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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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fiedert. Fiedern jederseits 2 bis 9, miteinander abwechselnd, zum grossen Teil sich deckend.Untere Fiedern halbmondförmig, obere keilfömig, ganzrandig oder gekerbt, mit fächer-förmiger Nervatur, ohne eigentlichen Mittelnerven. Sporentragender Blatteil 2 bis 3 fachgefiedert, zuletzt zusammengezogen. Sporangien zuletzt gelb bis zimtbraun. V bis VIII.

Auf trockenen Wiesen, in grasigen, lichten Wäldern, auf Heidewiesen, von derEbene (hier aber stellenweise selten oder wie auf der schweizerischen Hochebene fehlend)bis in die alpine Region, bis ca. 2500 m (Schiernplateau in Südtirol).

Allgemeine Verbreitung: Europa (fehlt an der Küste des Mittelmeeres undin der ungarischen Tiefebene), Nordasien bis Japan, Nordamerika, Patagonien, Chile, Australien.

Diese Art variiert in der Zahl der von einem Rhizom entspringenden Blätter, imGrade der Entwicklung der fruchtbaren und unfruchtbaren Blattabschnitte und in der Be-schaffenheit des Aussenrandes der Fiedern. Ausserdem sind Kümmerformen und zahlreicheMissbildungen bekannt. So kann der sporenlose Blatteil zuweilen mehr oder weniger voll-kommen in einen sporentragenden Abschnitt ausgebildet sein.

Von häufiger auftretenden Formen mögen die folgenden genannt werden:

var. subincisum Roeper. Fiedern ;im Aussenrande mit seichten Einschnitten. Hie und da mitder Normalform.

var. inci'sum Milde. Fiedern bis über die Mitte handförmig gespalten, bisweilen in keilige Lappeneingeschnitten. Zuweilen mit der Normalform.

var. f asciculätum Christ. Die Pflanzen zeigen an der Abzweigungsstelle des fruchtbaren und unfrucht-baren Blatteiles eine mehrfache Gabelung. Zu dem einen fruchtbaren Abschnitt sind noch zwei weitere getreten.Auch der unfruchtbare Abschnitt ist öfters unregelmässig dreiteilig oder es tragen die untersten Aeste derfertilen Rispen rudimentäre Blattsegmente. Hie und da.

f. multicaüle Christ. Aus demselben Rhizom entspringen mehrere (3 bis 7) normale Blätter mitwohl ausgebildeten, fruchtbaren und unfruchtbaren Abschnitten. Hie und da.

46. Botrychium 'ramösum Aschers. (=B. rutaceum Willd., = B. matricariaefolium A. Br.).

A estige Mondraute. Taf. 8, Fig. 3.

1 bis 20 cm hoch, zuweilen graugrün. Stiel unterwärts oft braunrot überlaufen,bis 12 cm lang und auffallend (bis 4 mm) dick, in der Regel bedeutend länger als dersporentragende Blattabschnitt. Sporenloser Blatteil eiförmig bis länglich, stumpf odergestutzt, fiederteilig oder doppelt liederteilig, mit fiederspaltigen, an der Spitze oft lappiggekerbten Abschnitten. Fiedern mit deutlichem Mittelnerven. Sporentragender Blatteil 2 bis3 fach gefiedert, kurz gestielt, den sporenlosen Abschnitt nur wenig- oder gar nicht über-ragend. VI, VII. * S s

Sehr vereinzelt an steinigen Bergabhängen, auf feuchten Sandplätzen und in trockenenWäldern. In Deutschland am häufigsten im östlichen Flachlande (in Ost- und West-preussen und Schlesien), seltener im Nordwesten, sowie in Mittel- und Süddeutschland (fehltin Württemberg gänzlich). In Oesterreich in Tirol (Alpe Malgazza), vereinzelt in Böhmen,Kärnten und Steiermark. In der Schweiz im Kanton Uri (in Bannwald über Altorf undim Maderanental).

Allgemeine Verbreitung: Europa (fehlt im Mittelmeergebiet und im Südosten)und in Nordamerika.

Diese Art neigt mehr denn alle andern Arten dieser Gattung zu Missbildungen, welche aber nur rechtselten bei uns auftreten.

47. Botrychium laneeolätum Angstroem. Lanzettliche Mondraute.Steht der vorigen Art sehr nahe. Bis 25 cm hoch. Blattstiel bis 18 cm lang, grün.bporenloser Blatteil eiförmig bis dreieckig-eiförmig, spitz, einfach bis doppelt fiederteilig,gelbgrün nicht so fleischig wie bei B. ramosum. Abschnitte erster Ordnung jederseits 3bis 4, aufrecht abstehend, länglich-lanzettlich bis lanzettlich, spitz, gesägt bis fiederteilig,mit langhehen bis lanzettlichen Abschnitten zweiter Ordnung. VII, VIII.

.. Aeusserst selten in der zentralen Alpenkette. In Oesterreich einzig in Südtirol

(Alp Malgazza bei Cles im Val Bresimo, ca. 1575 m). In der Schweiz im Kanton Grau-bunden (b. Bernhardin und bei Pontresina im Oberengadin) und im Ober-Wallis (Hungerbergbei Uberwald). Ausserdem am Montblanc und am Col de Balme (auf französischem Gebiete).w * gemeine Verbreitung: Nur an den oben genannten wenigen Lokalitäten der

West- und Zentralalpen; sonst in Island, Skandinavien, im nördlichen Russland, in Nord-asien, Nordamerika und auf Grönland.

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