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Hüllspelzen schmal, am Kiel feinborstig behaart. Vorspelze 1 nervig. Staubblätter 2.(Fig. 92 c). Frucht lineal länglich, weisslich, 1 bis 3 mm lang. — VII bis IX.
Hie und da auf salzhaltigen, feuchten, lettigen oder sandigen Stellen, an Ufern vonzurückgetretenen Seen, in ausgetrockneten Teichen und Gräben. In O est erreich ver-einzelt in Mähren (von Brunn an im unteren Schwarzawa- und Thaja-Gebiet), in Nieder-österreich (im Pulkatale zwischen Zwingendorf, Laa, Staatz, im Marchfelde bei Breitensee,in Kaiserebersdorf) und in Istrien.
Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet, atlantische Küste von Westeuropa(südwärts von der Bretagne), Westasien bis Süd-Sibirien und N.W. Indien, Senegambien.
In Ungarn (massenhaft auf den Salpeterheiden am Neusiedlersee) ist die var. minima Beck anzutreffen,eine Zwergform mit niedrigen, ca. 2 cm hohen, ein bis wenigköpfigen, dichtdachig beblätterten Halmen.
170. Crypsis alopecurofdes 1 ) Schrad. (= Heleöchloa alopecuroides Host,'= Crypsis macro-
stächya Brot.) Fuchsschwanzartiges Sumpfgras. Fig. 92, a.
Einjährig. Stengel nicht oder nur wenig verzweigt, bis 4 dm lang, am Grunde oftmit vielen nichtblühenden Sprossen. Blätter meist borstlich zusammengefaltet, seltenerfiach, oberseits kurzhaarig rauh. Scheinähren schlank, länglich, walzenförmig, oft etwaskeulig, 1 bis 6 cm lang, stets deutlich gestielt, von der Scheide des obersten Stengel-blattes meistens entfernt oder doch nicht umschlossen. Scheide des obersten Stenp-elblatteswenig oder gar nicht aufgeblasen, länger als die Spreite desselben. Aehrchen 1 5 bis2,5 mm lang. Staubblätter 3 (Fig. 92, b). Spelzen oft schwärzlich überlaufen. Vorspelze2 nervig. Frucht klein, 1 mm lang, kugelig eiförmig, um das Hilum strahlig. — VII bis IX.
Selten auf feuchten, sandigen Stellen, auf feuchten Aeckern, an Flussufern. InDeutschland vereinzelt an der Westgrenze in Lothringen (Metz und Dieuze), früher(1849 bis 54) auch im Ried zwischen der Hohen Brücke und Krummstadt südwestlich vonDarmstadt beobachtet. Ausserdem selten adventiv (z. B. Südbahnhof München 1903). InOesterreich vereinzelt in Böhmen (Eibufer in Leitmeritz, Prelouc), Mähren (Südmährenvon Raigern an), Niederösterreich (hie und da im Gebiete der pannonischen Flora), inKroatien, Istrien (Cepic-See, Pola) und Dalmatien.
Allgemeine Verbreitung: West-Frankreich, Mittelmeergebiet, Südrussland,unteres Donaugebiet, Westsibirien, W'est-Asien.
Aendert etwas ab: subsp. Si'cula Aschers, et Graebner (= C. Sicula Jan Elench., = Vi'lfa brachystachvsPresl). Stengel sehr dünn. Aehrenrispe schmal keulenförmig, nach dem Grunde verschmälert. Die unterstenAehrchen etwas entfernt. Spelzen stets schwärzlich überlaufen. — Selten (z. B. bei Metz) beobachtet.
var. angustifölia Beck. Stengel zart, ziemlich aufrecht. Blätter zusammengerollt, sehr schmal.höchstens 1 mm breit. — Nieder-Oesterreich (Münchendorf).
var. Celakovskyi Rohlena. Deckspelzen stumpf abgerundet, an der Spitze dunkelbraun. Rispe lang-gestreckt, walzenförmig, 1 >/i bis 7 cm lang. — Böhmen (Ufer der Moldau bei Holeschovitz).
171. Crypsis SChoenofdes 2 ) Lam. (= Heleöchloa schoenoides Host,-phleum schoenoides L.)
Kop f-Sumpf gras. Ital.: Brignolo.Der vorigen Art ziemlich ähnlich. Einjährig, am Grunde meist büschelig verzweigt,mehrere knickig aufsteigende, seltener aufrechte, bis 30 cm lange, etwas zusammengedrückte,oft purpurn überlaufene Stengel treibend. Blattspreite bis 6 cm lang und bis 4 mm breit,zerstreut lang behaart, oberseits schwach rauh, flach oder eingerollt. Scheinähren eiförmigellipsoidisch, bis 2,5 cm lang, von der aufgeblasenen Scheide des obersten Stengelblattesam Grunde halb umfasst. Scheide des obersten Stengelblattes doppelt kürzer als seine fastpfriemliche Spreite. Deckspelzen 3 mm lang, weisslich-häutig. Vorspelze wenig kürzer,2 nervig. Staubblätter 3. Frucht länglich-eiförmig, braun. — VII bis IX.
') = Fuchsschwanzahnlich.gr. ddog— Aussehen und dXaney.ovgog =Fuchssch\vanz (vgl, pag. 216, Anm.l).2 ) Nach seiner Aehnlichkeit mit dem Kopfriet (Schoenus).