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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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var. canescens Aschers, et Graebner. (= Calamagrostis Gaudiniäna Rchb., = Aründo canescensWeber). Stengel und Rispe schlaffer. Rispenäste meist hängend. Aehrchen grünlich. Schattenform.

var. hi'rta Sanio. Untere Scheiden von abwärts gerichteten Haaren kurzhaarig. Selten.

subsp. purpürea Trin. (= C. phragmitoides Hartm.) Stengel nur dicht unter der Rispe etwas rauh.Blätter breiter, bis 9 mm. Rispe gross, bis über 2 dm lang. Rispenäste bis 9 cm lang, ziemlich stark rauh.Aehrchen stumpf, hellrötlich, seltener dunkelviolett gefärbt. Hüllspelzen deutlich ungleich lang, beide am Rückenstark rauh. Deckspelze aus der Spitze mit einer geraden, die Seitenspitzen meist wenigstens um die Längederselben überragenden Granne. Selten in der Provinz Hessen-Nassau (am Hohen Meissner).

197. Calamagrostis viilösa Mutel (= C. Halleriäna P. B., = C. pseudophragmites Rchb.,

C. alpina Host., = C. dubia Czetz, = C. teneila Host., = Agröstis villosa Chaix, = Aründo

calamagrostis Hall, f.) Wolliges Reitgras. Fig. 9/a.

Steht nr. 196 ziemlich nahe. 60 bis 150 cm hoch. Grundachse unterirdisch kriechend,oft sehr lange Ausläufer treibend. Stengel knickig aufsteigend, meistens einfach, unverzweigt.Blätter grasgrün, flach, biegsam. Blattscheide unter der Spreite meist jederseits mit einemHaarbüschel, sonst kahl, seltener ganz kahl (var. g 1 a b r a t a Celak.) oder rauhhaarig (var.pilösa Celak.). Spreite breit, schlaff, zuweilen an sonnigen Standorten eingerollt undsteif aufrecht (var. convolutiva Beck). Rispe schlaff, mit dünnen Aesten, gleichmässigmit Aehrchen besetzt, oft sehr reichblütig. Rispenachse und Rispenäste öfter ziemlich starkrauh. Aehrchen 4 bis 5 mm lang. Hüllspelzen sehr veränderlich, bis über 5 mm lang,unterwärts grün, oberwärts meist mehr oder weniger deutlich violett, seltener an den Rändernbis zum Grunde gefärbt, zugespitzt, ungekielt und ohne Kurzhaare. Aehrchenachse überdie Einfügung der Blüte als behaarter Stachel verlängert. Deckspelze 5 nervig, breitelliptisch. Granne sehr zart, am Rücken (in oder unter der Mitte) der Deckspelze abgehendund dieselbe überragend, zuweilen auch gänzlich fehlend (Fig. 97a). VII, VIII.

Verbreitet in Gebüschen (häufig im Zwergwacholder-, Heidelbeer- (Vaccinietum) undAlpenrosengebüsch), in Bergwäldern, an feuchtschattigen Bergabhängen, seltener in Wiesen,,von der montanen bis in die alpine Region, besonders auf Silikatboden, doch auch auf tiefemHumus in den Kalkalpen, bis ca. 2300 m. Ausser den Alpen auch in den Sudeten, imLausitzer- und Erzgebirge, bei Bielefeld, Paderborn, im Thüringer Wald, im Harz, Fichtel-gebirge, Böhmerwald, in Mittelfranken, Hessen-Nassau (Gelnhausen: Bieber oberhalb Röhrigund Fritzlar), selten im Schwarzwald (Hauensteiner Murgtal bei Hottingen), Hohes Veen(von Eupen nach Montjoie, Malmedy), selten in Schleswig-Holstein (Wattschaukrug beiHusby in Angeln).

Allgemeine Verbreitung: Alpensystem, deutsche Mittelgebirge, Karpaten,zerstreut in Mittel- und Nordeuropa, Bulgarien.

Aendert ziemlich stark ab:

var. ext rem a (Beck) Aschers, et Graebner. Granne ganz am Grunde der Deckspelze abgehend,die Deckspelze überragend. Scheint noch wenig beobachtet worden zu sein.

var. hypäthera Torges. Granne im untern Viertel oder Drittel der Deckspelze abgehend, dieselbedeutlich überragend. Sehr häufig.

var. nütans Torges. Granne in oder über der Mitte der Deckspelze entspringend, dünn und schwach,die Deckspelze nicht oder kaum überragend, selten aus der Spitze entspringend. Ziemlich selten.

var. gracilescens Blytt. Aehnlich, aber Stengel niedriger und dünner. Blätter schmäler. Rispekleiner, schmäler, jedoch dichtährig. Aehrchen kleiner. Untere Hüllspelze 3.5 bis 4 mm lang. Selten(Schneekopf im Thüringer Wald, Fichtelberg).

var. mütica Torges. Granne gänzlich fehlend oder nur als kurzes, kaum sichtbares Spitzchenentwickelt. Sehr zerstreut.