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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 3 (1914) Die heterocyclischen Verbindungen
Entstehung
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193
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H 3 C-C=OC

=C-CH 2 -OH 2 .C0 2 HCO

II)

NH

III)

H 3 C-C-HC

H 3 C-C------C-CH 2 -CH 2 -C0 2 H

H 3 C-C ÖHNH-C-CH 2 .CH 2 -C0 2 HC-CH,

NH

auf Pyrrolkörper). Sie ist also jedenfalls eine /?-[Dimethyl-/?-pyrryl]-propionsäure.

Außer der Phonopyrrol-carbonsäure entstehen bei der Reduktiondes Hämins mit Jodwasserstoff und Eisessig noch andere nahestehendeSäuren, von denen die ihr isomere Isophonopyrrol-carbonsäure (s. u.) undzwei ihr homologe Säuren C 10 H 15 0 2 N krystallisiert erhalten wurden.Von letzteren wird die eine Xantliopyrrol-carbonsäurc J genannt; sieschmilzt hei 108°, gibt ein Pikrat vom Schmelzp. 143° und liefert mitsalpetriger Säure ein Oxim C 8 H 10 O 4 N 2 , verliert also zwei Kohlenstoffatomebei dieser Reaktion. Die andere 2 — Pkonopyrrol-carbonsäure d —schmilzt bei 94°, gibt ein bei 132° schmelzendes Pikrat und ist vielleichtidentisch mit der 2.3.5-Trimethyl-pyrryl-4-propionsäure (s. u.).

Die Isoplionopyrrol-carbonsäure 3 C 9 H 13 0 2 N ist nicht nur ausHämin, sondern auch (und zwar zuerst) aus Bilirubin durch Reduktionmit Jodwasserstoff und Phosphoniumjodid in Eisessig erhalten worden.Sie schmilzt bei 140°, gibt ein Pikrat vom Schmelzp. 146° und mitsalpetriger Säure ein bei 210° schmelzendes Oxim C 8 H 10 O 4 N 2 , das ver-schieden ist von der isomeren, aus Phonopyrrol-carbonsäure entstehendenVerbindung (s. S. 192), aber gleich dieser durch warme Schwefelsäure inHämatinsäure übergeführt wird. Der Isophonopyrrol-carbonsäure kommtalso eine der Formeln II oder III (s. o.) zu, und zwar diejenige, welcheder Phonopyrrol-carbonsäure nicht zugehört.

Die Phonopyrrol-carbonsäure (S. 192—193) läßt sich durch Erhitzen mitNatriummethylat in Methylalkohol auf ca. 230° in eine homologe Säure ver-wandeln (vgl. dazu S.161—162), welche (?-[2.3.5-Trimetliyl-pyrryl-(4)]-propioiisäure 4

E.C-C--------C-CH 2 .CH,.C0 2 H

" „ rT sein muß, bei 89° schmilzt und ein bei 129—130"

H 3 C-C-NH-CCH,

schmelzendes Pikrat C 10 H I8 O 9 N 4 liefert. Dieselbe Säure entsteht auch aus Bilirubin

durch Erhitzen mit methylalkoholischer Natriummethylat-Lösung und in schlechter

Ausbeute aus Hämin durch methylalkoholische Kaliummethylat-Lösung bei 220—230°.

1 Piloty, Doemann, A. 388, 315, 324 (1912). B. 46, 1002 (1913).

2 Piloty, Doemann, B. 46, 1007 (1913).

3 Piloty, Thannhausee , A. 390, 196, 206 (1912). — Piloty, Doemann, B. 45,2592 (1912); 46, 1004 (1913). — H. Fisches, Baetholomäüs, B. 45, 1985 (1912). —H. Fischbe, Rose, H. 82, 398 (1912); 89, 268 (1914). B. 45, 3275 (1912); 47, 791(1914). — Piloty, B. 46, 1000 (1913).

4 H. Pisohee, Baetholomäüs, H. 83, 67 (1913). — H. Fischbe, Böse, B. 46,441 (1913); 47, 795, 796 (1914). H. 87, 39, 43 (1913); 89, 257, 264, 268 (1914); 91,185, 189, 190 (1914).

Mbybk-Jacobson, org. Ch. IIs. (l.u.2.Aufl.) 13 (September 1914)