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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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7
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Tafel 2.

Erklärung der Figuren.

Fig.

1. Hymenophyllum Tunbrigense. Habitus.

1 a. Einzelne Blattfieder mit einem Sorus.

1 b. Einzelner Sorus geöffnet, stark vergrössert.Indusium zurückgeschlagen.

1 c. Einzelnes Sporangium.

2. Cystopteris fragilis. Habitus.

2 a. Blattfieder mit Sori, die von dem Indusium

bedeckt sind.2b. Sorus stärker vergrössert. Indusium zurück-geschlagen.

Habitus. Steriler und

Fig. 3. Onoclea struthiopteris.

fertiler Wedel. 3a und 3b. Fertile Fiedern, vergrössert. 3 c. Querschnitt durch die Fieder des fertilen

Wedels. 4. Woodsia Ilvensis. Habitus. 4a. Unterseite eines Fiederchens mit rundlichen

Sori. Indusium unterständig, in Fransen

aufgelöst. 4 b. Einzelner, von der Blattunterseite losgelöster

Sorus mit 3 Sporangien.

I. Fam. Hymenophylläceae 1 ). Hautfarne.

Ausdauernde, zartblätterige, moosähnliche Krautgewächse von verhältnismässig ge-ringer Grösse. Stamm kriechend. Blattfläche ausserhalb der Nerven fast stets einschichtig,ohne Spaltöffnungen, einfach oder häufiger geteilt. Sori randständig, mit unterständigem,becher- oder röhrenförmigem oder zweiteiligem Schleier (vgl. Taf. 2, Fig. 1 a und 1 b).Sporen kugeltetraedrisch.

Die Hautfarne enthalten die am einfachsten gebauten Formen unter den Gefäss-Kryptogamen. DasProthallium erinnert in vielen Beziehungen an das Protonema der Moose (vgl. die untenstehende Textfigur 1).

Das Zentrum der geographischen Verbreitung liegt in den Tropen, wo die Hautfarne, namentlich anfeuchten Waldstellen der Gebirge, in einer reichlichen Zahl von Arten und Formen auftreten. Gleichsam einzweites Verbreitungszentrum befindet sich auf Neu-Seeland, das ausser einer grossen Anzahl von tropischen Arten,auch einige ihm eigentümliche Formen beherbergt. Nur wenige Hautfarne verbreiten sich von den Tropen ausbis in die kältern Gebiete. Von den beiden Gattungen Trichomane s und Hy menophy llu m mit ca. 250 Artenkommen in Europa nur drei Arten vor.

I. Hymenophyllum Sm. Hautfarn.

Diese Gattung besitzt ein flächen- oder bandförmiges Prothallium und ist durchein zweiklappiges Indusium ausgezeichnet.

\. Hymenophyllum Tunbrigense 2 ) Sm. et Sow.Englischer Hautfarn. Taf. 2, Fig. 1.

2 bis 6 cm hoch. Grundachse reich verzweigt,dunkelbraun, in der Jugend nebst den Blättern behaart,sonst kahl. Blattstiel meist halb so lang als die länglich-eiförmige, mattgrüne, doppelt-fiederteilige Spreite. Zipfelder Blattabschnitte einnervig, an der Spitze gestutztoder abgerundet. Fruchthäufchen meist nur an derobern Blatthälfte entwickelt, den kurzen Seitennerveneines Abschnittes abschliessend (Fig. 1 a). Schleier zwei- "* l ;J%£ t"? 8^;."°"

') vurjV Häutchen und cpvXXov Blatt, wegen der dünnhäutigen Blätter.

3 ) Nach dem Städtchen Tunbridge in der Grafschaft Kent südöstlich von London, wo dieses Pfiänzchenjuerst in England beobacht wurde.