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4*. Tragblätter länglich, zugespitzt, weisslich, mit kielartig vorspringendem Mittelstreifen. Fruchtzusammengedrückt.......................C. Micheli anus nr. 368.
5. Pflanze einjährig, klein, 3 bis 45 cm hoch............C. fuscus nr. 369.
5*. Pflanzen mehrjährig, ausdauernd...................... 6.
6. Tragblätter lineal, hellbraun. Aehrchen dicht, zu kugeligen oder eiförmigen Köpfchen zu-sammengeballt .........................C. glomeratus nr. 370.
6*. Tragblätter eiförmig oder länglich. Aehrchen schmal-lineal, in lockeren meist zahlreichenBüscheln, reichblütig.........................C. longus nr. 371.
365. Cyperus flavescens L. (= Distimus flavescens Raf., = Pycreus flavescens Rchb.,= Chlorocyperus flavescens Rikli). Gelbliches Zypergras. Ital.: Bittoncino. Taf. 42. Fig. 1.
In der Schweiz heisst diese Art (ebenso C. fuscus) Agel-Chrut, Egli-Chrut, wohl wegen derscharfen Blätter, da Aglen (Agnen) etwas Spitziges, auch Granne (vgl. Agna-Weissa = Grannenweizen) be-zeichnet. Das Wort scheint aber auch mit „Egel" in Verbindung gebracht ^zu werden, da der Genuss derPflanze durch das Vieh die „Egelkrankheit" (vgl. Band I, pag. 151) verursachen soll.
Einjährig, (0,7) 3 bis 30 cm hoch, lebhaft grün, am Grunde meist büschelig ver-zweigt. Wurzel gelbbraun. Stengel schlank, stumpf dreikantig, aufrecht oder schräg auf-steigend, ßlattscheiden an den untern Blättern rötlich. Spreiten meist nicht über 2 mmbreit, rinnig, gekielt, glatt, seltener borstlich zusammengefaltet. Blütenstand eine end-ständige, köpfchenartige Spirre, mit meist 2 bis 3, langen, 1 bis 3 mm breiten Hüllblättern.Aehrchen lanzettlich, 7 bis 12 mm lang, 2 bis 2 1 / , 2 mm breit, vielblütig, strohgelb, mit vier-kantiger, an den Kanten schmal-häutig geflügelter Achse. Tragblätter spitzlich, gelb, mitgrünen Mittelnerven (Taf. 42, Fig. la), doppelt bis 3mal so lang als die Frucht. Staub-blätter meist 3. Frucht klein, rundlich-verkehrteiförmig, flachgedrückt, ca. l 1 /* mm lang,dunkelbraun, etwas glänzend. Griffel bis fast zum Grunde geteilt. Narben 2. — VII bis X.Zerstreut auf nacktem, feuchtem Boden, in Flachmooren, auf Sumpfwiesen, an Ufern,in ausgetrockneten Gräben und Teichen, nicht überall und stellenweise (z. B. im nord-westdeutschen Flachlande) auf weite Strecken hin ganz fehlend, in den Alpentälern bisgegen 1400 m (Tirol: Keniaten nach Oberinn 1360 m).
Allgemeine Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa, Afrika, Asien, Amerika,Australien.
Aendert wenig ab: var. compäctus Aschers, et Graebner. Pflanze meist nicht über 4 cm hoch,sehr kräftig, dicht verzweigt. Blätter ziemlich breit.
var. giganteus Uechtr. Pflanze bis über 30 cm hoch, kräftig. Blätter breit. Spirre gross. — Selten.
var. gracillimus Aschers, et Graebner. Pflanze äusserst zierlich, bis ca. 15 cm hoch. Stengelverlängert, sehr dünn. Blätter sehr schmal, borstlich zusammengefaltet oder flach. Spirre sternförmig. — Selten.
var. minor Gaud. Pflanze sehr klein, nur 7 bis 15 mm hoch.
var. monostächyus Sacc. Pflanze mit nur einem Aehrchen.
366. Cyperus serötinus Rottb. (= C. Mönti L. f., = Pycreus Mönti Rchb., = Juncellusserotmus C. B. Qarke, = Chlorocyperus serötinus Palla). Spätblühendes Zypergras.
Ital.: Stiame di paludi. Fig. 176.Ausdauernd, graugrün, 30 bis 80 (100) cm hoch. Grundachse verdickt, unter-irdisch kriechend. Stengel einzeln oder wenige, aufrecht, scharf dreikantig, unterwärtszweikantig, glatt, kürzer als die Blätter, nur im untern Teile ( ] / 8 bis 7*) beblättert.Scheiden schwarzbraun, ziemlich weit. Untere Blätter zuweilen im Wasser flutend. Spreitenziemlich schmal, meist nicht über 7 mm breit, an der Spitze rauh, am Rücken gekielt.Blütenspirre gross, fast bis 20 cm lang und breit, mit meist 5 bis 10, abstehenden, gestielten,seitlichen Köpfchen, viel kürzer als die 3 oder 4 Hüllblätter. Aehrchen zahlreich, schmal-lineal, fast 3 cm lang, meist spitz, zuweilen gekrümmt, vielblütig (Fig. 176 b), mit vierkantiger,