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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Zerstreut auf Oedland, saudigen Anhöhen, auf trockenen Heiden, oft in Gesellschaftvon nr. 208. In Deutschland häufig im Norden, gegen Süden seltener werdend (fehltz. B. gänzlich in Württemberg). In Oesterreich wahrscheinlich nur in Böhmen. In derSchweiz im Wallis (früher bei Sitten und St. Leonhard), selten verschleppt (Bahnhof Zürich).

Allgemeine Verbreitung: Zerstreut durch Süd-, Mittel- und Westeuropa(für Russland zweifelhaft); Nordamerika (wahrscheinlich nur eingeschleppt).

f. aestiväh's Aschers, et Graebner. Pflanze oft schlaff. Rispe zuweilen locker, ein wenig unter-brochen. VIII, IX.

LXXXII. Weingaertneria 1 ) Beruh. Silbergras.

In der Tracht ähnlich Aira. Aehrchen jedoch mit Achsenfortsetzung. Grannenkeulenförmig, am Knie mit kurzem Borstenkranz.

Zu der Gattung gehören ausser nr. 210 noch W. articuläta Aschers, et Graebner und W. gräcilisAschers, et Graebner (= Corynephorus fasciculätus Boiss. et Reut.), beide im Mittelmeergebiet zu Hause.

210. Weingaertneria canescens Bernh. (== Corynephorus canescens P. B., = Airacanescens L.) Silbergras, Bocksbart. Ital.: Panico bianco; böhmisch: Metlice sedivä.

Taf. 20, Fig. 6.

In Oldenburg helsst das Gras Zägenbart, in Westpreussen (im nichtblühenden Zustand) Schotth(wohl aus dem Slavischen : russ. Schtschutchka = Aira).

15 bis 30 (bei Waldformen bis 50) cm hohes, ausdauerndes, dichte Rasen bildendes,meist graugrünes Gras. Stengel zahlreich, aufrecht oder die äusseren schräg aufsteigend,glatt oder unter der Rispe schwach rauh. Blattscheiden etwas rauh, rosa, zuweilen purpurngefärbt. Spreiten borstenförmig zusammengefaltet, an den Stengelblättern kurz. Blatt-häutchen ca. 3 mm lang, stumpf. Rispe ährenförmig, länglich, silbergrau, vor undnach der Blütezeit zusammengezogen, während der Blütezeit aufrecht abstehend. Rispen-äste ein wenig rauh, meist nicht über 1,5 (3) cm lang. Aehrchen hellgrün, ca. 3 mm lang,oft purpurn überlaufen (Taf. 20, Fig. 6a), nach der Blüte silbergrau. Staubbeutel blau-purpurn bis dunkelbraun, selten gelb. Hüllspelzen spitz, länger als die Blüten, etwa 2 malso lang als die Deckspelzen; diese ungeteilt, 6mal so lang als die Haare am Grunde.Granne nahe über dem Grunde abgehend, in der Mitte mit einem behaarten Knoten ver-sehen, am Ende keulenförmig verdickt (Taf. 20, Fig. 6b). Vorspelze an der Spitze zwei-lappig. Lodiculae zweispaltig. Frucht länglich, von der Deck- und Vorspelze eng ein-geschlossen. VI, VII.

Gesellig auf losem Flugsand, in dürren Kiefernwäldern, in Birkengehölzen, auftrockenen Heiden und sandigen Triften; auf Kalkboden meist fehlend. In Deutschland immittleren und nördlichen Gebiete ziemlich verbreitet, im Süden seltener und stellenweisefehlend. In Württemberg einzig bei Mergentheim. In O e st er reich vereinzelt in Böhmen,Mähren, Niederösterreich und Istrien. In der Schweiz wie überhaupt im ganzen Alpen-gebiet vollständig fehlend.

Allgemeine Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa (nördlich bis südlichesSkandinavien; auch in England).

Lässt sich folgendermassen gliedern:

var. viridis Aschers, et Graebner. Pflanze lebhaft grün. Selten mit dem Typus.

var. flavescens Aschers, et Graebner. Pflanze gelbgrün. Selten mit dem Typus.

') Benannt nach dem Konrektor Weingärtner, welcher im Anfang des 19. Jahrhunderts beiErfurt botanisierte.