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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
Entstehung
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344
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5-14

312. Festuca arundinäcea Schreb. (= F. spadicea Moench, = F. Phoenix Vill., = Brömusarundinaceus Roth, = Schedönorus elätior P. B., = Bucetum elätius Parn.). Rohr-Schwingel. Fig. 146.

Ausdauernd, 60 bis 150 cm hoch; steht nr. 311 sehr nahe,unterscheidet sich von ihr durch die folgenden Merkmale.Pflanze kräftiger. Grundachse oft ziemlich weit (mehreredm) kriechend. Stengel meist glatt (vgl. subsp. Uechtritziana)unter der Rispe oft etwas rauh, dreiknotig. Untere Blatt-scheiden rauh. Blätter 25 bis 70 cm lang, 2 bis 10 mm breit,steif und zähe (alle Leitbündel beiderseits mit Bastbelegen,Fig. 145 a). Rispe breit, oben meist überhängend, nach derBlüte weit abstehend, bis über 20 cm lang. Aeste rauh,schief bis wagrecht abstehend. Hauptrispenast vielblütig,dessen grundständiger Zweig 3 bis 20 (meist 5 bis 8)Aehrchen tragend. Aehrchen 8 bis 12 mm lang, 4- bis8-blütig (Fig. 146b), verhältnismässig kürzer als bei nr. 311,grün, meist violett überlaufen. Hüllspelzen linealisch, beidespitz, die obere nur etwas länger, an der Spitze zweizähnig,nicht oder wenig begrannt (vgl. var. subalpina und pauci-flora). Deckspelzen + 7 mm lang, schwachnervig, allmählichzugespitzt. Frucht länglich. VI, VII.

Häufig auf feuchten Riedwiesen, an Bachufern, anKanälen, in Auen, in Gebüschen, auf Alluvionen, von derEbene bis in die subalpine Region (vereinzelt noch bei1750 m: Malanseralp im Calvais, Kt. St. Gallen).

Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa(nördlich bis 62°), westliches Sibirien bis Altai und Da-hurien, Nordafrika.

Aendert folgendermassen ab: var. genuina Hackel. Pflanzelebhaft grün. Stengel glatt. Scheiden glatt oder schwach rauh. Spreitenflach, 5 bis 10 mm breit. Rispe gross, meist über 20 cm lang, an derSpitze überhängend, vielährig, nach der Blüte weit abstehend. Aehrchen8 bis 12 mm lang, schwach violett überlaufen. Deckspelzen breithaut-randig, stachelspitzig oder kurzbegrannt. Häufig.

var. decölorans [(Mert. et Koch) Aschers, et Graebner.Pflanze kleiner. Blätter schmäler. Rispe sehr locker, nickend, mit faden-förmigen Aesten. Aehrchen grün oder bleich, ca. 10 mm lang. An schattigen Orten.

var. stn'ctior Hackel. Blattspreiten schmal, 3 bis 5 mm breit, kurz, starr, trocken eingerollt. Blatt-häutchen deutlicher. Rispe kürzer, nach der Blüte zusammengezogen. Rispenäste mit 5. ihre grundständigenZweige mit 2 Aehrchen, diese 3- bis 4-blütig, 10 mm lang. Zerstreut.

var. fasciculäta Hackel. Rispe aufrecht, mit kurzen Aesten. Aehrchen ca. 10 mm lang, gehäuft,var. multiflöra (Sonder). Rispe nickend, sehr ästig. Aehrchen 10-blütig, breit, zusammengedrückt,ca. 10 mm lang. Nicht häufig.

var. pseudololiäcea Grantzow. Rispe armährig, fast traubig. Untere Rispenäste 1 oder 2 Aehrchentragend; diese gestielt oder sitzend (die obern alle sitzend). Selten.

var. subalpina Hackel. Blätter wie bei F. pratensis, breit, schlaff. Rispe gross, ausgebreitet, starknickend. Aehrchen 12 mm lang, 4- bis 7-blütig. Hüllspelzen schmal-lanzettlich. Deckspelze 8 bis 9 mm lang,mit deutlicher, 2 bis 3 mm langer Granne. Hie und da in den Alpen.

var. pauciflöra Hartm. Blätter schmäler (2 bis 4 mm breit), flach oder trocken etwas eingerollt.Rispe kürzer (bis 14 cm lang), starr. Rispenäste mit 5, ihre grundständigen Zweige mit 2 Aehrchen, diese3- bis 4-blütig, 10 mm lang, grün. Granne 2 mm lang. Selten.

Fig. 146. Festuca arundinäcea Schreb.a Habitus ( 2 /s natürlicher Grösse), b Aehr-chen. c Blatthäutchen.