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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Winterknospen (Fig. 55. 3). Aelmlich wie die Armleuchtergewächse (Characeen) werden Stengel und Blätterbesonders im kalkreichen Wasser von einer oft dicken Schicht von kohlensaurem Kalk überzogen (durch dieKohlensäureassimilation der Pflanze wird der im Wasser gelöste Kalk niedergeschlagen), der mit den abgestorbenenPflanzenteilen zu Boden sinkt und zuweilen auf dem Boden eine ziemlich dichte, feine und poröse Schicht erzeugenkann. Solche mit Kalk reichlich überzogene Pflanzen werden ab und zu als Dünger benutzt. Ausserdem werden dieBlätter vielerorts als Futter für Schweine, Rinder und Ziegen (besonders diejenigen von P. natans und polygonifolius)verwendet, während Schafe und Pferde dieselben verschmähen. Mit den knolligen, stärkehaltigen Grundachsenwerden Schweine gemästet. Die Laichkräuter kommen sow r ohl in ganz flachem als im tiefen (6 bis 8 m)Wasser vor. Die Tiefe ist von der Ruhe bezw. von der Geschwindigkeit der Wellenbewegung abhängig. Häufigbilden die Laichkräuter grosse Bestände, die an eine bestimmte Zone gebunden sind. In der Verlandungszonetreffen wir sie besonders in einer Tiefe von 4 und 6 m (seltener 3 bis 8 m) an, wo sie (P. perfoliatus, lucens,natans. crispus) gemischt mit Ceratophyllen, Myriophyllen und Hippuris oft grosse Bestände bilden. Die Früchteder meisten Arten (ausgenommen P. natans und Verwandte) vermögen nur kurze Zeit zu schwimmen. Bei derVerbreitung durch Früchte kommt namentlich den Vögeln (die Samen werden gefressen und unverdaut wiederabgegeben oder bleiben am Gefieder hängen) und wahrscheinlich auch den Fischen eine grosse Bedeutung zu.Früchtchen von P. natans, fiuitans, perfoliatus und compressus sind aus den Pfahlbauten bekannt.

Die einzelnen Arten der Gattung Potamogeton werden vom Volk meist nicht näher unterschieden,ja sie führen zum Teil sogar dieselben Namen, wie andere im Habitus einigermassen ähnliche Wasser-pflanzen. Die Namen Laichkraut, Samkraut beziehen sich auf die Tatsache, dass die Fische (Karpfen,Hechte etc.) gern ihren Laich an diese Wasserpflanzen absetzen. Wohl dasselbe Wort lack, lak = Laichfinden wir in Volksnamen wie: Lack (Elsass), Flasslock [= Fluss-?] (Elsass, für P. pectinatus),Hechtlock (Elsass. f. Pot. alpinus). Nach Fischen und anderen im Wasser lebenden Tieren führendie Potamogeton-Arten Namen wie: Hechtkrut (Lausitz), Aalkruud [= kraut] (nördl. Hannover),Eglichrut (Schweiz). Hierher gehört vielleicht auch der NameHoggem anne" (Schweiz: Thurgau) fürP. natans, vonHagge" = Männchen des Lachs (bei alten Männchen ist die Unterkieferspitze nicht seltenhakenförmig nach oben gekrümmt:Hakenlachs"). In Vorarlberg heissen die Laichkräuter kurzweg Ukrut[Unkraut]. Nach der Form der Blätter hat Pot. natans in Oldenburg die Bezeichnung Torf spatenblätte rerhalten. Namen wie Seehalden (Schwaben). Seesalden (Tübingen) deuten vielleicht auf dieWasser-holden" (= Wasserjungfrauen) der deutschen Mythologie. Ausserdem heissen die Laichkräuter noch: Butzachrut(Schweiz: Wallensee), Chräb (Schweiz), Kolk (Steinhuder Meer), Schwändel (Mecklenburg), Schwengel(Ukermark), W asser ehr ö s (Schweiz: Churfirstengebiet). Im Tessin gebraucht man die Bezeichnung Insalatadi äsen (speziell für P. perfoliatus). In Pommern und Westpreussen heisst es:Wo das Wasser Stacheln(P. lucens var. acuminatus) hat, gibt es viele Fische".

1. Alle Blätter einander paarweise (selten zu 3) genähert, fast gegenständig . P. densus nr. 117.1*. Alle Blätter wechselständig, nur die obersten manchmal gegenständig........ 2.

2. Blattscheiden fehlend oder sehr kurz.................... 3.

2*. Blattscheiden vorhanden, ziemlich lang. Alle Blätter untergetaucht......... 21.

3. Laubblätter rundlich bis schmal lanzettlich, wenigstens die oberen nie lineal...... 4.

3*. Alle Blätter gleich breit, lineal, ungestielt, untergetaucht............. 15.

4. Stengel stielrund. Früchtchen voneinander völlig getrennt............ 5.

4*. Stengel zusammengedrückt vierkantig. Früchtchen am Grunde etwas miteinander verwachsen.

P. crispus nr. 107.

5. Alle Blätter deutlich gestielt....................... 6.

5*. Untergetauchte Blätter sitzend oder in einen sehr kurzen, nicht 1 cm langen, geflügelten Stiel

verschmälert. Schwimmblätter oft fehlend....................... 9.

6. Spreite der schwimmenden Blätter lederartig, meist etwa so lang oder kürzer als der Blattstiel.Früchtchen mindestens 2 mm lang.......................... 7.

6*. Spreite der schwimmenden, meist rötlichen Blätter durchscheinend, 2 bis 3 mal so lang als derBlattstiel. Früchtchen nur 1 bis 1,5 mm lang..........., . . . P. coloratus nr. 99.

7. Aehrenstiele nach oben verdickt. Früchtchen nicht immer ausgebildet . . P. fiuitans nr. 98.7*. Aehrenstiele oberwärts nicht verdickt.................... 8.

8. Schwimmblätter elliptisch-lanzettlich; untergetauchte Blätter zur Blütezeit meist noch vorhanden.

P. polygonifolius nr. 9/.

8*. Schwimmblätter eiförmig bis länglich; untergetauchte Blätter zur Blütezeit meist nicht mehr

vorhanden.............................P. natans nr. 96.

9. Aehrenstiele nach der Spitze zu nicht verdickt, nicht auffällig dicker als der Stengel. Früchtchenrückenseits scharf gekielt.................... ......... 10.

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