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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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lang), gestutzt, fein gezähnelt. Rispe stattlich, 10 bis 15 cm lang, weit ausgebreitet,zuweilen +. einseitswendig. Aehrchen gross (bis 27 mm lang), schlank, zierlich grünweissund braunrot gescheckt, 3- bis 10-blütig. Deckspelzen 5-nervig, 10 bis 13 mm lang,elliptisch, vorn abgerundet, oberwärts breit und durchsichtig hautrandig, an der Spitzekurz zweispitzig, meist unbegrannt oder mit kurzer Stachelspitze. Staubbeutel lebhaftchromgelb, 3 mm lang. Scheinfrucht 10 bis 13 mm lang, ganz plattgedrückt, VI, VII.

Hie und da an Flussufern, an Hecken, auf Grasplätzen, an Rainen, auf trockenenHügeln, an Wald- und Ackerrändern (seltener auf Wiesen), in der Hügel- und untern Berg-region (bis ca. 600 m), zuweilen gesellig. In Deutschland und Oesterreich ziemlich ver-breitet, wenn auch nicht überall häufig. In den Alpenländern (mit Ausnahme von Niederöster-reich), sowie in Oberbayern und Oberschwaben selten. Im nordwestlichen Deutschland selten.In der Schweiz wahrscheinlich nirgends wild. Ausserdem in neuerer Zeit vielfach ein-geschleppt oder ausgesät und stellenweise eingebürgert, so bei Flensburg in Schleswig-Holstein, bei Innsbruck und Hall, mehrfach in der Schweiz (Niederbipp, Schöftland, Aarau,bei Rheinfelden, Schieitheim, Orbe, bei Basel etc.), bei Triest etc.

Allgemeine Verbreitung: Nördliches und mittleres Europa (südlich bis Spanienund Norditalien), S. O. von Europa, Russland (im Mittelmeergebiet kaum einheimisch), Kaukasus,gemässigtes Asien (bis China); Nordamerika (wohl nur eingeschleppt).

Aendert etwas ab: var. typicus Beck. Deckspelze 7 bis 10 mm lang, ohne Granne oder diese sehrkurz und kaum länger als der Ausschnitt, kahl.

var. villösus Mert. et Koch. Aehnlich, aber die Deckspelzen behaart. Blätter kahl.

var. aristätus Schur. Deckspelzen 13 bis 14 mm lang (seltener kürzer). Granne 2 bis 4 mm lang.Blätter kahl. Zerstreut im östlichen Gebiet; auch bei Würzburg.

var. pelli'tus Beck. Untere Blätter und Blattscheiden dicht steiflich behaart.

var. divaricätus Rohlena. Rispe pyramidal-dreieckig. Aehrchen klein, 2- bis 5-blütig, auf langen,geschlängelten, weit abstehenden Stielen, einige ganz zurückgeschlagen. Böhmen (Troja bei Prag).

var. pauciflörus Rohlena. Aehrchen 1 cm lang, 3- (4-) blutig. Deckspelze im oberen Dritteltrockenhäutig, mit nicht auslaufenden Seitennerven. Granne ca. 2 mm lang. Prag.

Dieses Gras ist wie die vorige Art als ein mittelmässiges Futtergras zu bezeichnen, das sehr baldhart wird und wegen seiner queckenartigen, unterirdischen Kriechtriebe beim Umbruch auf dem Felde nurschwer zu vertilgen ist. Als Schaf futter scheint es stellenweise früher einige Bedeutung gehabt zu haben(Schöpsenfleisch von Aschersleben war berühmt). Eine grössere Bedeutung kommt ihm nur auf trockenen,lockeren Böden und in trockenen Klimaten zu, wo bessere Futtergräser nicht mehr gedeihen. Aus diesemGrunde wird es auch besonders in Ungarn viel angebaut. Hier widersteht sie auch der langwierigsten Trocken-heit und ist auch gegen Kälte sehr unempfindlich. In der mitteleuropäischen Flora zählt B. inermis zu denpontischen Elementen.

326. Bromus tectörum L. (= B. avenäceus Pourr., = B. murörum Bernh., = B. scabri-flörus Opiz). Dach- Trespe. Ital.: Forasacchino dei tetti. Taf. 38, Fig. 1.

Einjährig, überwinternd, 10 bis 40 (90) cm hoch, am Grunde büschelig verzweigt.Stengel ± knickig aufsteigend, unter der Rispe kurzhaarig. Blattscheiden kurzzottig,zum Teil langbewimpert. Blattspreiten schmal-lineal, meist 3 (seltener 8) mm breit,meist lang bewimpert, an den Rändern schwach rauh. Blatthäutchen ganz kurz, kaum1 mm (selten bis 3 mm lang), oberwärts in feine Haare zerschlitzt. Rispe ziemlich dicht,einseitig überhängend, bis 15 cm lang. Rispenäste bis 9 cm lang, sehr fein, kurz weich-haarig bis fast glatt, bis 13 Aehrchen tragend, die untern am Grunde meist mit 2 bis 3 (5)grundständigen Zweigen. Aehrchen 10 bis 15 mm lang, meist 4- bis 5- (selten bis 12-)blutig, linealisch-keilförmig, grünlich, zuletzt purpurrot. Hüllspelzen ziemlich gross, meistS bis 12 mm lang, breit-hautrandig, fein-stachelspitzig. Deckspelzen bis ca. 12 mm lang,lanzettlich, behaart oder rauh, undeutlich nervig, breithäutig berandet. Granne so lang oder