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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Sehr verbreitet an Ufern, in Sümpfen und Gräben, von der Ebene bis in die Gebirgs-täler, bis gegen 1500 m.

Allgemeine Verbreitung: Ueber alle fünf Erdteile verbreitet.

Diese Pflanze ist äusserst formenreich und zerfällt nach den neuesten Untersuchungenin zwei voneinander vollständig unabhängige Subspezies (die auch als Arten angesprochenwerden), in das typische A. plantago und in die subsp. graminifolium, die sich dann weitergliedern lassen. Diese beiden Subspezies sind hauptsächlich in biologischer Hinsicht ver-schieden. Es ist unmöglich, die eine in die andere überzuführen.

subsp. euplantago Hegi (= A. plantago aquatica L.). Griffel stets klein, ziemlich gerade und etwaslänger als der Fruchtknoten. Reife Teilfrüchtchen mit einer Rückenfurche. Rhizom knollig, oft nahezu kugelig.Meist 10 bis 30 (selten 50 bis 80) cm tief im Wasser stehend.

var. latifölium Kunth. Pflanze kräftig. Blattspreite meistens gross, breit-eiförmig, nach oben zugespitzt,am Grunde abgestutzt oder schwach herzförmig.

f. aquaticum Glück. Halbuntergetaucht. Blätter 3 bis 4 (seltener 6), 20 bis 126 cm lang, schwimmendoder vertikal aufrecht. Stiel 3 bis 10 mal länger als die Spreite. Spreite der Schwimmblätter stets schmälerund länger als die Spreite der Luftblätter, an der Basis abgerundet, nicht oder kaum ausgerandet, nicht seltensogar zusammengezogen. Spreite der Luftblätter 3 bis 20 cm lang und 1,5 bis 10,5 cm breit. Spreite derSchwimmblätter 3 bis 12 cm lang und 0,9 bis 3,4 cm breit. Blütenstand 30 bis 110 cm hoch, in tiefem Wasseroft stark reduziert.

f. terrestre Glück. Stets auf dem Lande wachsend. Blätter 5 bis 22, meistens rosettenartig gruppiert,stets gestielt, 5,5 bis 1/ (29) cm lang. Stiel 7 2 bis 2'/2mal so lang als die Spreite. Spreite eiförmig bis breit-eiförmig, nach oben zugespitzt, an der Basis abgerundet oder etwas herzförmig, 2,5 bis 12 cm lang und 1,5 bis5,5 cm breit. Blütenstand 1 bis 2, von 20 bis 55 cm Höhe, in der Regel schlank pyramidal. Auf sehrtrockenem Substrat kommen gelegentlich in allen Teilen stark reduzierte Zwergformen vor.

var. laneeolätum Schultz (= var. stenophyllum Aschers, et Graebner). Pflanze meistens kleiner.Blattspreite stets schmal-lanzettlich, nach oben und unten zugespitzt oder an der Basis wenigstens zusammengezogen.

Auch diese Varietät kommt in einer Wasserform (f. aquaticum Glück) und in einer Landform(f. terrestre Glück) vor.

subsp. graminifolium Ehrh. (= A. plantago L. var. graminifolium Wahlnb.). Griffel stets kürzerals der Fruchtknoten, hakenförmig nach aussen umgebogen. Teilfrüchtchen in der Regel zwei Rückenfurchentragend. Rhizom länglich zylindrisch, an alten Exemplaren zuweilen verzweigt, Diese Subspezies ist vielbesser als die vorige dem Wasserleben angepasst. Das Optimum für die Gesamtentwicklung liegt im tieferenWasser. Sie wurde bereits 1654 von Johann Loeselius aus der Flora von Königsberg als Plantago aquaticaleptomacrophyllos beschrieben und abgebildet.

Von eigentümlichen Standortsformen dieser Subspezies mögen die folgenden genannt sein:

var. angustissimum Aschers, et Graebner. Alle Blätter untergetaucht flutend, linealisch, 15 bis.86 cm lang und 1,5 bis 15 mm breit. Blütenstände ein oder zwei, 20 bis 130 cm hoch, ganz oder nur zumTeil aus dem Wasser hervorragend, oft mit sichelförmig gekrümmten Aesten. Häufig steril.

var. typicum (Beck). Pflanze halbuntergetaucht. Erstlingsblätter linealisch, untergetaucht, 15 bis50 cm lang und 5 bis 8 mm breit. Spätere Blätter (Luftblätter) lang gestielt, aufrecht, 30 bis /2 cm lang.Spreite elliptisch bis schmal lanzettlich, an der Basis allmählich in den Stiel zusammengezogen, 8 bis 12 (16) cmlang und 1 bis 3,5 cm breit. Blütenstände 1 bis 4, 30 bis 70 cm hoch. Blütenstiele oft gekrümmt. Seicht-wasserform, die seichtes, zumeist 25 bis 50 cm tiefes Wasser bewohnt.

var. terrestre Glück (= A. arcuätum Michalet). Stets auf dem Lande wachsend. Primärblätterlineal, 2 bis 12 cm lang und 1,8 bis 3,5 mm breit. Spätere Blätter stets gestielt, 5 bis 19 cm lang. Blattstiel1 bis 2 l /»mal so lang als die Blattfiäche. Spreite breiteiförmig bis länglich lanzettlich, 3 bis 10 cm lang und8 bis 38 mm breit, an der Spitze zugespitzt, an der Basis in den Blattstiel zusammengezogen, aber nie vomStiele scharf abgesetzt oder gar herzförmig. Blätter stets dunkelgrün, oft etwas blau oder graugrün nuanciert,schnell verwelkend. Jedes Individuum 1 bis 2, 10 bis 60 cm hohe Blütenstände erzeugend. Landform,stellenweise.

var. pümilum (Nolte). Pflanze zierlich, klein, höchstens 1 dm hoch. Blätter 2 bis 4, klein, schmalspatelig oder schmal lanzettlich, 1,6 bis 6 cm lang und 2 bis 3 mm breit. Blütenstand 5,5 bis 10,5 cm hoch,nur aus 1 bis 2, nicht weiter verzweigten Dolden bestehend, von denen jede sich aus nur 2 bis 3 Blüten zu-sammensetzt. Zuweilen ist der ganze Blütenstand auf eine einzige Terminalblüte reduziert. Schwache,kümmerliche Landform.