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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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72. Lycopodium alpfnum L. Alpen-Bärlapp. Taf. 11, Fig. 6.

In den Alpenländern steht diese Art in abergläubischem Ansehen: Teufels hosenband (Zillertal,

' Pflanze bläulichgrün. Stengel meist oberirdisch kriechend, bis 60 crn lang, mehr-fach gabelspaltig gebüschelt, die fruchtbaren Aeste gleich hoch. Zweige flach gedrückt.Blätter fast alle gleich gestaltet, locker anliegend, ganzrandig, spitz, an den Aesten 4reihigangeordnet. Aehren einzeln, ungestielt, bis 15 mm lang, die unfruchtbaren Sprosse etwasüberragend Sporangientragende Blätter in eine stumpfliche, zuletzt weit abstehende Spitzeverschmälert, mehr als doppelt so lang als die Sporangien. VII.

Auf trockenen Berg- und Alpenwiesen, auf Ileideböden. gerne in Gesellschaft vonNardus stricta und Calluna vulgaris, von den Mittelgebirgen bis in die Hochalpen, bisüber 2500 m (Monte Pisgana am Adamello bis 2800 m), kalkfeindlich. In Deutschlandausser in den bayerischen Alpen vereinzelt auf den höchsten waldfreien Gipfeln der Mittel-gebirge : in den Vogesen, im Schwarzwald, in Württemberg (Baiersbronn und Reinerzau imOberamt Freudenstadt und Grossholzleute im Oberamt Wangen), Rhön, Harz (Brocken,Victorshöhe), Thüringerwald, Erz- und Riesengebirge, Gesenke und im Sauerland (KahleAstenberg, 800 bis 900 m, bei Hallenberg, Langewiese und Eisoff). In der Schweiz inden Alpen, Voralpen, im westlichen Jura (Chasseron, Voirons, Creux du Van, Tete-de-Rang,Mont d'Or) und bei Zofingen in Kanton Aargau.

Allgemeine Verbreitung: Pyrenäen, Alpen (meist erst über der Waldgrenze,von ca. 1300 bis 2400 m), Sudeten, Karpaten, Apeninnen, Gebirge von Kleinasien, Nord-europa, Nordasien, nördliches Nordamerika.

10. Fam. Selaginelläceae. Moosfarne.

Meist zarte, ausdauernde Pflanzen, oft von moosartigem Habitus (so z. B. unsereeuropäischen Arten). Stengel schlank, meist reichlich (monopodial oder dichotomisch) ver-zweigt und dorsiventral. Blätter klein, meist dicht gestellt, moosähnlich flach, von einemNerven durchzogen, oberseits über dem Grunde mit einer frühzeitig vertrocknenden Ligula.Sporenbehälter einfächerig, einzeln am Grunde der Oberseite, von etwas verschieden ge-stalteten Blätter (Sporophylle) zu endständigen Aehren vereinigt. Zweierlei Arten vonSporenbehältern sind an der Aehre entwickelt. Die Mikrosporangien (Taf. I, Fig. 52) ent-halten zahlreiche Mikrospuren, die viel kleiner als die Makrosporen sind (Taf. I, Fig, 54),die Makrosporangien (Taf. I, Fig. 53) meist nur 4 Makrosporen. Vorkeime verkümmert;der weibliche Vorkeim nur am Scheitel der Makrospore (Taf. I, Fig. 56) entwickelt. BeiderleiSporen kugeltetraedrisch.

Die Familie enthält nur die folgende Gattung.

XXVI. Sclaginella 1 ) Pall. Moosfarn.

Die Gattung mit 300 bis 400 Arten, von denen verschiedene als hübsche, zarte Zierpflanzen bei uns inGlashäusern oder auf Teppichbeeten (z. B. Selaginella Kraussiana A. Br., Martensii Spring., apus Spring..Galeottei Spring., haematodes Spring.) gezogen werden, ist über den grössten Teil der Erde verbreitet. Beson-ders häufig an Arten sind die Wälder der Tropen. In Europa kommen nur 3 Arten vor (S. selag.noides.Helvetica und denticulata Link; letztere Art im Mittelmeergebiet). S. apus aus Nordamerika ist in Deutsch-land schon mehrmals verwildert angetroffen worden (z. B. bei Schwerin, Berlin, Potsdam: Glienicker Park).

1. Laubblätter wimperig gezähnt.............S. s elagino i des nr. 73.

1*. Laubblätter ganzrandig................S. Hei ve ti c a nr. 74.

') Diminutiv von selago (vgl. pag. 65, Aum. 1).