A. Verbindungen mit fünfgliedrig-heterocyclischen Systemen.
Drittes Kapitel.
Einkernige Furan-Körper.
Gemäß dem S. 27 ff. entwickelten Einteilungsplane haben wir dieBesprechung der fünfgliedrig-heterocyclischen Systeme mit demjenigen zubeginnen, das sich aus vier C-Atomen und einem O-Atom zusammen-setzt. Dieses steht in enger Beziehung zu den Systemen, welche S oder^H an Stelle von 0 enthalten; in ihren wenigst gesättigten Wasser-stoff-Verbindungen werden die drei nahe verwandten Fünfringe durch^ie folgenden Symbole:
HCn------nCH
HCt ------„CH
HCn------nCH
HC'J^^JcH 'üFuran
Hoi^^JcH '
s -
Thiophen
Höl^^l'cHNHPyrrol
ledergegeben, wenn man sich der Kekülü sehen Benzol-Formel an-iheßt (vgl. dazu S. 12 ff). Unter diese Symbole sind die gebräuchlichenriVl alnamen gesetzt 1 .
Auf di e nahen Beziehungen der drei Bingsysteme zueinander wurde
^ hon in der aliphatischen Chemie (Bd. I, Tl. II, S. 818 und 845—847)
gewiesen. Dort war zu berichten, daß /-Dicarbonyl-Verbindungen
gemei n die Eigenschaft haben, sich durch Wasserabspaltung in Furan-.
fori Handlung mit Schwefelphosphor in Thiophen- und mit Ammoniak
dr • r - D se ^ nen Salzen) in Pyrrol-Körper umwandeln zu lassen. Jedes der
■^'Qgsysteme kann also aus der aeyclischen Atomgruppierung:
>c-----c<
I I
-CO OC—
Palenden Reaktionen hervorgehen.
ie beiden am längsten bekannten und am leichtesten zu-'glichen Glieder der Furan-Gruppe leiten sich von dem Stamm-
molek 1 rschla S vcm Hantzsoh — B. 24, 3485 (1891) —, die Analogie des
zu h en Baus durch di e Namen „Oxol, Thiol und Imidol" zum Ausdruck
onngen, hat sich nicht eingebürgert.