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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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w.

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Tafel 19.

Erklärung der Figuren.

Fi£

1.

la.Ib.

lc.

2.2 a.3.

Alisma plantago. Habitus.

Blüte vergrössert.

Früchtchen mit Embryo. Längsschnitt

Fruchtknoten mit Samenanlage. Quer

schnitt.

Elisma natans L. Habitus.

Längsschnitt durch den Fruchtknoten.

Butomus umbellatus L. Habitus.

Fig. 4.

4a.

4 b.

>

5.

5 a.

5 b.

Hydrocharis morsus ranac L. Habitus.Fruchtknoten mit Narbenlappen.Querschnitt durch den einfächerigen Frucht-knoten.

Elodea Canadcnsis L. Habitus.Unterer Teil der weiblichen Blüte.Oberer Teil der weiblichen Blüte.

XLIII. Alisma L. Froschlöffel.

Die Gattung umfasst in ihrem heutigen Umfange nur die folgende, recht viel gestaltige Art.

128. Alisma plantago (L.) Michalet (= A. plantago aquätica-L. var. Michaletii Aschers,et Graebner). Froschlöffel. Franz.: Flüteau, pain de grenouille, plantain d'eau;

ital.: Mestola, mestolaccia. Tai 19, Fig. 1.

Als Wasserpflanze und nach der löffelartigen Form der Blätter heisst unsere Art: Froschlöffel;

Schlammchrut (Schweiz: Churfirstengebiet), Wasserblume (Anhalt: Dessau), Wasser wege rieh [wegen

er Aehnhchkeit der Blätter mit denen von Plantago-Arten; daher vor Linne auch Plantago aquatica genannt]

(Schwaben); Wateroddik [zuroddik" vergl. Polygonum lapathifoliumij (Untere Weser: Oberneuland);

l'roschkraut (ßöhmerwald), Froschblätter (Ober-Lausitz: Lauban); Läpelblom [= Löffelblume],

.apels (Nordl. Hannover), Wasserlöffel (Böhmerwald). Im Egerlande (Böhmen) schreibt man die Egel-

.rankheit des Schafes dieser Pflanze zu und nennt sie daher Egelkraut. Diese Ansicht hat insofern eine

gewisse Berechtigung als die Leberegel (Distomum) in derCerkarien"-Form in verschiedenen im Wasser

lebenden Tieren (Insektenlarven, Schnecken, Würmer) wohnen. Da diese Tiere sich meist an den Blättern und

Stengelteilen von Wasserpflanzen aufhalten, so gelangen die Leberegel beim Abweiden dieser Gewächse durch

das \ leh in dessen Magen. Von dort wandern die Parasiten in die Leber ein, wo sie besonders bei Schafen

schwere Krankheiten erzeugen können. In Anhalt (b. Dessau) heissen die Blätter, die auch als Abführmittel

benutzt werden, Sehnsblätter (nach den in der Wirkung ähnlichen Folia Sennae). Im Havelland heisst

die Pflanze Witars.

Die Blätter und der Wurzelstock des Froschlöffels sind im frischen Zustand scharf schmeckend undS 1 gi Eigenschaften, die durch das Trocknen verloren gehen. Das stärkereiche Rhizom wird von den Kal-ten gegessen. Im Jahre 1817 wurde die Pflanze von Russland aus als Spezificum gegen die Hundswut>enu z An manchen Orten Schwabens benetzt man mit dem Safte der Pflanze Leinentücher und bindet siegegen Kopfschmerzen aufs Haupt. Der Froschlöffel ist ein Streueunkraut.

is /0 cm hoch. Grundachse kugelig oder unregelmässig knollig. Unterste Blätter

sow 2 ie aller jungen Pflanzen langflutend, lineal, sitzend, die übrigen gestielt, eiförmig

bis anzettlich, zugespitzt, am Grunde schwach herzförmig, abgerundet oder in den Blatt-

(K V " SC11 ert - Blutenstand aufrecht, pyramidal, länger als die Blätter, in mehrere

bis 1U) Stockwerke gegliedert. Quirle bis 2 dm voneinander entfernt. Blüten auf 2

(se tener 1 bis 3) cm langen, schlanken Stielen. Kelchblätter breit-eiförmig, stumpflich, grün.

nnere engonblatter genagelt, rundlich bis verkehrt-eiförmig, bis 6 mm lang, weiss oder

^ agel etwas gelb. Früchtchen keilförmig aneinander schliessend, schräg nach

g g , sc nei verkehrt-eiförmig. Griffel klein, ziemlich gerade, etwas länger oder kürzer

<noten. Reife Teilfrüchtchen meistens mit nur einer Rückenfurche. Samen

:hwärzhch, durch die dünnen Seitenwände der Früchtchen durchschimmernd. VI bis VIII.