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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Drüsenhaaren besetzte Blattfläche. Spreuhaare heller als bei der vorigen Art. Fiedernjederseits 17 bis 25, die untern etwas entfernt, dreieckig-eiförmig, die folgenden länglich-lanzettlich, mit kurzen, stachelspitzigen Zähnen. Fiederchen länglich-lanzettlich, die unterntief fiederspaltig, die folgenden weniger tief eingeschnitten, die obersten am Grunde zusammen-fliessend. Schleier drüsig, meist flach, nierenförmig. VII, VIII.

Im Felsen, im Gerolle der Kalkalpen und besonders in Karrenfeldern, nur auf Kalkund Dolomit, von ca. 1100 bis 2200 m, auch im französischen und schweizerischen Jura,sowie am Saleve bei Genf. Fehlt in den eigentlichen Zentralalpen und im insubrischenGebiete der Schweiz.

Allgemeine Verbreitung: Pyrenäen, Grossbritannien, äussere Alpenketten, vonden Seealpen bis Nieder-Oesterreich (Dürrenstein) und Kroatien, Siebenbürgen, westl. Balkan.

15. Aspidium cristätum (L.) Sw. Kammfarn.

30 bis 70 cm hoch. Blätter einen lockern Büschel bildend, hellgrün, meist ziemlichderb, gefiedert mit fiederteiligen bis fiederspaltigen Fiedern. Blattstiel dünn, zerbrechlich,nur am Grunde mit Spreuschuppen besetzt, strohgelb oder grünlich, tief rinnig, nur halbso lang als die schmal-längliche, am Grunde wenig verschmälerte, flach ausgebreitete, zuge-spitzte Blattfläche. Fiedern stumpf, jederseits 17 bis 20, meist miteinander abwechselnd.Die untersten Fiedernpaare oft gegenständig, aus herzförmigen Grunde dreieckig, beiderseitsmit 5 bis 7, sehr genäherten Abschnitten, von denen die hintern länger sind als die vordem.Die folgenden Fiedern länglich, jederseits mit 8 bis 10 stumpfen Abschnitten. Die frucht-baren Fiedern wenden die Unterseite zuweilen nach oben. Sori gross, zuletzt bis zurBerührung einander genähert. Schleier nierenförmig, ganzrandig, drüsenlos. VII bis IX.

Stellenweise in Mooren und in Waldsümpfen, an Wurzeln von Erlen und anderenHolzpfianzen, oft in Gesellschaft von Aspidium spinulosum, mit welcher Art sie häufigBastarde bildet.

In Deutschland besonders im nördlichen Flachlande ziemlich verbreitet, seltenerauch in den mitteldeutschen Gebirgen und auf der süddeutschen Hochebene. In O ester-reich selten in Salzburg (Mittersill, Zell a. S.) und in Böhmen; für Steiermark und Kärntenfraglich. In Schweiz sehr zerstreut und spärlich auf den im Aussterben begriffenenMooren der schweizerischen Hochebene und als Seltenheit im Jura (les Ponts) und imuntern Rhonetal (Muraz-Vionnaz und Vouvrv).

Aendert zuweilen ab:

var. crenätum Christ mit sehr seicht und stumpf gekerbten Lappen. Hie und da, besonders ansterilen Blättern.

var. serratum Christ mit ziemlich tief, doppelt eingesägten Lappen und mit scharf zugespitztenZähnen.

Allgemeine Verbreitung: Nord- und Mitteleuropa, Kaukasus, West-Sibirien,östliches Nordamerika; fehlt aber dem hohen Norden und dem Mittelmeergebiet. Aehnlichwie verschiedene andere nordische (nicht streng arktisch-alpine) Pflanzen, wie z. B. Salixmyrtilloides, Trientalis Europaea, Betula humilis, Ledum palustre, flieht diese Art dieAlpenkette und tritt bis an den Nordfuss der Alpen heran. Nur an ganz wenigen Stellenhat sie die Alpen übersprungen und sich im Piemont und in den Provinzen Bergamo undVerona erhalten.