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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Tafel 18.

Erklärung der Figuren.

F| g- 1. Zosiera marina. Habitus.

la. Staubblatt.

Ib. Frucht.

2. Najas marina. Habitus.

., 2a. Männliche Blüte.

2b. Weibliche Blüte.

,, 3. Scheuchzeria palustris. Habitus,fizierende Pflanze.

Frukti-

Fig. 3 a. Blühende Pflanze.

3b. Unterer scheidenförmiger Teil des Blattes.

3 c. Blüte.

, 4. Triglochin palustris. Habitus.

4 a. Blüte (in der Längsansicht).

4 b. Frucht (von der Mittelsäule sich ab-lösend).

Samenanlage, am Grunde abgerundet, auf der Rückseite über der Mitte nur an einemPunkte angeheftet (Taf. 18, Fig. lb). Frucht zylindrisch, geschnäbelt, dünnhäutig. Samen-schale ziemlich derb, längsfurchig. VI bis X, im Mittelmeergebiet bereits II, besondersaber von IV an.

Häufig an den Meeresküsten, auf sandigem oder schlammigem Boden bis zu einerTiefe von höchstens 11 cm, oft ausgedehnte submarine Wiesen bildend; ausserdem in dieBrackwasserregion der Flüsse eindringend.

Allgemeine Verbreitung: Küsten von fast ganz Europa (fehlt wahrscheinlich ander Nordküste von Russland östlich vom Weissen Meer, sowie an den Küsten von Korsika,Sardinien und Kreta), Nord- und Westküste von Kleinasien, atlantische und pazifischeKüste von Nordamerika, China, Japan.

Einzelne Formen zeichnen sich durch schmale Blätter aus:

var. angustifölia Hörnern. (= Z. marina L.XZ. nana Roth?). Feiner und zarter als der Typus.Blätter 3 nervig, die beiden seitlichen Nerven in der Nähe des Blattrandes verlaufend, meist l'/s bis 2 mmbreit. Stiel des Blütenstandes sehr dünn. Mehrfach an der Ostsee beobachtet; an der Nordsee vielleichtnur übersehen; ausserdem Adria (Ombla bei Ragusa), Dänemark, England, Schweden, Frankreich.

Bei stürmischem Wetter werden häufig grosse Mengen von Seegras ans Land geworfen, die dann aufdem flachen Strande dichte Polster und Wälle bilden, in denen sich in der Ostsee nicht selten Bernsteinvorfindet. Das Maximum der Tiefe, bis zu welcher das Seegras vordringt, hängt von der Durchsichtigkeit desSeewassers im Sommer ab. Die Grösse und die Entwicklung der Pflanze dagegen wird von der Beschaffenheitdes Grundes bedingt. Auf sandigem Boden bleiben die Pflanzen immer klein und schmalblätterig, während siedie reichste Entfaltung in geschützten Stellen auf schlammigem Boden aufweisen. Eine Reihe von epiphytischen' gen. die aber nach den Meeresströmungen, nach den Jahreszeiten und nach der Tiefe des Wassers stark«eciseln, vegetieren auf den Blättern des Seegrases. Auf den Blättern finden sich häufig kreisrunde, weisslicheec-en; sie rühren von kleinen Kalkröhrenwürmern (Spirorbis [= Serpula] nautiloides Lam.) her, die sicheine, kalkige, posthornartig gewundene Röhren bauen.

121. Zostera nana Roth (= Z. uninervis Rchb., = Z. Nöltii Hörnern., = Z. pümilaLe Gall). Zwerg-Seegras. Ital.: Barisin, piecola aliga.Kleiner und zarter als nr. 120; nur ca. 40 cm lang. Blätter schmal - lineal, 1 bis3 nervig, mit randständigen Seitennerven, an der Spitze ausgerandet, oberwärts mit offenerScheide. Stiel des Blütenstandes unter der Scheide nicht verdickt, wie die Spreite desHüllblattes viel schmäler als die den Blütenstand einschliessende Scheide. Retinacula anden meisten Blüten vorhanden. Früchte bei der Reife ganz glatt. VI bis VIII.

Zerstreut auf sandigem oder schlammigem Meeresboden bis ca. 1 m Tiefe. InDeutschland zerstreut an den Küsten der Nordsee und der Ostsee (bis Heiligenhafen;