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14. Blüten ohne entwickelte Tragblätter oder (falls solche vorkommen) nicht von denselben bedeckt.Wasserpflanzen. Blätter alle untergetaucht oder die obern schwimmend. Blüten in Aehren.
Potamogetonaceae (z. T.). Fam. nr. 16.
14*. Blüten mit deutlich entwickelten Tragblättern (Spelzen), ganz (oder doch wenigstens in der
Jugend) von denselben bedeckt, in ährenförmigen oder rispenartig angeordneten Blütenständen. Blätter grasartig 15.
15. Stengel deutlich knotig gegliedert, meist stielrund. Laubblätter mit offenen Scheiden, wie dieSpelzen zweizeilig. Aehrchen ein- oder mehrblütig, am Grunde meist von 2 (selten 0, 1, 3 oder 4) Hüllpelzenumgeben. Blüten meist zweigeschlechtig.............. . Gramina. Farn. nr. 22.
15*. Stengel selten knotig gegliedert, oft dreikantig. Laubblätter dreizeilig, mit meist ringsum ge-schlossenen Scheiden. Blüten nackt oder mit borsten- oder haarförmigem Perigon. Aehren am Grunde ohneHüllpelzen.......................... Cyperaceae. Fam. nr. 23.
16. Blätter einander paarweise genähert, deutlich gezähnt. Fruchtblatt 1 Najadaceae. Fam. nr. 17.16*. Blätter zweizeilig, ganzrandig oder schwach gezähnelt. Fruchtblätter 2 bis 4. Gynaeceum apokarp-
Potamogetonaceae (z.T.). Fam. nr. 16.
1/. Blüten eingeschlechtig, heterochlamydeisch. AeusserePerigonblätter kelchartig, innere kronenartig. 18.
17*. Blüten zwitterig........................... 19.
18. Untergetauchte oder freischwimmende Wasserpflanzen. Fruchtknoten unterständig.
Hydrocharitaceae (z. T.). Fam. nr. 21.18*. Im Wasser wachsend, im Boden wurzelnd. Stengel aufrecht. Fruchtknoten oberständig. Zahl-reiche apokarpe Fruchtblätter (Sagittaria) .......... Alismataceae (z.T.). Fam. nr. 19.
19. Fruchtknoten unterständig........................20.
19*. Fruchtknoten oberständig........................21.
20. Staubblätter 3. Narben blumenblattartig verbreitet..... Iridaceae. Fam. nr. 30.
20*. Staubblätter 6. Grösstenteils Zwiebelpllanzen......Amary llidacea e. Fam. nr. 29.
21. Fruchtknoten 1. Staubblatter 6, selten 10, 8, 4 oder 3. Grösstenteils Zwiebel-, seltener auchKnollenpflanzen...................... Liliaceae (z. T.). Fam. nr. 27.
21*. Mehrere Fruchtknoten.........................22.
22. Staubblätter 6. Blütenstand stockwerkartig quirlig verzweigt. Blüten niemals rot.
Alismataceae (z.T.). Fam. nr. 19.22*. Staubblätter 9. Blütenstand doldenähnlich. Blüten rötlich . . . Butomaceae. Fam. nr. 20.
14. Fam. Typhäceae. 1 ) Rohrkolben gewächse.
Ansehnliche Sumpf- und Uferpflanzen von charakteristischem Aussehen mit meistdicker, kriechender Grundachse und mit aufrechten, linealen, oberwärts flachen Laubblättern.Blüten einhäusig (ausnahmsweise dioecisch: T. latifolia 1. Dietzii Kronfeld), die unternweiblich, die obern männlich, in walzenförmigen Aehren oder in Scheinähren (Kolben).Blütenstengel steif aufrecht, meist beblättert. Blüten nackt. Männliche Blüten aus meist 3(seltener 1 bis 7) Staubblättern bestehend, am Grunde oft von Haaren umgeben (Taf. 15,Fig. 16). Weibliche Blüten oft in der Achsel eines Tragblattes. Staubbeutel mit breitemMittelbande. Fruchtknoten oberständig, einfächerig, mit einer hängenden Samenanlage, aufeinem mit langen Haaren regellos besetzten Stiele. Frucht ein einsamiges Nüsschen. .Samenbei der Keimung mit einem Deckel sich abhebend. Narbe verbreitet, lineal oder spateiförmig.
Die Pamilie umfasst eine Gattung mit 9 Arten, die in den Sümpfen der Tropen und der gemässigten
Zone weit verbreitet sind.
XXXIV. Typha L. Rohrkolben.
Alle Arten sind proterandrisch und Windblütler. Die Pollenkörner oder die Pollentetraden werden ingrossen Massen durch den Wind umhergeweht. Typha latifolia tritt nicht selten in der Verlandungszone derGewässer unter dem Schilfrohr (im Phragmitetum) auf. Die stärkehaltigen Rhizome werden in vielen Gegenden(Asien, Neu-Seeland, Nordamerika) gegessen. T. minima wird in China sogar angebaut.
') Tixpv war bei den alten Griechen die Bezeichnung für mehrere Typha-Arten. Der Name soll sichableiten von %v(pav = rauchen, qualmen, was vielleicht auf die Verwendung der Stengel als Brennmaterialhindeuten dürfte.