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Tal). Ebenfalls aus dem Romanischen mögen die Namen: Reischten, Reis chs tauden (Südtirol) undSprinzen (Pustertal: Lienz) stammen. Oft sind die Namen der Legföhre deutlich an die der Zirbel (vergl.pag. 104) angelehnt: Serpe, Zerben, Zerbet, Zermstaud'n (Niederösterreich), Arie (Tirol, Vorarlberg,Schweiz), Arve (Schweiz). In St. Gallen heisst der Baum auch Truosa (vgl. Alnus viridis). Die in denHochmooren vorkommenden Formen der Pinus montana heissen in Oberbayern Filzkoppe (Filz = Moor),sonst auch Kuscheln.
Im Romanischen heissen die geradstämmigen Formen des Baumes: agn'ia (Oberengadin), agnon(Unterengadin), müf (Münstertal, Livigno); die krummstämmigen: zuonder, zuondra (Oberengadin), zonder,zondra (Unterengadin). Die Bergamaskerhirten nennen den Baum „dschun ger". Im Dialekt des Tessin:zimber, in dem vom Veltlin: mugoff, muffol. Ladinisch: baranchia (Fassa), barancia (Ampezzo),barancle (Buchenstein). Dialekt von Friaul: barancli di mont, aläzz, russe.
Das Holz der Legföhre ist in höheren Lagen oft das einzige Brennholz der Sennen. Auch liefert esdiesen die Schienen für ihre hölzernen Pantoffel, die „Klotzschuhe". Medizinische Verwendung (vgl. pag. 108)oder als erfrischendes Zimmerparfüm findet im Volke das im Frühjahr aus den Nadeln ausschwitzende Krumm-holzöl, in Steiermark „Lagerstaudenöl" genannt. Als Schutzholz bewahrt die Legföhre in den Lawinenzügen denBoden vor dem Aufreissen. Ebenso schützt sie die aufkeimenden Lärchen, Fichten und Arven vor dem Wind,Vieh und Frost.
Von äusserst mannigfaltigem Wüchse und Zapfenbaue. Entweder bis 10 m (seltennoch höher) hoher Baum mit schlanker, kegelförmiger (niemals schirmförmiger) Krone oderniederliegendes Knie- oder Krummholz (Legföhre) mit bogig aufsteigenden Aesten. Rindeüberall schwärzlich, nicht abblätternd. Die Pfahlwurzel ist im Gegensatz zu P. silvestris nichtentwickelt. Wurzelsystem weit ausgreifend, meistens flach ausstreichend. Knospen wie beiP. silvestris als End- und Quirlknospen angeordnet. Winterknospen harzig, länglich zylindrisch.Fransen der Knospenschuppen und Tragblätter der Kurztriebe verwoben. Knospen mit starker(die stärkste von allen europäischen Pinus-Arten)Decke; aus 8 bis 10 Schichten von Schuppenbestehend, zwischen denen in grosser MengeHarz ausgeschieden ist. Blätter 1 bis 5 cmlang, 1,5 mm breit, 0,75 mm dick, öfter sichel-förmig gekrümmt, stumpflich, von meist 2 bis 6(selten gar keinen) Harzgängen durchzogen(Taf. 12, Fig. 30), 5 bis 10 (selten bis 13) Jahrealt werdend, beiderseits dunkelgrün, deshalbder Baum von düsterem Tone. Baum zuweilenzweihäusig. Die männlichen Blüten bis 15 mmlang, goldgelb, schlanker und zahlreicher beieinander stehend als bei P. silvestris. Antherenmit ziemlich grossem Connectivkamm. WeiblicheBlüten an der Spitze der jüngsten Triebe nochvor der Entfaltung der Nadelpaare entstehend(deshalb von allen Seiten leicht zugänglich),einzeln oder zu mehreren aufrecht bei einanderstehend, schön dunkelrot gefärbt, sehr kurz ge-stielt, am Grunde von lanzettförmigen Schuppen-blättern umgeben. Deckschuppen klein. Frucht-schuppen fleischig, breit, abgerundet, in der Mittemit einem stark vorspringenden, verlängertenKiele versehen, an der Basis mit der Deckschuppezu einem kleinen Stiele vereinigt. Zapfen unge-stielt oder kurz gestielt, aufrecht, wagrecht oderschief abwärts gerichtet. Schuppenschild glänzend,
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Fig. 47. Bergföhren und abgestorbene Fichte vomBrentenjoch, 1260 m, im wilden Kaiser.