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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Tafel 32.

Erklärung der Figuren.

Fig. 1. Sieglingia decambens. Habitus.

1 a. Aehrchen mit dreizackiger Deckspelze.

2. Molinia caerulea. Habitus.2a. Aehrchen.

3. Eragrostis minor. Habitus.

4. Eragrostis pilosa. Habitus.4 a. Deckspelze.

4 b. Aehrchenachse mit stehenbleibenden Vor-spelzen.

Fig. 4 c. Frucht.

5. Koeleria pyramidata. Habitus.

5 a. Aehrchen.

6. Catabrosa aquatica. Habitus.

6a. Aehrenachse mit stehenbleibenden Hüll-spelzen.

,, 6 b. Aehrchen.

achse unter den zwitterigen Blüten mit langen, seidigen Haaren, deren Austreten zur Blüte-zeit der vorher schwarzvioletten Rispe einen weissschimmemden Anflug verleihen. Fruchtklein. Hilum länglich. VII bis IX.

Allgemein verbreitet an Ufern von Flüssen, Seen, Teichen, Weihern, in Sumpf-wiesen, in tiefen Sümpfen, in Altwässern, Torflöchern, Gräben, auch auf feuchten Aeckern,in Kiesgruben, an Sandhügeln, auf ganz trockenem, steinigem Boden oder selten in Wäldernoder in feuchten Haferfeldern (bei Nürnberg beobachtet!), von der Ebene bis in die subalpineRegion, vereinzelt noch höher (la Tonta in Valle di Campo im Puschlav [Graubünden] nochbei 1860 m, am Lago Vantorno bei Misurina in den Dolomiten bei 1853 m).

Allgemeine Verbreitung: Kosmopolit, über die ganze Erde bis in die Arktisverbreitet; selten fehlend (z. B. im Amazonasgebiet).

Aendert bei uns im allgemeinen sehr wenig ab. Bemerkenswert sind die folgenden Abänderungen:

var. flavescens Custer (= P. flavescens Hegetschweiler et Heer, = P. Isiaca Rchb., = ArundoPh'nii May. et A. Br. nee Turra). Rispe hellbräunlichgelb, meist locker, mit schlanken, überhängenden Aesten.Aehrchen wenigblütig, fast linealisch, dünn. Hie und da, besonders im südlichen Gebiete; nördlich derAlpen sehr vereinzelt beobachtet.

subvar. pümila G. F. W. Meyer (= var. nana Fiek). Rispe gleichfalls hellgelbbraun. Pflanze aberniedrig (30 bis 60 cm hoch). Blätter einander genähert, nur 2 bis 5 cm lang, fast stechend, oft zusammen-gefaltet. Rispe klein, bis 10 cm. Selten an trockenen Orten.

var. stolonifera G. F. W. Meyer. Rispe dunkelbraun, meist violett überlaufen. Pflanze lange (bis10 m), kriechende, oft wurzelnde, meist unverzweigte Laubstengel treibend. Diese an der Spitze sich zuweilenaufrichtend, eine kleine, ca. 10 cm lange Rispe mit nicht sehr zahlreichen, einblütigen Aehrchen erzeugend (var.subuniflöra DC.). An trockenen Ufern, auf angeschwemmtem Sand.

var. effiisa Uechtritz. Aehnlich der Normalform, jedoch mehr graugrün. Rispe nach einer Seiteausgebreitet. Rispenäste schlank, schlaff, an der Spitze überhängend. Ziemlich selten.

subsp. pseudoddnax Aschers, et Graebner. (= A. donax Rabenhorst). Riesenform, die auch in denTropen existiert, bis 8 (vielleicht bis 10) m hoch, grosse und hohe Horste bildend. Blätter bis 75 cm langund bis 6 cm breit. Stengel bis fast 2 cm dick. Rispe bis 50 cm lang. Aehrchen hellbraun.- Bis jetzt einzigin Norddeutschland in der Niederlausitz bei Luckau zwischen Stöberitz und Wilmersdorf (nur auf Wilmersdorfer-gebiet) beobachtet. Ueber die Grösse dieses Riesenschilfes hört man sagen: Fünf Personen müssten sich über-einanderstellen. dann könnte die oberste gerade in denPuschel" (= Rispe) beissen. (Vgl. Verhandl. des botan.Vereines der Provinz Brandenburg. XLVII [1906] pag. 201).

subsp. hümilis Aschers, et Graebner. (= P. hümilis de Notaris, = P. pümila Willk., = P. marftimusMabille). Pflanze niedrig, meist nicht über 12 cm hoch. Blätter meergrün, auch an den Rändern glatt. Rispeca. 20 cm lang, sehr straff zusammengezogen, steif aufrecht. Aehrchen meist 7- bis 8-blütig. ziemlich breitund dick. Hüllspelzen breiter, oft so lang als die Deckspelzen. Letztere mit starren Spitzen. Bei uns nochwenig beobachtet (bei Breslau: vor Oltaschin).

II eg i, Flora. 22