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(ohne Scheinnerven) besetzt. Blätter dicht gebüschelt bis rasig. Blattstiel und Unterseiteder Blattspindel glänzend schwarzbraun, seltener oberwärts grün. Blattstiel flach-rinnig bis
5 mm dick, am Grunde von zwei Leitbündeln durchzogen, dunkel-braun bis schwarzpurpurn. Blattspreite dreieckig-eiförmig bislanzettlich, doppelt bis vierfach gefiedert. Fiedern jederseitsbis 15, meist rriteinander abwechselnd, die untern gestielt, dieobersten sitzend, mit eiförmigen bis lineal-keilförmigen, stumpfbis stachelspitzig- gezähnten Abschnitten. Schleier ganzrandig,seltener mit welligem, bis fast gekerbtem Rande.Diese Art zerfällt in die 3 folgenden Unterarten:
1. subsp. cuneifölium Viv. (= Asplenium serpentiniTausch). Fig. 14. Blätter meist nicht überwinternd, sondern imHerbst absterbend, nicht glänzend. Fiedern meist gerade, ab^stehend, nur selten etwas aufwärts gebogen. Fiederchen amGrunde keilförmig, oben gestutzt oder rhombisch, mit länglichenoder dreieckigen, stumpflichen oder kurz zugespitzten Zähnen. —VII, VIII. — An Felsen, im Gerolle und an steinigen Abhängen,doch fast ausschliesslich auf Serpentin. So im Fichtelgebirge,Einsiedel bei Marienbad, im sächsischen Erzgebirge, in Schlesien(besonders im Zobten- und Eulengebirge), selten auch in Mähren undin Böhmen, in Nieder-Oesterreich und Steiermark. Angeblich auchin Kärnten am Millstätter-See. Fehlt in der Schweiz vollständig.
2. subsp. nigrum Heufler. Taf. 5, Fig. 6. Blätter über-winternd, mehr oder weniger lederartig, silberglänzend. Blatt-spreite eiförmig bis lanzettlich. Fiedern gerade, abstehend, nurselten schwach aufwärts gekrümmt, mit eiförmigen bis breit-eiförmigen, aufrecht abstehenden oder am Grunde schwach auf-wärts gekrümmten Abschnitten. — VII, VIII. — Diese von dendrei Unterarten verbreitetste Form tritt zerstreut in Mittel- undSüd deutschland auf, am häufigsten im gebirgigen Teile derRheinprovinz; doch kommt sie auch noch im Harzgebiet, bei
Halle a. S., im Königreich Sachsen und in Schlesien vor. In den wärmern Gebieten vonOesterreich und der Schweiz ist sie bei ca. 1300 m meist nicht sehr selten anzutreffen^
Diese Subspezies ist recht vielgestaltig, so dass von ihr noch mehr Formen unterschieden werden können.
3. subsp. onöpteris Heufl. 'Blätter lederig, glänzend, über-winternd. Fiedern aufwärts gekrümmt und zusammenneigend. LetzteAbschnitte der Fiedern grannenartig zugespitzt, meist länglich oderschmal-länglich. — V bis VIII. — Diese Form, die besonders im Mittel-meergebiet verbreitet ist, kommt auch im südlichen Tessin, in Südtirol(bei Meran,Bozen,Tramin, Arco), amGardasee, bei Triest und in Istrien vor.
Allgemeine Verbreitung der Art: Mittelmeergebiet, Irland,Belgien, Niederlande (selten), Bulgarien, Portoriko, Hawai-Inseln.
Bastarde: Der Bastard Asplenium septentrionale Hoffm. XA. tr ichoman es L. (== Asp leniu^i Germänicum Weis. Fig. 15)kommt in mehreren Formen vor, welche teils dem einen, teils demandern der Eltern näherstehen.
Dieser Farn ist der erste, für den eine hybride Abstammung vermutet wurde. DieAusbildung der Sporen ist wie bei allenhybriden Formen eine sehr mangelhafte. Hinsichtlichder Unterlage schliesst sich der Bastard — cdcr wohl genauer der zu einer „hybridogenenArt" gewordene Bastard — dem A. septentrionale an und kommt nur auf kalkfreiem Bodenvor. — Ausserdem treten vereinzelt auf: A. ruta muraria L. XA. trichomanes L., A.adiantum nigrum L. X A. trichomanes L., A. adulterinum Milde X A. viride
Huds. L., A. adiantum nigrum L.XA. ruta muraria L., A. fontanum Bernh. Fig-. 15. Asplenium,X A. viride Huds. Germänicum Weis.
Fig. 14. Asplenium adiantumnigrum L. subsp. cuneiföliumViv. (= A. serpentini Tausch).
Habitus und Fieder mit Sori.