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Häufig in Laubwäldern mit reichem Humusboden, in Hainen, Holzschlägen, Auen,schattigen Gebüschen, von der Ebene bis in die Voralpen (bis ca. 1000 m), vereinzelt inden Alpen bis 2000 m.
Allgemeine Verbreitung: Fast über ganz Europa (fehlt im nördlichenSkandinavien und Russland), gemässigtes Asien, Nordafrika; in Nordamerika eingeschleppt.
Habituell hat diese Art grosse Aehnlichkeit mit Festuca gigantea (hat mit dieser auch die Oehrchenam Blattgrunde gemeinsam) sowie mit Brachypodium silvaticum. Durch die rauhen Rispenäste ist sie jedoch sehrgut gekennzeichnet. Sie lässt sich in die beiden folgenden Rassen gliedern, die allerdings durch Uebergangsformenmiteinander verbunden sind: var. eu-ramösus Aschers, et Graebner. Pflanze bis 15 dm hoch. Alle Scheiden(auch die obersten) lang abstehend rauhhaarig. Schuppe am Grunde der Rispenäste lang gewimpert, kurz zugespitzt,am Halm etwas herablaufend. Rispe sehr locker. Unterster Ast mit nur einem grundständigen Zweig, der fastebenso lang ist wie der Hauptast, gerade ausgespreitzt, beide mit mehreren (5 bis 9) Aehrchen. — Stellenweisesehr häufig, oft nur allein vorkommend (fehlt in Ost- und Westpreussen gänzlich).
var. Benekeni (Lange) Aschers, et Graebner. Pflanze meist nur 60 bis 90 cm hoch (selten höher).Oberste Blattscheide kahl oder kurzflaumig. Schuppe der untersten Rispenäste kahl. Rispe etwas schmal,nur oberwärts überhängend. Unterster Rispenast mit 2 bis 4 grundständigen Zweigen, der kürzeste mit nureinem Aehrchen. Aehrchen kleiner. — Nicht selten. Blüht um 8 Tage früher als die vorige Varietät.
subvar. cristatus (Celak). Rispe gedrungen aufrecht. Aehrchen dichtblütig, bisweilen bis 14-blütig. —In Böhmen beobachtet.
Die Wald-Trespe ist besonders in den Buchenwäldern häufig vertreten. Hier findet man sie oft inGesellschaft (besonders in der untern Bergregion) von Elymus Europaeus, Milium effusum, Poa nemoralis,Melica nutans, Festuca silvatica, Polygonatum multiflorum, Asarum Europaeum, Anemone hepatica, Ranunculuslanuginosus und R. nemorosus, Aquilegia vulgaris, Actaea spicata, Aconitum lycoctonum, Cardamine silvatica,Lysimachia nemorum, Asperula odorata (Waldmeister), Oxalis acetosella, Daphne mezereum, Lathraea squamaria(nicht überall), Dentaria bulbifera (hie und da), Moehringia trinervia, Prenanthes purpurea, Fragaria vesca,Impatiens noli tangere, Aspidium spinulosum, Athyrium filix femina usw.
324. BrotTlUS erectus Huds. (= B. agrestis All., = B. angustifolius Schrank, = B. mon-
= Festuca erecta Wallr.). Aufrechte
tänus
Fl. Wett., = Festuca montäna Savi,
Trespe, Burst. Taf. 37, Fig. 2.
Ausdauernd, 30 bis 60 (100) cm hoch, dichte Horste bildend, seltener Ausläufertreibend. Stengel steif, aufrecht, seltener aufsteigend, glatt, kahl. Laubsprosse gestaucht.Scheiden geschlossen, fein behaart. Blattspreiten in der Knospe gefalzt (bei B. inermisgerollt), am Rande durch lange, steife Haare meist bewimpert, + 2 mm breit, trocken ein-gerollt. Blätter der Seitentriebe meist borstlich zusammengefaltet bleibend. Spreiten derHalmblätter breiter, geöffnet, mit 7 bis 11 stärkeren und 6 bis 10 dazwischen liegendenschwächeren Nerven. Blatthäutchen kurz, gestutzt. Rispe (bei kümmerlichen Exemplarenoft traubig) schmal, 5 bis 12 cm lang, gedrängt, vollkommen aufrecht, mit kurzen, wenig-ährigen (1 bis 3 Aehrchen), rauhen Aesten; die untersten zu 2 bis 5 stehend. Aehrchen schlank,lanzettlich, 5- bis 12-blütig, 2 bis 4 cm lang, gewöhnlich etwas rötlich überlaufen, seltenerganz gelblich (bei Trient beobachtet). Deckspelzen begrannt, mit 5 bis 7 rauhen Nerven(Taf. 37, Fig. 2 a), 8 bis 14 mm lang, behaart oder kahl. Granne 4 bis 10 mm lang, Staub-beutel orangegelb. Scheinfrucht (ohne Granne) 10 bis 14 mm lang. — V bis VII, oftnochmals IX, X, XI.
Häufig auf trockenen Magermatten, an Eisenbahndämmen, an Weg- und Acker-rändern, auf sonnigen Rainen, an Hügeln, auf Triften, besonders auf Kalk, doch auch aufUrgestein, von der Ebene bis in die Alpentäler, vereinzelt bis 1700 m (Forclaz im Wallis).In Norddeutschland wohl überall nur eingeschleppt (mit Grassamen).
Allgemeine Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa, Nordafrika, Kanaren, Vorder-asien; verschleppt auf Mauritius, Südafrika.