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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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A. Zellenpflanzen. Plantae celluläres.Gewächse ohne Leitbündel und ohne echte Wurzeln.

I. Thallöphyta oder Lagerpflanzen. Pflanzen alle meist ohne deutlicheGliederung in Spross, Blatt und Wurzel. Der Vegetationskörper ist ein Thallus, dessenAusgestaltung sehr verschieden ist. In den einfachsten Fällen repräsentiert er eine einzigenackte oder mit einer Zellhaut versehene Zelle. Im extremsten Falle kann er reichlichgegliedert sein, ja sich sogar in wurzel- und sprossähnliche Abschnitte auflösen. DieFortpflanzung geschieht auf geschlechtlichem und ungeschlechtlichem Wege. Die Fort-pflanzungsorgane der Lagerpflanzen werden als Sporen bezeichnet, die sehr verschiedengestaltet sein können. Ein Generationswechsel zwischen einer ungeschlechtlichen (Sporenerzeugenden) und einer geschlechtlichen (männliche und weibliche Fortpflanzungsorganeerzeugenden) Generation kommt im allgemeinen nicht vor. Zu dieser Hauptgruppegehören die Spaltpilze (Bakterien), Spaltalgen, die Algen, die Pilze und die Flechten.

II. Bryöphytä oder Moose. Pflanzen mit oder ohne Gliederung in Spross, Blattund Wurzel. Im Entwicklungsgange wechseln zwei in Wuchs und in der Ausbildungverschiedene Generationen miteinander ab. Aus der Spore entwickelt sich zunächst ein kleiner,meist fadenförmiger, oft verzweigter Vorkeim (Protonema) und aus diesem die eigentliche Moos-pflanze. An der letzteren gelangen dann die männlichen und weiblichen Fortpflanzungs-organe (Antheridien und Archegonien) zur Entwicklung. In den Antheridien entstehenzahlreiche, mikroskopisch kleine, männliche Befruchtungszellen (Spermatozoiden), währendin jedem Archegonium stets nur eine Eizelle zur Ausbildung gelangt. Nach der Ver-einigung der beiden Befruchtungszellen geht aus der befruchteten Eizelle der (oft gestielte)Sporenbehälter hervor. Die ungeschlechtliche Generation bleibt mit der geschlechtlichendauernd in Verbindung und wird von ihr ernährt. Zu diesem Hauptstamme gehören dieLebermoose (Hepaticae) und die Laubmoose (Musci).

B. Gefässpflanzen. Plantae vasculdres.Gewächse mit eigentlichen Leitbündeln und mit echten Wurzeln.

III. Pteridöphyta oder Gefässkryptogamen. Pflanzen deutlich in Spross,Blätter und Wurzeln gegliedert. Auch hier ist ein deutlicher Generationswechsel ausge-bildet. Der Vegetationskörper der geschlechtlichen Generation, das Prothallium, ist einwinziger Thallus von kurzer Lebensdauer, welcher Antheridien und Archegonien oder docheines von beiden trägt. Der aus der befruchteten Eizelle hervorgehende Keimling ist nurwährend seiner ersten Entwicklung auf die Ernährung durch das Prothallium angewiesen.Er entwickelt sich dann zu einer bewurzelten Gefässpflanze, welche sich reichlich verzweigenkann und in kapseiförmigen Sporangien ungeschlechtliche Sporen erzeugt.

Gruppe I bis III werden auch als Kryptogamen, Gruppe II und III als Arche-goniatae oder Embryophyta zoidiogama oder asiphonogama zusammengefasst.In diesem Werke werden von den Kryptogamen einzig die Gefässkryptogamen behandelt.

IV. Phanerögamae, Anthöphyta oder Embryophyta siphonögama. Blüten-pflanzen. Pflanze in Stamm und Blatt gegliedert, mit verdecktem Generationswechsel.Durch Rudimentärwerden der geschlechtlichen Generation, welche nur noch als ein in derBlüten- und Fruchtbildung verborgenes, mikroskopisch kleines Anhängsel der ungeschlechtlichen