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hinwegzunehmen*), und ihn so nach Wunsche ge-sund zu machen vermögen, zeigen uns alle aufdiese Art sorgfaltig geführte Cnren die unfehlbarstenHeilungen; wer könnte wohl noch so verkehrt seyn,und so sehr sein eignes und der Menschheit Bestesvernachlässigen und diesen Weg der Wahrheit undNatur nicht gehen wollen, sondern die nicht zuvertheidigenden, alten, erdichteten Krankheitsphan-tasmen und Curmethoden beibehalten zum Verderbender Kranken ?
Ich weifs wohl, dafs zu Geistesgebrechen ge-diehene Vorurtheile, die uns schon des grauen Alter-thums wegen heilig geworden sind, Heldenmuth er-fordern , um sie an uns selbst zu heilen, und dafseine nicht gemeine Stärke des Geistes dazu gehört,um alle Thorheiten, die unsrer jugendlichen Em-pfänglichkeit als Orakelsprüche eingepredigt wordenwaren, aus unserm Gedächtnisse zu vertilgen undgegen neue Wahrheit zu vertauschen.
Doch der Eichen kränz, den uns einschönes Bewufstseyn darreicht, belohntsolche Selbs t - Ueb er wind ungen tausend-fach!
Sieh! werden denn alte, uralte Unwahrheitenzu etwas Bcsserm — etwa zur Wahrheit — durchihr bemoofstes Alterthum? Hat denn die Wahrheit,selbst wenn sie erst vor einer Stunde gefunden wor-den wäre, nicht ihre Ewigkeit in sich? Wird sieetwa durch die Neuheit ihrer Entdeckung zur Un-wahrheit? Oder wo giebt es eine Entdeckung odereine Wahrheit, die nicht anfänglich auch neu ge-wesen wäre ?
*~) Nach Hinwegnalime aller seiner Beschwerden, Zufälleund krankhaften Befindensveränderungen kann da wohletwas Andrea übrig bleiben, als ein gesunder Mensch?