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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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var. gräcile (Leyss.) Pospichal (= Trfticum gräcile Lam. et DC, = Brachypödium caespitösumRoem. et Schult., = Brömus caespitösus Host). Pflanze meist niedriger, + dicht rasenbildend. Blätter schmäler.zuweilen locker zusammengefaltet. Blatthäutchen sehr kurz. Traube fast ährenförmig. Aehrchen kahl, kleiner(nicht oder wenig über 2 cm lang) Deckspelzen meist ca. 7 mm lang, mit ganz stumpfer, abgestutzter Spitze.Granne kurz (meist nicht über 3 mm lang). Besonders in den Alpentälern und in den Gebirgen des südlichenGebietes; hier zuweilen (z. B. im Puschlav in Graubünden) allein vorkommend.

var. rupestre Rchb. (= B. corniculätum Dumort., = B. rupestre Roem. et Schult., = Brdmusrupestris Host). Pflanze ziemlich gross, meist schlank, blaugrün. Blätter flach, massig breit. Aehrchen gross,schlank, oft sichelförmig gebogen, meist etwas abstehend, kahl. Deckspelzen abgestutzt, etwas kahl. Seltenan Felsen und auf buschigen Hügeln, in niederen Lagen der Gebirge und in der Ebene; besonders auf Kalk.

var. setifölium (Schur) Aschers, et Graebner. Blätter borstlich zusammengefaltet, viel kürzer alsdie Stengel. Aehrchen klein, meist gerade. Nur im Süden, besonders süd-lich der Alpen (in Ungarn etc.)

var. longifölium (P. B.) "Aschers, et Graebner. Blätter borstlichzusammengefaltet, so lang als die Stengel. Aehrchen meist gebogen. Zer-streut im Süden.

var. villo sis s im um Domin. Alle Blattscheiden dicht, lang abstehendbehaart. Spreiten weichhaarig. Böhmen (Kieferwälder im mittleren Eibtalebei St. Vavfinec).

Selten auch monströs. Die untersten Aehrchen an besonderen Stielen ährigangeordnet. (Vgl. auch var. glomeratum Zimmerm.)

Bisweilen bildet die Zwenke besonders auf lockerem, humusreichemBoden durch ihre reiche Ausläuferbildung fast reine Bestandteile (Neben-typus von Bromus erectus). Dieser Nebentypus liebt steinige, steile, nicht mehrbewegliche Schutthalden; den offenen, beweglichen Schutt überlässt er PhleumBoehmeri. Die Wiesen von B. pinnatum liefern eine schlechte, wenig ertrag-reiche Weide. Die harten und rauhen Blätter werden vom Vieh nur im Früh-ahr aufgesucht. In den Horsten sammelt sich gern (besonders durch Ameisen)Humus an, auf welchem sicli dann bald humicole Arten (z. B. Calluna vulgaris)einfinden, welche die Weide ganz wertlos machen können. Zu den Kom-ponenten des Brachypödium pinnatum-Typus gehören in den südlicheren Ge-bieten: Phleum Boehmeri, Danthonia decumbens, Koeleria gracilis, Dactylisglomerata, Briza media. Avena pratensis, Carex venia, Tunica saxifraga, Sedumreflexum, Trifolium alpestre, Lotus corniculatus, Potentilla argentea, Pimpinellasaxifraga, Calluna vulgaris, Brunella vulgaris, Galium mollugo subsp. Gerardi,Plantago lanceolata, Achillea millefolium, Hieracium pilosella. Wegen derkriechenden Ausläufer kann diese Art zur Befestigung des Sandbodens benütztwerden. In vielen Gegenden zeigt sie eine grosse Vorliebe für kalkreichen Boden(fehlt auf Urgebirge, z.B. dem ganzen Oetztalerstock in Tirol, fast vollständig).

337. Brachypödium silväticum Roem. et Schult. (= B. gräcile

P. B., = Bromus gracilis Weigel, = B. silväticus Pollich, = B.

dumosus Vill, = Triticum silväticum Moench, = T. teretiflörum

Wib., = T. gräcile Brot.) Wald-Zwenke. Fig. 161.

Ausdauernd, meist dunkelgrün, 60 bis 120 cm hoch, dichteoder lockere Horste bildend. Stengel aufrecht oder knickig auf-steigend, schlaff, an den Knoten dicht, unter denselben zerstreutbehaart. Blattscheiden rückwärts rauh- oder weichhaarig. Blatt-spreiten breiter als bei nr. 336, bis 7 mm breit, schlaff, weichhaarig,mit unterseits weissem Mittelnerven. Blütenstand meist locker, mitzuletzt geschlängelter oder übergebogener, dünner Achse. Aehrchen2 bis 272 cm lang, schmal, 6- bis 15-blütig (Fig. 161b), hell-grün. Hüllspelzen gewöhnlich 1 und 1,2 cm lang, schmal-lanzett- F'g- 16 '- Brachypodi

. ,. TT . ti cum Roem. et Schult

lieh, allmählich zugespitzt, länger als die V orspelzen, zuweilen py, na tsri. Grösse), b

um si 1 va-, a Habitus

Aehrchen.