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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Tafel 29.

Erklärung der Figuren.

Fi

1. Deschampsia caespitosa- Habitus,la. Aehrchen, zweiblütig.

2. Deschampsia flexuosa. Habitus.2a. Aehrchen, zweiblütig.

3. Trisetum flavescens. Habitus.

Fig. 3a. Aehrchen, dreiblütig.

4. Ventenata dubia. Habitus.

4a. Aehrchen.

5. Avena versicolor. Habitus.

spelzen breit, spitz, auf dem Kiel fein gezähnelt, nur am Grunde mit grünem, oft purpur-rot umsäumten Mittelstreifen. Deckspelzen über 3 /4 so lang als die Hüllspelzen, spitz,scharf zweispitzig, mit kurzen Zähnchen besetzt, in der Regel beide Blüten begrannt.Granne bis 3 mm lang, unter der Mitte von der Deckspelze entspringend. V bis VI,seltener VIII, IX (vgl. var. Degenkolbii).

Stellenweise auf sandigem Oedland, an Wegrändern, Mauern, auf Heiden, auf schwachbegrastem Waldboden, im Tieflande und in der untern montanen Region; kalkfliehend.Fehlt in einzelnen Gegenden (z. B. im östlichen und nördlichen Ostpreussen, in Salzburg,Kärnten) vollständig.

Allgemeine Verbreitung: Zerstreut durch Süd- und Mitteleuropa (im Süden fastnur im Gebirge), Kaukasus, Canaren, Madeira, Abyssinien, Kamerun - Gebirge, Kapland;Nord- und Südamerika (ob einheimisch?)

Der gemeine Nelkenhafer ist auf dem lockeren Sandboden sehr verbreitet; er findet sich meist inGesellschaft von anderen sandliebenden Blutenpflanzen wie Helichrysum arenarium, Viscaria viscosa, Filago-Arten,Calluna vulgaris, Jasione montana, Teesdalea nudicaulis, Sagina procumbens, Scleranthus annuus und perennis,Herniaria glabra, Spergula arvensis, Spergularia rubra, Hypericum humifusum, Ornithopus perpusillus (in Feldernauch mit Ornithopus sativus), Arnoseris pusilla, Hypochoeris glabra, Phleuni Boehmeri, Vulpia myurus, Wein-gaertneria canescens, F'estuca ovina var. vulgaris, Deschampsia flexuosa, Carex ericetorum, Potentilla argentea.Rumex acetosella, Trifolium minus, Artemisia campestris und vulgaris, Sedum acte, Myosotis arenaria, Calaminthaacinos, Sarothamnus scoparius, Coronilla vaginalis, Saxifraga granulata, Sanguisorba minor, Anchusa officinalis,Hieraciuin pilosella, Piatanthera bifolia, (Racomitrium canescens, ein Moos) u. s. w. (Aufgenommen beiWolnzach, Bayern [Tertiär]).

Aendert wenig ab: var. plesiäntha Aschers, et Graebner (= A. plesiäntha Jord.). Rispe eiförmiglänglich bis fast ährenförmig, mit anliegenden Aesten. Zerstreut.

var. Degenkolbii Aschers, et Graebner. Aehrchen meist einblütig, die zweite Blüte meist fehl-schlagend. Ilüllspelzen bleich, strohfarben. Blüht im August, September. Selten.

subsp. multicülmis (Fjum.) Aschers, et Graebner. Pflanze oft über 20, dicht gestellte, bis ca. 3 dmhohe (und höher) Stengel treibend. Rispenäste steif aufrecht. Aehrchen hellgrünlich, nur 2,5 mm lang, amEnde der Rispenäste einander genähert, breiter als beim Typus. Selten im südwestlichen Teile.

209. Aira praecox L. (= Avena pusilla Web., = A. praecox P. B., Trisetum

praecox Dum., = Airopsis praecox Fr.) FrüherSchmielenhafer. Fig. 95 d bis f. pag. 222.

4 bis 15 (20) cm hoch, meist büschelig verzweigt, einzelne oder meist mehrere, straffaufrechte, glatte Stengel treibend. Blattscheiden glatt. Spreite sehr schmal, fadenförmigeingerollt. Blatthäutchen verlängert, ca. 2 mm lang, rauh. Rispe zusammengezogen,ährenförmig, armblütig, meist H/2 bis 3 cm lang, in der Regel sehr dicht, seltener etwasunterbrochen. Rispenäste meist nicht über 1 cm lang, anliegend. Aehrchenstiele kürzerals die anfänglich bleichgrünen, später bräunlichweissen, ca. 3 mm langen Aehrchen.Hüllspelzen nur wenig länger als die Blüten, deutlich gekielt, spitz. Granne bis 4 mmlang, im unteren Drittel abgehend. V, VI, seltener noch später.