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2. Monocotyledones 2 (1907)
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II

Tafel 42.

Erklärung der Figuren.

Fig. 1. Cyperus flavescens. Habitus.

la. Blüte mit Tragblatt.

2. Cyperus fuscus. Habitus.

2a. Einzelnes Aehrchen (vergrössert).

2 b. Blüte mit Tragblatt.

2 c. Frucht.

3. Eriophorum vaginatum. Habitus.

3 a. Blüte mit Tragblatt.

Fig. 3 b. Frucht mit Flughaaren.

3 c. Frucht.

4. Eriophorum tatifoliutn. Habitus.

5. Trichophorum alpinum. Habitus.

6. Trichophorum caespitosum. Habitus.

6a. Blüte mit Tragblatt.

6b. Fruchtknoten mit Perigonborsten.

23. Fam. Cyperäceae. 1 ) Schein-, Sauer- oder Riedgräser.

Grasartige, rasenbildende, einjährige oder grösstenteils ausdauernde, meist feuchteStandorte bevorzugende Kräuter. Die ausdauernden Arten gewöhnlich mit sympodial ver-zweigter, unterirdischer Grundachse, aus der einzeln oder büschelig die beblätterten oderblattlosen, meist scharf dreikantigen (im Querschnitt), selten knotig gegliederten, mit Markerfüllten, seltener hohlen Halme entspringen. Blätter fast stets dreizeilig gestellt. Blatt-scheiden fast immer geschlossen. Spreiten lineal oder borstenförmig, flach oder eingerollt,hie und da stark reduziert, am Rande oft ± stark rauh. Blatthäutchen meist nicht oder nurschwach ausgebildet, zuweilen als deutlicher, häutiger Saum (Fig. 173 g) entwickelt. Blütenzu ein- bis mehrblütigen Aehrchen vereinigt, die zu Aehren, Köpfchen, Spirren (Rispenmit verkürzter, von den unteren Seitenachsen übergipfelter Hauptachse) vereinigt sind.Die Aehrchen oder Köpfchen können wiederum zu traubigen, spirrigen, kopfigen oder ährigenBlütenständen zusammengestellt sein. Bei den Caricoideen (Carex, Cobresia) entsprichtjede einzelne Blüte einem Aehrchen, dessen Achse verkümmert bleibt oder meist gar nichtentwickelt ist, oder das Aehrchen besteht nur aus einer männlichen und einer weiblichenBlüte (Elyna). Die Rhynchosporoideen (Rhynchospora, Schoenus, Cladium) haben 2- bis3-blütige, von mehreren Hochblättern begleitete Scheinähren (Fächel). Aehrchen oderEinzelblüten in der Achsel von meist trockenhäutigen Tragblättern, die Aehren oder Ge-samtblütenstände mit meist blattartigen Hoch- oder Hüllblättern. Blüten zwitterig oder einge-schlechtig, ein- oder seltener zweihäusig, mit oder ohne Vorblätter. Perigon selten hochblattartigentwickelt, meistens (bei unseren Arten) als Borsten oder Haare ausgebildet oder ganzfehlend (z. B. Cyperus, Isolepis, Cladium). Staubblätter meist 3, seltener 2 oder 1. Fruchtknotenaus 2 oder öfter aus 3 Fruchtblättern bestehend, einfächerig, eine einzige grundständige, ana-trope Samenanlage enthaltend, 2- bis 3-kantig, in einen 2 bis 3 Narben tragenden Griffel über-gehend; das unpaareFruchtblatt bezw. die Narbe dem Tragblatt der Blüte zugewandt (bei zwei-zähligem Fruchtknoten die Narben seitlich). Frucht eine Hautfrucht (Fruchtschale nicht mit derSamenschale verwachsen), einsamig, linsenförmig, dreikantig oder kugelig, frei oder vondem mit den Rändern verwachsenen Vorblatt (Fruchtschlauch = Utriculus) umschlossen(Taf. 21, Fig. 29, 31). Im Gegensatz zu den Gramineen tritt bei der Keimung derCyperaceen zuerst die deutlich abgesetzte Kotyledonarscheide aus dem Samen hervor;erst dann wächst die Hauptwurzel in die Länge (Taf. 21, Fig. 34). Kotyledo nicht wiebei den Gräsern z. T. als Schildchen (scutellum) im Samen stecken bleibend. Embryo klein,umgewendet, im Nährgewebe eingeschlossen.

*) vgl. Cyperus pag. 9.