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f. gläbra (Gren. et Godr.) Domin. Spelzen kahl. — Die häufigste Form.
f. ciliata (Gren. et Godr.) Domin. Spelzen am Kiel kammartig gewimpert, sonst kahl. — Zerstreut.
f. pubescens (Pari.) Domin. Spelzen behaart (bis zottig). — Seltener.
f. coloräta Domin. Spelzen violett gefärbt. — Selten.
f. foliösa Domin. Halme bis zur Spitze beblättert. — Selten, sehr typisch z. B. bei Brancon imuntern Wallis in der Schweiz.
f. quadrifldra Domin. Aehrchen 4-blütig. — Nicht häufig.
f. auräta (Bub.) Domin. Rispen goldgelb. — Sehr selten.
var. alpi'cola (Gren. et Godr.) Domin. Halme ganz oder oberwärts zottig behaart. — So besondersin den Westalpen, im Gebiete sehr selten.
var. elätior Domin. Bis 6 dm hoch, weniger graugrün. Halmblätter zahlreicher, flach. Rispe minderdicht, etwas gelappt und im unteren Teile oft schwach unterbrochen. — So im Elsass und in der Schweiz.
var. a cu min ata Domin. Der vorigen Varietät nahestehend, aber die Spelzen lineal-lanzettlich, zuge-spitzt, die Hüllspelzen so lang wie die Aehrchen. — In der Schweiz im Kanton Neuenburg beobachtet.
var. abbreviäta Domin. Pflanze niedrig (ca. 10 bis 15 cm). Grundblätter kaum 1 cm lang. Rispenverkürzt, 1 bis 2 cm lang, eilänglich. — In der Schweiz im Kanton Wallis.
In der Schweiz wurde auch der Bastard K. Vallesiana Bert. X K. gracilis Pers. beobachtet.
253. Koeleria alpfgena Domin. Berg-Kammschmiele.
Ausdauernd, sehr dicht rasenbildend (Grundstöcke sehr dick, aber nicht zwiebelartigverdickt), die alten Blattscheiden weisslich, im Alter ein holziges Aussehen annehmend undgraugrün, sich in gerade Fäden oder schmale Streifen auflösend. Halme zart, ganz kahl. Blätterschmal, die unteren Blattscheiden dicht kurzhaarig, die mittleren und oberen kahl. Halm-blätter 5 bis 6 cm lang, ihre Ligulae bis 1 1 /» mm lang. Rispen eilänglich oder länglich-zylindrisch, locker, gelappt, weisslich. Aehrchen klein, nur 3'/a bis 4 mm lang, kahl. Hüll-spelzen ungleich, zugespitzt. Deckspelzen lang zugespitzt, mit einer aufgesetzten Spitze biseiner kurzen Granne. Vorspelzen deutlich kürzer als die Deckspelzen. — VI.
Bisher einzig auf grasigen Hügeln in der Schweiz bei Brancon (Kanton Wallis)beobachtet, zusammen mit der K. Vallesiana.
254. Koeleria pyramidäta (Lam.) Domin (= Koeleria cristäta aut. p. p. 1 ), = K. ciliataKerner, = K. möllis Mann, = Poa pyramidäta Lam., = P. grandiflöra Rieh.). Pyramiden-Kammschmiele, Schillergras. Taf. 32, Fig. 5 und Fig. 115a und b.
Ausdauernd, rasenbildend. Halme robust bis über 10 dm hoch, unter der Rispe kurz-haarig, beblättert, an der Basis von festeren, ungeteilten, alten Scheiden umgeben. Blätterweich, grün, flach und ca. 2 mm (nicht selten mehr) breit, gewimpert oder fast kahl. Blattscheidengrün (mit Ausnahme der mitunter kurzhaarigen untersten), alle kahl oder gewimpert, dieHalme locker umfassend. Halmblätter länger, breit, flach, nicht rigid. Blatthäutchen kurz.Aehrenrispen gross, bis 1 dm lang, meist gelappt, blass oder seltener schwach gefärbt.Aehrchen meist gross, ca. Ö 1 /* bis 6 x /a mm lang, 3-, seltener 2-blütig. Spelzen breit, zu-gespitzt, meist kahl, aber rauh. Deckspelzen unbegrannt. — VI, VII.
Häufig auf Grasfluren, besonders auf trockeneren oder heidigen Stellen, auf Hügeln,im lichten Gebüsche, an Waldrändern etc. von der unteren bis in die subalpine Region,vereinzelt noch höher (bis 2300 m), seltener auf Kalkboden. Im Gebiete ziemlich verbreitet.
Allgemeine Verbreitung: Mitteleuropa nördlich bis Norddeutschland undDänemark, westlich bis Belgien und Frankreich, südwärts bis Norditalien, Ungarn undSiebenbürgen. Ostwärts nur bis zur deutschen und österreichischen Grenze.
1 ) Der Name „K. cristäta" ist ein absolut unbrauchbares Monstrum. Dieser Name könnte, wenn über-haupt, nur für die K. phleoides beibehalten werden, da die Festuca cristäta L. zweifellos unsere K. phleo^esdarstellte.