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unterseits kurzhaarige, oberseits und am Rande zerstreut, langhaarige Blattfläche. Blättergefiedert, bis 54 cm lang, mit fiederspaltigen Fiedern, im Umriss dreieckig-eiförmig, dasunterste Paar der Fiedern meist nach abwärts gerichtet und nicht oder doch kaum vielgrösser als die übrigen Blattfiedern. Schleier fehlt. (Taf. 3, Fig. 1 a und 1 b). — VI bis VIII.
Häufig in schattigen Laubwäldern, gern an quelligen Orten, von der Ebene (hierstellenweise fehlend) bis in die alpine Region, bis ca. 2400 m.
Allgemeine Verbreitung: Nördliche gemässigte Zone, Apeninnen, Korsika.
Der Buchenfarn ist ziemlich konstant und kommt nur höchst selten in etwasabweichenden Formen vor.
9. Aspidium Robertiänum 1 ) (Hoffm.) Luerss. (=Phegopteris Robertiana R. Br.,Polypodium calcareum Sm.). Ruprechtsfarn. Taf. 3, Fig. 2.
10 bis 45 cm hoch. Grundachse dunkelbraun, glanzlos. Blattstiel nur lVamal solang wie die Blattfläche. Diese im Umriss dreieckig-eiförmig, derb, gelblichgrün, auf derUnterseite mit kurzen Drüsenhaaren besetzt, ähnlich wie die Blattspindel und der obereTeil des Blattstieles. Jede der untersten Fiedern kleiner als der Rest der Spreite überdem untersten Fiederpaar. Fruchthäüfchen einander genähert, oft sogar zusammenfliessend.Schleier fehlt. (Taf. 3, Fig. 2 a). — VI bis VIII.
An Felsen, sonnigen, steinigen Abhängen, zwischen Gebüsch, in lichten Wäldern,meist auf kalkreicher Unterlage. Steigt in den Kalkalpen stellenweise bis über 2000 mhinauf. Kommt in Deutschland im mittleren Gebiete nur zerstreut, im nördlichenFlachlande vereinzelt und wohl grösstenteils nur verschleppt (mit Bruchsteinen) vor.
Allgemeine Verbreitung: Südliches und mittleres Europa (nördlich bis südl.Skandinavien und Irland), westl. Asien, gemässigtes Nordamerika.
10. Aspidium dryöpteris 2 ) (L.) Baumg. (= Phegopteris dryopteris Fee). Eichenfarn.
10 bis 45 cm hoch. Grundachse dünn, schwarz, glänzend. Blattstiel strohgelb,nur ganz am Grunde zerstreut spreuhaarig, sonst kahl, 2 bis 3 mal so lang als die fasthorizontal übergebogene, im Umriss dreieckige, zarte, kahle, lebhaft grüne Blattfläche.Blattfiedern jederseits 6 bis 9, die untern entfernt, gegenständig, die zwei untersten Paaregestielt, die folgenden sitzend, die obersten zusammenfliessend. Unterste Fieder so gross wieder übrige Teil der Blattfläche. Fruchthäufchen randständig, stets getrennt. Schleier fehlend.— VII bis VIII. — Gleicht in der Tracht sehr der vorangehenden Art, unterscheidetsich aber von dieser sofort durch die stets kahle Blattfläche.
In schattigen, etwas feuchten Wäldern ziemlich häufig (besonders in der Bergregion),auch an Felsen und an Mauern; steigt in den Alpen bis ca. 2100 m hinauf und kommtauf allen Bodenarten vor. Fehlt auf den Nordseeinseln gänzlich.
Allgemeine Verbreitung: Nord- und Mitteleuropa (in Südeuropa und imnordöstl. Kleinasien nur auf den Gebirgen), Nordasien bis Japan, gemässigtes Nordamerika.
') Der Farn wurde wegen seiner Driisenhaare und seines ähnlichen Aussehens mit dem Laube desRuprechtskrautes (Geranium Robertiänum) verglichen.
2 ) ÖQVg (Genitiv ÖQVÖg) — Eiche und meQig = Farn. Die Alten bezeichneten mit diesem Nameneinen an Eichen wachsenden Farn.