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var. typicum Aschers, et Graebner. Blätter meist 4 bis 5 mm breit. — Weitaus die häufigste Form.
var. oligocärpum (Angström) Aschers, et Graebner. Stengel zart, meist 1 bis 1 '/a mm dickoberwärts meist hin- und hergebogen, 5 bis 30 cm lang. Blätter 2 bis 3 mm breit, oft etwas dicklich, mitziemlich langen, häutigen Scheiden. Unterster (bisweilen 2) weiblicher Kopf, gestielt, etwas entfernt. MännlicheKöpfe öfter zwei, einander genähert. — Tirol (Sarnerscharte mehrfach) und Skandinavien.
subvar. rätis (Meinshausen) Aschers, et Graebner. Niedrig. Obere Blätter aus dem Wasser hervor-ragend, aufrecht, meist sichelförmig gebogen. Blütenköpfe meist alle sitzend. Rhizome im Wasser flutend oderim Schlamm wurzelnd. Blätter schmal, 2 bis 3 mm breit. — Verbreitet in der Ebene.
var. perpusillum (Meinshausen) Aschers, et Graebner. Stengel sehr dünn, gerade, bis l.dm hoch.Blätter sehr schmal, meist nicht über 2 mm breit, oft fast fadenartig. Blütenköpfe sitzend. Griffel ziemlichlang. — Zerstreut mit den Typus.
var. strictum Luerssen. Alle Blätter aufrecht. — Ostpreussen (Johannisburg).
Von Bastarden wurden vereinzelt S. ramosum L. X simplex L. und S. simplexL. X S. affine Schnitzlein (= S. Englerianum Aschers, et Graebner) beobachtet.
16. Fam. Potamogetonäceae. Laichkrautgewächse.
Wasserbewohnende, untergetaucht flutende oder mit den obersten Teilen schwimmende,ausdauernde Krautgewächse. Grundachse meist auf dem Boden der Gewässer kriechend,,mehr oder weniger stark verzweigt, mit schuppenartigen Blättern besetzt, an den KnotenNebenwurzeln erzeugend. Laubblätter meist abwechselnd zweizeilig gestellt, von sehr verschie-dener Gestalt, oft linealisch und ganzrandig, am Grunde mit (bei Salzwasserformen) Scheiden.Nebenblätter oft vorhanden, zuweilen tutenförmig (Blatthäutchen) oder mit der Blattspreiteverwachsen. Zwischen den Nebenblättern und dem Stengel (2 bis 10) zarte Achselschüppchen(squämulae intravaginäles). Blüten in Aehren am Ende vom Haupt- oder Seitentrieben,seltener einzeln oder trugdoldig, zwitterig oder eingeschlechtig; im ersteren Falle fast stetsproterogyn. Blütenhülle meist fehlend, selten eine becherförmige Hülle (Zannichellia undmännliche Blüte von Althenia) oder drei getrennte Blättchen (weibliche Blüte von Althenia)..Staubblätter 1 (Zostera), 2 (Ruppia), 3 (Posidonia) oder 4, in 2 Quirlen stehend (Potamogeton).Mittelband der Staubbeutel zu einem muschelartigen (fängt den Pollen auf!) Anhängsel(Connectivfortsatz) erweitert, das früher als Perigon gedeutet wurde. Fruchtblätter 1 bis 4,je einen Samen (bei Posidonia mitunter 2) enthaltend. Gynaeceum fast immer deutlichapocarp (bei Potamogeton crispus Fruchtblätter am Grunde etwas verwachsen). Fruchtsteinfruchtartig oder ziemlich dünn (Zostera). Samen fast ohne Nährgewebe. Keimling faststets gekrümmt, mit sehr stark entwickeltem hypocotylem Glied (Taf. 17, Fig. 3 a). Pollenkugel- oder bogenförmig, selten fadenförmig (Zostera).
Die Familie umfasst ca. 80 Arten, die fast über die ganze Erde im süssen wie im salzigen Wasserverbreitet sind. Bei uns treten nur 4 Gattungen — vor allem Potamogeton — auf. Ausserdem gehören dazudie Gattungen Posidonia (P. oceänica bereits im Mittelmeer). Phyllospadix (an der Westküste von Nord-amerika, von Kalifornien bis Alaska), Cymodöcea (7 Arten, C. nodosa im Mittelmeer), Halodüle (2 Artenin den Tropen) und Althenia (A. filiformis in Südfrankreich).
1. Blütenstand eine Aehre. Blüten ohne Perigon, bei uns meist zweigeschlechtig.....2.
1*. Blütenstand einzeln. Perigon an den weiblichen Blüten vorhanden . . Zannichellia XXXVIII.
2. Aehre mit flachgedrückter Achse, zur Blütezeit in die Scheide des obersten Blattes eingeschlossen.Meerespflanzen. Pollen fadenförmig.................... Zostera XXXIX.
2*. Aehre einfach, zur Blütezeit völlig frei. — Süss- oder Brackwasserbewohner mit auftauchenderAehre und kugel- oder bogenförmigem Pollen......................3
3. Aehre allseitsweitwendig, wenig- (oft nur 2) oder vielblütig. Staubblätter 4, mit perigonähnlichenAnhängseln. Früchtchen fast immer 4, stets sitzend............Potamogeton XXXVI.
3*. Nur 2 auf den entgegengesetzten Seiten der Aehrenachse sitzende Blüten. Staubblätter 2, mit sehrkurzen Anhängseln. Früchtchen nach der Befruchtung in einen meist vielmal längeren Stiel ausgezogen.
Ruppia XXXVII.