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Tafel 10.
Erklärung der Figuren.
Fig. 1. Equisetum heleocharis. Habitus.„ 1 a. Blattscheide.„ 1 b. Querschnitt durch den Spross.
2- Equisetum ramosissimum. Habitus.„ 2 a. Querschnitt durch den Spross.3 Equisetum hiemale. Habitus.
Fig. 3 a. Blattscheide.„ 3 b. Querschnitt durch den Spross.„ 4. Equisetum variegatum. Habitus.„ 4 a. Blattscheide.
„ 4b. Oberste Blattscheide mit Sporangienähre.„ 4 c. Querschnitt durch den Spross.
61. Equisetum heleocharis 1 ) Ehrh. (= E. limosum Willd.) Teich-Schachtelhalm.
Taf. 10, Fig. 1.
30 bis 150 cm hoch. Fruchtbare und unfruchtbare Sprosse gleichgestaltet und gleich-zeitig erscheinend. Stengel ziemlich (bis 8 mm) dick, glatt, grün (an untergetauchten Teilenzuweilen rotbraun), von 9 bis 30 (selten nur 6 bis 8) wenig hervortretenden Rippen weisslichgestreift. Zentraler Luftgang sehr weit (Fig. 1 b). Scheiden 15- bis 20- (selten bis 30-) zähnig,bis 1 cm lang (Fig. 1 a), eng anliegend (nur die oberste abstehend), alle glänzend, dieuntersten schwarz und einander genähert, die obern grün, entfernt. Zähne etwa l js so langals die Scheidenröhre, dreieckig-pfriemenförmig, schwarz mit sehr schmalem, weissem Haut-rand. Aeste (wenn vorhanden) stumpf, 4 bis 11 rippig, fast glatt. Asthüllen glänzend rotbraun.Aehre kurz, stumpf, dick gestielt, mit hohler Achse. — V, VI.
Ziemlich häufig in Sümpfen, an Ufern der Seen und Flüsse, bis 2400 m in denAlpen. Spielt ähnlich wie Carex rostrata bei der Verlandung eine wichtige Rolle.
Allgemeine Verbreitung: Europa (im Mittelmeergebiet selten oder stellen-weise gänzlich fehlend), Nordasien, Nordamerika.
Ist ebenfalls sehr formenreich.
f. fluviatile L. Stengel stark verästelt. — Ziemlich verbreitet.
f. brach ycladon Aschers. Aeste keine Aehren tragend. Stengel unter der Aehre nicht verdünnt.Aeste meist nur am obern Teile des Stengels, kurz, in der Regel nur 1,5 bis 3 cm lang, 6 bis 11 rippig. — Gemein.<5f f. leptöcladon Aschers. Stengel unter der Mitte nicht verdünnt. Aeste meist bis zur Mitte des
Stengels herabreichend, bis 20 cm lang, meist dünn, öfter spärlich verzweigt, keine Aehren tragend. — Hieund da in Waldsümpfen.
f. attenuatum Klinge. Stengel obervvärts astlos, unter der kleinen Aehre stark verdünnt, oder wennkeine Aehre vorhanden rutenförmig, spitz zulaufend. — Nicht selten.
f. cispitans Aschers. Stengel unterwärts mit stengelähnlichen, zum Teil verzweigten Aesten, dienach oben allmählich kürzer werden. _ Bisher nur bei Spandau bei Berlin beobachtet.
f. polystachyum Aschers. Aeste eine Aehre tragend. — Nicht häufig.
f. limosum Aschers. Stengel fast oder völlig astlos. — Gemein.
62. Equisetum ramosissimum Desf. (=E. ramosum DC, E. elongatum Willd.,E. multiforme Vaucher). Aestiger Schachtelhalm. Taf. 10, Fig. 2.
10 bis 80 cm hoch. Stengel nicht überwinternd, liegend oder aufrecht, bis 9 mmdick, oberwärts zuweilen deutlich verdünnt, meist graugrün, mit 6 bis 26 Rippen. Gliederin der Regel 3 bis 10 cm lang. Scheiden oberwärts becherförmig oder trichterförmig er-weitert, grün, bis 22 mm lang- Zähne etwa x ji so lang als die Scheidenröhre, mit stehen-bleibende— J—:--'-:----- --i- ---- __.:._ 1 ------ ,,!„<-„„, n~.,„Ai a \\ a „„A ™:<- „*_: -------
...dem, dreieckigem, schwarzbraunem, weiss berandetem Grundteile und mit pfriemen-förmiger, weisser, gekräuselter, zuletzt abfallender Spitze. Aeste am oberen Teile desStengels meist fehlend, die übrigen meist unverzweigt, 5 bis 9 rippig, ihre Glieder nur 3 cmlang. Aehre sehr kurz gestielt, mit markhaltiger Achse. — V bis VII.
Hie und da auf trockenem oder feuchtem Sandboden, in Kiefernwäldern, an steinigenAbhängen, an Fluss- und Bachufern (stellenweise auch in den Tälern des Alpengebietes).In Deutschland längs des Rheines bis Duisburg, an der Wupper bei Leichlingen, imKönigreich Sachsen (an der Elbe bei Dresden und Oppa-Ufer bei Jägerndorf), im nörd-lichen Flachlande fast nur längs der Elbe (Dornburg bei Magdeburg), an der Oder bei
') t'Aoj = Sumpf, xdQig = Anmut, Zierde; die Pflanze wächst vorzüglich an sumpfigen Standorten.