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in Gesellschaft von A. alpina (ist aber mehr Felsenpflanze), von ca. 1800 bis über 3000 m(Vincenthütte am Monte Rosa 3600 m) vereinzelt auch tiefer bis ca. 1200 m (um Brixen in Tirolbis 1108 m, im Puschlav in der Corylus-[Haselnussstrauch] Vegetation bis 1200 m herab,Eislöcher bei Bozen 500 m; vorwiegend auf kieselhaltiger Unterlage, deshalb namentlich imUrgebirge. Ausser in den Alpen auch im Riesengebirge (längs des ganzen Kammes häufig)und im bayerischen Wald (einzig auf dem Arbergipfel, 14/6 m, zusammen mit Juncus trifidus).
Allgemeine Verbreitung: Pyrenäen, Mont d'Or, Alpenkette, Siebenbürgen,Karpaten, Apenninen, Korsika, westlicher Balkan.
Aendert wenig ab:
var. strami'nea Aschers, et Graebner (= var. vin'dula Beck). Aehrchen hellgrün oder gelblich. —Bis jetzt als Seltenheit in Tirol und in Niederösterreich beobachtet.
193. Agrostis spfca venti L. (= Apera spica venti P. B., = Anemagröstis spica venti
Trin.). Gemeiner Windhalm. Franz.: Epi du vent, jouet du vent; ital.: Pennacchini;
böhm.: Chundelka, Medice. Tafel 28, Fig. 2.
Nach der Form der weichen, buschigen Blütenrispe heisst das Gras: Vosss teert (= Fuchsschwanz)[Hannover], Vossswanz (Hannover, nörd). Braunschweig), Kattenswans (Altmark), Schwänzlein (Böhmer-wald); Fäderegras (= Federgras, vgl. ital. pennacchini von penna = Feder), Flattergras [von flattern](Schweiz: Aargau). Da es den Boden (besonders in Roggenäckern) als lästiges Unkraut oft auf weite Streckenhin überzieht, nennt man es in der Schweiz (z. B. bei Zürich) auch Schlirpgras (schlirpen = schleppendtreten, vgl. auch unter Agropyrum repens!), in Kärnten Tradschmelen (Trad = Getreide, vgl. Seeale cereale!).Aus dem Slavischen (poln. Mietlica, Miotla, böhm.: Metlice, russ.: Metla) dürften abzuleiten sein: Meddel,Merdel (Westpreussen, Pommern, Ostfriesland), Middel (Ostfriesland), Mäddl (nördl. Braunschweig, Altmark),Matt'l, Marl (Mecklenburg). Diese Bezeichnungen werden übrigens auch für andere ähnliche Gramineengebraucht (vgl. auch Holcus!). Da das Gras ähnlich wie Agropyrum repens oft als lästiges Unkraut (s. oben!)auftritt, heisst es auch: Baier, Paier (Kärnten). Vgl. dazu die Namen von Agropyrum repens! In Tirolnennt man es wie viele andere Gräser „Schmelchen" (vgl. Aira!).
Einjährig, 30 bis 100 cm hoch, am Grunde büschelig verzweigt, meistens mehrereaufrechte oder knickig aufsteigende, glatte Stengel treibend. Blätter flach, aufrecht, mitanliegender, glatter oder schwach rauher Scheide, meist nicht über 1,5 dm lang, bis 3 mmbreit, beiderseits rauh. Blatthäutchen verlängert, bis 6 mm lang. Rispe lockerblütig, grossund breit, bis über 2 dm lang, oft länger als der Stengel, nicht unterbrochen, nach derBlüte zusammengezogen. Rispenäste bis über 10 cm lang. Aeste aufrecht abstehend, zuweilenein wenig geschlängelt, reich verzweigt, sich deckend. Aehrchen grün oder schmutzig-purpurn, seltener schmutzig-purpurn (var. purpürea Gaud.), 2,5 bis 3 mm lang, die seitlichenkurz (ca. 1 mm lang), die endständigen länger gestielt. Aehrchenachse etwas über die Blütehinaus verlängert. Hüllspelzen lanzettlich, spitz, ungleich lang, die obere ca. 2,5 mm lang,die untere kaum 2 mm. Deckspelzen fünfnervig, kaum kürzer als die untere Hüllspelze,an den Nerven gewimpert, rauh. Granne ca. 5 mm lang. Staubbeutel länglich-lineal. —VI, VII.
Stellenweise innerhalb der Kulturregion gesellig auf Aeckern, unter Getreide (besondersin Roggenfeldern), ein lästiges Unkraut an Ufern, auf sandigen, wüsten Plätzen, an Weg-rändern, oft nur vorübergehend; vereinzelt bis ca. 1500 m. Liebt einen sandigen, quarz-haltigen Boden. Zuweilen zusammen mit anderen Sandpflanzen wie Spergularia rubra,Gypsophila muralis, Arenaria serpyllifolia, Alsine tenuifolia, Holosteum umbellatum,Chondrilla iuncea, Plantago arenaria, Hypericum humifusum, Jasione montana etc.
Allgemeine Verbreitung: Verbreitet im westlichen, mittleren und nördlichenEuropa, seltener im Süden; Sibirien.