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Seitenrändern, an den Nerven rauh, sonst kahl, 8 bis 9 mm lang. Grannen bis 10 mmlang, bei den untersten Blüten kürzer (meist nur 5 mm), trocken nicht spreizend. Vor-spelzen lineal-länglich, deutlich kürzer als die Deckspelzen. Staubbeutel 1 bis V/a mm lang,etwa 3 mal so lang als breit. — V, VI, vereinzelt VIII, IX.
Stellenweise auf feuchten, lehmigen Aeckern (gern unter Leguminosen : Klee, Luzerne,Esparsette), auf Oedland, wüsten Plätzen, auf Schutt. In Deutschland in der Nähe derNord- und Ostseeküste fehlend; in den Alpentälern bis 1200 m (bei Flaas im Sarntal in Tirol).
Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa, Nordafrika; in Südafrikaeingeschleppt.
Aendert bei uns wenig ab: var. depauperätus Uechtritz. Pflanzeniedrig, sehr zierlich. Rispe nur 1 bis 2 Aehrchen tragend. — An trockenen Orten.
var. apricörum Simonkai.(z. B. Bahnhof Zürich).
Aehrchen samtig-kurzhaarig. — Selten
334. Bromus Japönicus 1 ) Thunb. (= B. patulus Mert. et Koch,
= B. arvensis L. var. nütans Neilr., = Serrafalcus patulus Pari.)
Japanische Trespe. Fig. 159.
' Einjährig überwinternd, n graugrün, 15 bis 60 cm hoch (seltennoch höher). Stengel aufrecht oder meist aufsteigend, gewöhnlichziemlich kräftig. Blattscheiden (wenigstens der untern Blätter)zottig. Spreite meist zottig behaart oder Jan den obern Blättern <gewimpert, massig rauh. Rispe gross, 10 bis 25 cm lang, aufrechtoder nach dem Verblühen meist zusammengezogen, seltenerlocker bleibend, einseitig überhängend. Rispenäste rauh, dieunteren mit 1 bis 4 grundständigen Zweigen, meist ziemlich ver-längert, bis 15 cm lang, meist (1) 3 (4) Aehrchen tragend, derkürzeste Rispenast so lang oder länger als sein Aehrchen. Aehrchen2 bis 2,5 (3,5) cm lang, 4 bis 5 mm breit, (6-) 7- bis 10- (15-)blutig, meist länglich-lanzettlich (Fig. 159b). Hüllspelzen ca. 6 bis7 mm lang, die obere breit-eiförmig. Blüten bei der Fruchtreifegrösstenteils frei, nur am Grunde sich deckend. Deckspelzenelliptisch-lanzettlich, 8 bis 9 cm lang, meist kahl, undeutlichnervig, Seitenrand abgerundet, an der abgefallenen Scheinfruchtbreit-klaffend, an der stumpfen Spitze zweizähnig. Granne bis12 mm lang, an den untersten Deckspelzen kürzer (meist nicht über4 mm lang), die der obern Deckspelzen bei der Fruchtreife amGrunde meist gedreht und unter der Mitte nach auswärts gebogen,spreizend. Vorspelze deutlich (1 bis 2 mm) kürzer als die Deck-spelze. Staubbeutel 1 mm lang. — V, VI, zuweilen auch VIII, IX.Hie und da auf Aeckern, auf wüsten Plätzen, an sonnigenHügeln; vielerorts nur verschleppt und vorübergehend.
Allgemeine Verbreitung: Mittel- und Südeuropa,Vorderasien bis Persien, Nordwest-Indien; eingeschleppt undzum Teil eingebürgert in China, Japan, Südafrika, St. Helena.
Auf Melaphyrfelsen in Rheinpreussen beim Schloss Bökelheim zu-sammen mit Asplenium ceterach und A. ruta muraria, Oxytropis pilosa,
Fig. 159. Bromus JapönicusThunb. a Habitus ( 1 /anatürl.Grösse).h Aehrchen (vor der Fruchtreife).
J ) In Japan vorkommend, wo die Art eingeschleppt und z. T. eingebürgert ist.