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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Tafel 10.

Erklärung der Figuren.

Fig. 1. Equisetum heleocharis. Habitus. 1 a. Blattscheide. 1 b. Querschnitt durch den Spross.

2- Equisetum ramosissimum. Habitus. 2 a. Querschnitt durch den Spross.3 Equisetum hiemale. Habitus.

Fig. 3 a. Blattscheide. 3 b. Querschnitt durch den Spross. 4. Equisetum variegatum. Habitus. 4 a. Blattscheide.

4b. Oberste Blattscheide mit Sporangienähre. 4 c. Querschnitt durch den Spross.

61. Equisetum heleocharis 1 ) Ehrh. (= E. limosum Willd.) Teich-Schachtelhalm.

Taf. 10, Fig. 1.

30 bis 150 cm hoch. Fruchtbare und unfruchtbare Sprosse gleichgestaltet und gleich-zeitig erscheinend. Stengel ziemlich (bis 8 mm) dick, glatt, grün (an untergetauchten Teilenzuweilen rotbraun), von 9 bis 30 (selten nur 6 bis 8) wenig hervortretenden Rippen weisslichgestreift. Zentraler Luftgang sehr weit (Fig. 1 b). Scheiden 15- bis 20- (selten bis 30-) zähnig,bis 1 cm lang (Fig. 1 a), eng anliegend (nur die oberste abstehend), alle glänzend, dieuntersten schwarz und einander genähert, die obern grün, entfernt. Zähne etwa l js so langals die Scheidenröhre, dreieckig-pfriemenförmig, schwarz mit sehr schmalem, weissem Haut-rand. Aeste (wenn vorhanden) stumpf, 4 bis 11 rippig, fast glatt. Asthüllen glänzend rotbraun.Aehre kurz, stumpf, dick gestielt, mit hohler Achse. V, VI.

Ziemlich häufig in Sümpfen, an Ufern der Seen und Flüsse, bis 2400 m in denAlpen. Spielt ähnlich wie Carex rostrata bei der Verlandung eine wichtige Rolle.

Allgemeine Verbreitung: Europa (im Mittelmeergebiet selten oder stellen-weise gänzlich fehlend), Nordasien, Nordamerika.

Ist ebenfalls sehr formenreich.

f. fluviatile L. Stengel stark verästelt. Ziemlich verbreitet.

f. brach ycladon Aschers. Aeste keine Aehren tragend. Stengel unter der Aehre nicht verdünnt.Aeste meist nur am obern Teile des Stengels, kurz, in der Regel nur 1,5 bis 3 cm lang, 6 bis 11 rippig. Gemein.<5f f. leptöcladon Aschers. Stengel unter der Mitte nicht verdünnt. Aeste meist bis zur Mitte des

Stengels herabreichend, bis 20 cm lang, meist dünn, öfter spärlich verzweigt, keine Aehren tragend. Hieund da in Waldsümpfen.

f. attenuatum Klinge. Stengel obervvärts astlos, unter der kleinen Aehre stark verdünnt, oder wennkeine Aehre vorhanden rutenförmig, spitz zulaufend. Nicht selten.

f. cispitans Aschers. Stengel unterwärts mit stengelähnlichen, zum Teil verzweigten Aesten, dienach oben allmählich kürzer werden. _ Bisher nur bei Spandau bei Berlin beobachtet.

f. polystachyum Aschers. Aeste eine Aehre tragend. Nicht häufig.

f. limosum Aschers. Stengel fast oder völlig astlos. Gemein.

62. Equisetum ramosissimum Desf. (=E. ramosum DC, E. elongatum Willd.,E. multiforme Vaucher). Aestiger Schachtelhalm. Taf. 10, Fig. 2.

10 bis 80 cm hoch. Stengel nicht überwinternd, liegend oder aufrecht, bis 9 mmdick, oberwärts zuweilen deutlich verdünnt, meist graugrün, mit 6 bis 26 Rippen. Gliederin der Regel 3 bis 10 cm lang. Scheiden oberwärts becherförmig oder trichterförmig er-weitert, grün, bis 22 mm lang- Zähne etwa x ji so lang als die Scheidenröhre, mit stehen-bleibende J:--'-:----- --i- ---- __.:._ 1 ------ ,,!<-, n~.,Ai a \\ aA:<-*_: -------

...dem, dreieckigem, schwarzbraunem, weiss berandetem Grundteile und mit pfriemen-förmiger, weisser, gekräuselter, zuletzt abfallender Spitze. Aeste am oberen Teile desStengels meist fehlend, die übrigen meist unverzweigt, 5 bis 9 rippig, ihre Glieder nur 3 cmlang. Aehre sehr kurz gestielt, mit markhaltiger Achse. V bis VII.

Hie und da auf trockenem oder feuchtem Sandboden, in Kiefernwäldern, an steinigenAbhängen, an Fluss- und Bachufern (stellenweise auch in den Tälern des Alpengebietes).In Deutschland längs des Rheines bis Duisburg, an der Wupper bei Leichlingen, imKönigreich Sachsen (an der Elbe bei Dresden und Oppa-Ufer bei Jägerndorf), im nörd-lichen Flachlande fast nur längs der Elbe (Dornburg bei Magdeburg), an der Oder bei

') t'Aoj = Sumpf, xdQig = Anmut, Zierde; die Pflanze wächst vorzüglich an sumpfigen Standorten.