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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Tafel 13.

Erklärung der Figuren.

Fig. 1.

2.2a.2 b,

Taxus baccata. Spross von einer weib-lichen Pflanze mit Früchten.Abies alba. Zapfen.Junge männliche und weibliche Blüte,c und d. Fruchtschuppe; von aussen, voninnen und von der Seite (vergrössert).Picea excelsa. Zapfen und männliche Blüten.

Fig. 4. Juniperus communis. Spross einer weib-lichen Pflanze mit Beerenzapfen (letztereverschieden alt).

5. Juniperus sabina. Spross einer weiblichenPflanze mit Beerenzapfen.

,, 5 a. Zweigstück mit schuppenförmigen Blättern;auf den letztern sind die Oellücken sichtbar.

Die Reihe der Coniferen kann in die beiden Familien Taxaceen undPinaceen gegliedert werden:1. Samen mit beerenartiger, roter Hülle. Zapfen unvollkommen. Harz (bei unserer Gattung) voll-ständig fehlend .........................Taxaceae. Fam. 12.

1 *. Samenschale lederartig, holzig oder knochenhart. Weibliche Blüte (Zapfen) vollkommen, aus einerAnzahl von schuppenartigen Fruchtblättern bestehend. In der Rinde und in den Nadeln stets Harzgänge vorhanden.

Pina ceae. Fam. 13.

12. Fam. Taxaceae. Eibengewächse.

Blüten nicht zapfenähnlich. Weibliche Blüten meist aus wenigen Fruchtblätternbestehend; bei unserer Art mit einer gipfelständigen Samenanlage. Samen meist freiliegend,das Fruchtblatt weit überragend, steinfruchtartig, mit fleischiger Hülle.

Die T^amilie [umfasst ca. 70 Arten, die in den gemässigten und subtropischen Zonen vorkommen.Ausser der Gattung Taxus gehören zu dieser Familie die Gattungen Saxegothäea (eine Art, einheimisch in denAnden von Patagonien), Microcachrys (eine Art auf Tasmanien), Podocarpus (40 Arten in Ostasienund auf der südlichen Halbkugel mit flach nadeiförmigen oder laubartigen Blättern), Dacrydium (12 Arten immalayischen Archipel, Neu-Seeland und Tasmanien), Phylloclädus (3 Arten in Tasmanien, Neu-Seeland undauf Borneo, zum Teil mit blattartigen Flachsprossen), Cephalotäxus (wenige Arten in China und Japan;bei uns C. Fortünei Hook., drupäcea Sieb, et Zucc. und pedunculäta Sieb, et Zucc. öfters kultiviert) undTorreya (je 2 Arten in Nordamerika und in China-Japan).

XXVIII. Taxus 1 ) L. Eibe.

Die Gattung umfasst 6 bis 8 Arten, die nur wenig voneinander .verschieden sind und bei uns alsZierbäume (T. Canadensis Willd., T. tardiva Lawson, T. cuspidäta Carr.) kultiviert werden.

76. Taxus baccata 2 )L. BeerentragendeEibe. Franz.: Jf; ital.: Tasso, libo, albero

della morte, zin, nasso. Taf. 13, Fig. 1.Der Name Eibe ist uralt und kommt bereits im Angelsächsischen als iw, eow vor. Althochdeutschiwa bedeutet sowohl den Baum selbst als auch den Bogen aus Eibenholz (vergl. die Anmerkung zu Taxus)Eibel (Steiermark), Iba, Ibe (Schweiz), Ibf [mascul.] (Schweiz: Graubünden, Schaffhausen, Luzern), II(Schweiz: Glarus), I (Schweiz: Luzern, Bern), Iche (Schweiz: Vitznau), Ey (Schweiz: Bern), Eyä, Yali, Yelä(Schweiz: Waldstätten). Von dem lateinischen taxus leiten sich ab: Tax, Taxen, Taxenboom (West-falen : Münsterland), T ax b o m (Pommern), Taxe (Oesterreich). Wegen der roten Beeren heisst der Baum auch :Roteib'n (Niederösterreich, Bayern) und Rotalb er (Bayern). Aus dem Holze der Eibe werden in manchen

') Name des Baumes bei den Römern. Taxus gehört wie das gr. xofrv (Bogen) zu der indogermanischenWurzel teks = künstlich verfertigen. Die Grundbedeutung des Wortes, wäre also ,Schnitzholz." Vergleiche dasüber die Verwendung des Holze« Angeführte (pag. 80).

*) beerentragend; lat. bäcca = Beere.