Druckschrift 
1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
Entstehung
Seite
33
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

33

Tafel 6.

Erklärung der Figuren.

Fig

, 1.

»

la.

Ib.

55

2.

))

2a.

,,

2 b.

,,

3.

J'

3 a.

Athyrium filix femina. Habitus.

Fiederchen mit 3 Sori.

Sorus. Indusium etwas zurückgeschlagen.

Scolopendnum vulgare. Habitus.

Unterseite des Blattes mit einem Sorus.

Querschnitt durch einen Sorus.

Blechnutn spicant. Habitus.

Fieder des f ertilen Wedels mit einem Sorus.

Fig. 3 b. Querschnitt durch einen Sorus.

4. Allosoms crispus. Habitus. Fertiler (4b) undsteriler (4a) Wedel.

4 c. Stück des fertilen Wedels. Blattrand um-gerollt.

4d. Fiederchen des fertilen Wedels; ausge-breitet.

4e. Einzelner Sorus.

VII. Athyrium 1 ) Roth. Waldfarn.

Die Gattung Athyrium nimmt eine Mittelstellung zwischen den Asplenien und denAspidien ein. Die Blattstiele werden von zwei bandartigen Leitbündeln durchzogen, welchesich oben zu einer (im Querschnitte) hufeisenförmigen Rinne vereinigen. Spreuschuppenzartwandig. Fruchthäufchen rundlich, länglich oder hufeisenförmig gekrümmt. Blätter2 bis 3 fach fiederteilig.

Die Gattung umfasst ca. 25 Arten, von denen aber nur 2 bei uns vorkommen.

1. Schleier bleibend....................A. filix fem ina nr. 32.

1*. Schleier nur in der ersten Jugend vorhanden...........A. alpestre nr. 33.

32. Athyrium filix femina 2 ) Roth. Weiblicher Waldfarn. Franz.: Fougerefemelle; ital.: Felce femmina. Taf. 6, Fig. 1.Stattlicher, 30 bis 100 cm hoher Farn. Grundachse kurz, spärlich mit dunkelbraunenSpreuhaaren besetzt. Blätter nicht sehr zahlreich, zart, meist gelbgrün, zwei- bis dreifachgefiedert, länglich, im Umriss elliptisch-länglich, zugespitzt, nach dem Grunde und nachder Spitze zu verschmälert. Fiedern abwechselnd, länglich-linealisch oder linealisch-lanzett-hch. Fiederchen länglich, eingeschnitten gesägt. Sori ansehnlich, aus zahlreichen Sporangienbestehend, mit bleibendem Schleier (vgl. Taf. 6, Fig. 1 a). Sporen hellgelbbraun, äusserstfein körnig-warzig bis glatt. VII bis IX.

Häufig auf Humus aller Bodenarten, besonders in feuchten und schattigen Wäldern,

sowie in Gebüschen. Verbreitet von der Ebene bis in die alpine Region, bis gegen 2000 m.

Allgemeine Verbreitung: Europa, Waldgebiet von Nordasien, Nordafrika,

Mordamerika, Süden von Zentral- und Südamerika, vereinzelt auch in Peru und auf Java.

Die Pflanze ist in ihrer Grösse und Blattgestalt sehr veränderlich. Auch verschiedene

missbildete Formen werden von Farnliebhabern gezogen.

Die häufigsten Formen sind die folgenden:

' lssi dens Doell. Blätter gross, bis 1 m lang, zart, doppelt gefiedert. Fiedern fast oder bisippe geteilt. Abschnitte 3 bis 4 mm lang, lineal-lanzettlich, an der Spitze meist scharf 2 bis 3 zähnig.Die häufigste Form.

var. dentätum Doell. Kleine Formmit einfach gesägten FiedStandorten.

Blätter 2 bis 3 dm lang, "/ 2 bis 1 dm breit, doppelt gefiedert,erchen. Einzeln an jungen Stöcken und an ungünstigen, trockenen und sonnigen

"efiedert 't " tlclentatum Doell. Blätter sehr gross, über 1 m lang und 3 dm breit, sehr zart, fast 3fach" . .. ' . ' zu S es P'tzten Fiederchen. Abschnitte tief und oft doppelt gezähnt. Blattspindel stark, oft weisslichouci rotiicn. Diese o-rns'ip TT ,1

,. j orm des tiefen Humusbodens kommt zuweilen an schattigen Standorten der Ge-

birge vor und gehört zu den schönsten der europäischen Farnformen.

n filbf- F SPi£le ' ' änderC ab; " aCh d£n versch!edenen Formen der Sori.

' lna == w eib; im Gegensatz zu dem robusteren Aspidium filix mas.

Hegi, Flora.