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Tafel 24.
Erklärung der Figuren.
Fig.
1. Oryza clandestina. Habitus.
1 a. Aehrchen, einblütig, mit Deck- und Vorspelze.
2. Phalaris arundinacea. Habitus.Aehrchen einblütig. 2 Hüllspelzen normal,die obern zu pinselförmig behaarten Schüpp-chen reduziert.
Phalaris Canariensis. Habitus.Aehrchen, einblütig, mit 2 schuppenförmigenGebilden, die 2 rudimentären Blüten ent-sprechen.
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3.
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Fig
4.
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5.
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5a
Anthoxanthum. odoratum. Habitus.Aehrchen 3 blutig, die 2 unteren Blüten ge-schlechtslos, in Form von 2 begranntenSpelzen.
Hierochloe odorata. Habitus.Aehrchen 3 blutig. 2 untere männliche Blütenmit 3 Staubblättern und eine obere zwitterigeBlüte mit 2 Staubblättern (die Zwitterblütenicht aus den Spelzen hervorstehend).
die sonst dem nahestehenden Panicum miliaceum oder P. crus galli (s. d). zukommen: Wilder Brain (Niederöster-reich, Tirol); Gensinger (Niederösterreich); Grüttegras [= Grützegras, auch für Setaria glauca] (Nördl.Braunschweig). Im Dialekt des Tessin heisst die Pflanze Pabbi.
Einjährig. 5 bis 60 cm hoch. Stengel niederliegend, meist knickig aufsteigend, selteneraufrecht, dünn. Aehrenrispe etwas schlaff, 1 bis 10 cm lang, oval bis schmal-walzlich, meist kaum1 cm breit, dicht, selten gelappt, untere Rispenäste dicht gedrängt. Borsten meist viel längerals die ca. 2 mm langen Aehrchen, grün oder violett, in der Reife grün bleibend. Verkümmertezweite Blüte etwa ein Drittel so lang wie die fruchtbare. Narben purpurn. — VII bis X.
Häufig auf Aeckern, Garten- und Brachland, an Zäunen, Wegen, in Wein- undOlivengärten; gemein in den Niederungen. Steigt vereinzelt bis ca. 1400m hinauf.
Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (fehlt im Norden), Sibirien, Ost-asien, Nordafrika.
Aendert ziemlich stark ab:
var. raäior (Gaud.). Von höherem (bis fast 1 m) und kräftigerem Wüchse. Blätter breit. Rispe grün,vielährig, dick, oberwärts überhängend, oft etwas gelappt. — Hie und da auf fettem Boden. Bildet den Ueber-gang zu nr. 154.
var. breviseta (Doli) Hüllborsten kaum länger als die Aehrchen. — Ziemlich selten.
var. reclinäta (Vill.) Volkart. Hüllborsten 2 bis 3mal länger als die Aehrchen. — Sehr häufig.
Ausserdem finden sich auf Oedland Kümmerformen mit oft rot überlaufenen Halmen, Borsten undAehrchen und kurzen, wenigblütigen Scheinähren.
154. Setaria Itälica (L.) P. B. (= Panicum Itälicum L., = Pennisetum Itälicum R. Br.).Welscher Fennich, Kolbenhirse, Vogelhirse. Franz.: Millet des oiseaux; ital.: Panico.
Fig. 88, 1.
Der Name Fenn ich (althochdeutsch fenich) ist aus dem lateinischen panicum (vgl. pag. 186 Anm. 2) ent-standen, was aus mittelhochdeutschen Formen wie pennik, penich, penig deutlich zu ersehen ist. In manchenGegenden (z. B. in Steiermark) wird das Wort als P fenich ausgesprochen. Oft wird es auch verstümmelt undvolksetymologisch an Fenchel (Foeniculum officinale) angelehnt: Fenchel (Augsburg), Fenchelhirsch [= -hirse](Tirol). Der welsche Fennich heisst auch Kolbenhirse, in Kärnten Druz elhiVsch; im Dialekt desTessin Panigh.
Meist grösser und stärker als nr. 153. 50 bis 100 cm hoch. Stengel ziemlich steifaufrecht, bis 1 cm dick. Aehrenrispe meist sehr reichährig, l 1 /* bis 3 cm dick, keulig, oftunterbrochen lappig, mehrfach zusammengesetzt, oberwärts überhängend. Aehrchen 2 X \% mmlang, grün, in der Reife gelb, rot oder braun werdend, stehenbleibend. Zweite Hüllspelzeetwas kürzer als die dritte und die gleichlangen Deck- und Vorspelzen der oberen Blüten.Verkümmerte zweite Blüte */ 3 s0 l an g w i e die fruchtbare. Narben gelblich. Früchtchenbei der Reife nicht ausfallend. — VII bis IX.
Hegi, Flora.
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