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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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XXIII. Isöetes 1 ) L. Brachsenkräuter.

Die einzige Gattung der Familie, die fast über die ganze Erde verbreitet ist, weistüber ca. 60 Arten auf, von denen 20 in Nordamerika und 17 in Europa (davon 12im Mittelmeergebiet) vertreten sind. Bei uns kommen sporadisch nur die beiden folgendenArten vor.

1. Blätter dunkelgrün, steif, kaum durchscheinend. Makrosporen warzig oder höckerig. I. lacustre. nr. 54.

1. Blätter hellgrün, weich, durchscheinend. Makrosporen mit langen, dünnen, zerbrechlichen Stacheln

besetzt.............................J. echinosporum nr. 55.

54. Isoetes lacustre L. Gemeines Brachsen kraut. Taf. 8, Fig. 8.

Als Wasserpflanze nach der Brachse (Abramis Brama), einem Fische aus der Familie der Karpfenbenannt: Brachsenkraut (Pommern). Dieser Wasserfarn, der mit der Fischware oft in grossen Mengenauf den Markt kommt, wird in Westpreussen Look (= Lauch, wegen der Aehnlichkeit der Blätter mit denenvon Laucharten) genannt.

Bis 20 cm hoch. Wasserpflanze von grasartiger Tracht. Stamm niedergedrückt-kugelig, bis 2,5 cm dick. Blätter im Wasser meist aufrecht, bauchseits flach rinnig, oberwärtsfast stielrund, kurz zugespitzt, ziemlich steif, dunkelgrün, wenig durchscheinend. Ligulakaum länger als breit. Makrosporen etwa 0,5 bis 0,6 mm dick, meist mit niedrigen, z. T.leistenartig verlängerten und hie und da netzartig verbundenen, feinhöckerigen Warzendicht bedeckt. VII bis IX. Im Herbste lösen sich die Blätter zuweilen auch ganzeStöcke leicht los und werden dann hie und da in grosser Menge ans Ufer gespült.

In Deutschland zerstreut in den kleinen Seen der Diluvialhochfläche der nord-deutschen Tiefebene (doch nur in den Küstenprovinzen) und in einzelnen Gebirgsseen vonMittel- und Süddeutschland (Riesengebirge, Schwarzwald und im Steinsee bei Kirchseeonin Oberbayern). In den Vogesen nur auf französischem Gebiete. In Oesterreich einzigim Böhmerwald (Schwarzer See bei Eisenstein, 1008 m) und in Salzburg (Jäger-See imKlein-Arltale). Fehlt in der Schweiz gänzlich. Oft in Gesellschaft von Litorella uni-flora mit welcher Art Isoetes lacustre grosse habituelle Aehnlichkeit hat, von LobeliaDortmanna und Myriophyllum alternifolium.

Allgemeine Verbreitung: Nord-, Mittel- und Westeuropa, Nordamerika.In Bezug auf Richtung und Länge der Blätter ändert diese Art ziemlich stark ab,sodass mehrere Formen unterschieden werden können.

55. Isoetes echinosporum 2 ) Durieu. Stachelsporiges Brachsenkraut.

Hat in der Tracht mit der vorigen Art grosse Aehnlichkeit. Grundachse bis 12,5 mmdick. Blätter im Wasser abstehend oder zurückgekrümmt, allmählich zu einer feinen Spitzeverschmälert, schlaff (beim Herausziehen aus dem Wasser in einzelnen Bündeln aneinanderhaftend), hellgrün, zuweilen unterwärts etwas rötlich oder bräunlich, durchscheinend. Makro-sporen dicht mit kegelförmigen, öfters etwas zusammengedrückten, spitzen oder gestutzten,sehr zerbrechlichen, bis 0,08 mm langen Stacheln besetzt. VII bis IX.

Vereinzelt auf weichem, torfigem, schlammigem Grunde, ausnahmsweise auch aufsTrockene übergehend, zuweilen in Gesellschaft von Equisetum heleocharis und Sparganiumaffine. In Deutschland im mittlem Holstein (im Kreise Steinburg im Teich der Loch-mühle und in den zwei untern Stein-Teichen beim Lockstedter Lager unweit Itzehoe), inPommern (Sauliner See im Kr. Lauenburg), in Westpreussen (im Kr. Neustadt: im Wook-See und Karpionki-See bei Wahlendorf und im Grabowke-See bei Bieschkowitz), imSchwarzwald (Feld-, Titi- und Schluch-See). In den Vogesen (See von Longemer undGerardmer) nur auf französischem Gebiet. In Oesterreich einzig im Böhmerwald(Plöchensteiner See, 1090 m). In der Schweiz am Lago Maggiore (Muralto bei Luganoin Tiefen von 40 cm bis H/2 m und zwischen Roccabella und Magadino).

Allgemeine Verbreitung: Zerstreut durch Mittel- und Nordeuropa (südlichbis in die Südalpen und bis Siebenbürgen); Grönland.

J ) Bei Plinius Name für eine Sedum-Art. loog = gleich, tVoj = Jahr; die Pflanze bleibt das ganzeJahr gleich.

2 ) Von i^tvog = Igel und anOQÖ. = Spore; nach der Gestalt der Makrosporen.