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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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auf Substraten von toniger Beschaffenheit mit Glimmergehalt oder auf einem tiefgründigen,vegetabilischen Moder. Ausserdem häufig auch als Zierbaum gehalten.

Im gesamten Verbreitungsgebiet der Arve lässt sich ein starker Rückgang dieses Baumes derKönigin des Alpenwaldes, der Ceder unserer Berge konstatieren. Andrerseits sind die seit einigen Jahr-zehnten in Angriff genommenen Aufforstungen vom besten Erfolge begeitet. Verschiedene Vorkommnisse vonArvenholz (auch Namen von Bergen [vgl. pag. 104], mündliche Ueberlieferungen etc.) in Gegenden, wo der Baum heutefehlt, weisen auf eine frühere grössere Verbreitung hin. Der Rückgang der Arve ist auf verschiedene zerstörendeEinflüsse zurückzuführen, so einmal auf Waldbrände (im ßergell wurde z. B. durch einen grossen Waldbrandim Anfange des 19. Jahrhunderts die Arve auf der Nordseite des Tales fast vollständig ausgerottet; ähnlicheZerstörungen sind aus dem Valle d'Avio in der Adamellogruppe bekannt), dann auf die Vernichtung der Arven-wälder durch Raubbau (in den Salinen von Hallein sollen im 18. Jahrhundert noch jährlich 240 000 Klafter, injenen des Salzkammergutes 160 000 Klafter Zirbenholz verbrannt worden sein), ferner auf den ungeregeltenWeidgang in den Hochgebirgswaldungen, sowie auf zahlreiche tierische und pflanzliche Feinde. VerschiedeneTiere stellen den Samen nach. Der Alpenhase (Lepus variabilis) schält die Rinde und verursacht dadurch dasAbsterben von jungen Bäumchen. Der Auerhahn geht den Knospen nach. Die Arvenmotte (Ocnerostomacopiosella) höhlt die Nadeln aus; zwei Arvenborkenkäfer (Tomicus cembrae und T. bistridentatus) greifen inden Splint ein und bedingen die Gelbfärbung und das Absterben der Kronen. Eine grosse Pflanzenlaus (Lachnuspinicolus) saugt die Zweige an, während Cheomes pini zwischen den Nadelbüscheln Wachsflocken bildet unddie Larven der Arvenblattwespe (Lophyrus elongatulus) die Nadeln befrisst.

Allgemeine Verbreitung: Alpen (Seealpen bis Niederösterreich und Krain),Karpaten, nordöstliches europäisches Russland (Gouv. Wologda und Perm), Nordasien (vomUral bis zum Amurgebiet).

var. Helvetica Clairville (= var. chlorocärpa). Zapfen grün. An mehreren Stellen im Engadin

und im Val Livigno (Veltlin) beobachtet.

Als Folge- und Altersformen (Fig. 50) können wir bezeichnen:die Kandelaberarve (der Hauptstamm ist in einzelne starke Aesteaufgelöst), die Wip f elb ruch ar v e (durch Schneedruck oder Sturmwird der primäre Hauptgipfel öfters gebrochen; als Ersatz tretendann Sekundärgipfel auf), die Blitzarven (an der oberen Baum.V^XnMlWlJlp ;/ / grenze stirbt der obere Teil des Hauptgipfels oft durch Blitzschlag zu-

nächst ab), die Windarven (die dem vorherrschenden Winde zu-gekehrte Seite der Krone zeigt eine viel kürzere, jedoch reichlichere,zuweilen geradezu struppige Verzweigung; die Beastung der demWinde abgekehrten Seite der Krone ist dagegen stark verlängert),dieVerbissarve (durch Verbeissen durch Ziegen geht die regelmässigeForm verloren; die Stämmchen werden krumm und verkrüppelt), dieLegarven (ähnlich der Legföhren; in den Alpen selten, häufigdagegen im Norden).

85. PinilS nfgra Arnold var. Austriaca Höss (=P. nigri-cans Host, = P. laricio Poir. var. Austriaca Antoine).Schwarzföhre. Franz.: Pin noir d'Autriche; ital.:Pino nero. Fig. 51.

Bis 35 m hoch und bis 1 m Stammdurchmesser.Krone breit-eiförmig, von grösserem Umfange als beiP. silvestris. Rinde des Stammes schwarzgrau, rissig.Winterknospen harzig, braun. Schuppen sowie die Trag-blätter der Kurztriebe mit nicht verwebten Fransen.Nadeln der Kurztriebe zu 2 stehend (ausnahmsweise zu 3),5 bis 17 cm lang und 1,5 bis 2 mm dick, ober- und unter-es, si. Pinus nigra Arnold var. Austriaca seits dunkelgrün, steif und spitz, am Rande sehr feinhos, f*«-^^^« **"« gesägt, gerade oder etwas gekrümmt, 3 1 /, bis 4'/ 2 Jahre