtszweikantig, glatt, kürzer als die Blätter, nur im untern Teile ( ] / 8 bis 7*) beblättert.Scheiden schwarzbraun, ziemlich weit. Untere Blätter zuweilen im Wasser flutend. Spreitenziemlich schmal, meist nicht über 7 mm breit, an der Spitze rauh, am Rücken gekielt.Blütenspirre gross, fast bis 20 cm lang und breit, mit meist 5 bis 10, abstehenden, gestielten,seitlichen Köpfchen, viel kürzer als die 3 oder 4 Hüllblätter. Aehrchen zahlreich, schmal-lineal, fast 3 cm lang, meist spitz, zuweilen gekrümmt, vielblütig (Fig. 176 b), mit vierkantiger,