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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Vorwort.

DieFlora von Mitteleuropa" verfolgt den Zweck, allen Interessenten der Botanik dieKenntnis der einheimischen, mitteleuropäischen Gefässpflanzen in Bild und Wort zu vermitteln.Alle häufigen und verbreiteten Pflanzenarten werden naturgetreu in farbiger Darstellungauf 280 Tafeln in drei grösseren Bänden wiedergegeben. Nur' eine recht kleine Anzahlvon Arten, bei denen -- wie z.B. bei verschiedenen Gräsern und Doldenpflanzen dieFarben weniger in den Vordergrund treten, wurde in Schwarzdruck ausgeführt. Eine Reihevon weiteren, z. T. selteneren und weniger verbreiteten Pflanzen, sind als schwarze Text-figuren aufgenommen worden.

Diemitteleuropäische Flora" berücksichtigt in erster Linie die Pflanzenwelt vonDeutschland, Oesterreich und der^ Schweiz. Doch wird sie auch den Botanikern derangrenzenden Nachbarländer, wie überhaupt allen Interessenten der mitteleuropäischenFlora, wertvolle Dienste zu leisten imstande sein. Aus der österreichischen Flora bliebenallerdings solche Pflanzen unberücksichtigt, die ausschliesslich im österreichischen Küsten-lande (d. i. Görz-Gradisca, Triest, Istrien und Dalmatien) vorkommen, den übrigen Gebietenmit südlichem Anstriche wie dem südlichen Tirol und den wärmeren Gebieten derSchweiz und Nord-Italien aber gänzlich abgehen.

Was die Anordnung und die Umgrenzung der Familien, Gattungen und Artenanbetrifft, so ist diese im allgemeinen nachEngler's Natürlichen Pflanzenfamilien" undnach derSynopsis der mitteleuropäischen Flora" von Ascherson undGräbner erfolgt.Auch die Nomenklatur schliesst sich im wesentlichen diesen beiden Werken an, wenn auchin vielen Fällen den Prioritätsgesetzen nicht immer strenge gehuldigt wurde. Die bekannterenSynonima sind jeweilen den gebräuchlichen, lateinischen Bezeichnungen in Klammernbeigesetzt worden.

Die wichtigsten Grundbegriffe der botanischen Morphologie und Anatomie, soweitdiese zum Verständnisse der in den Bestimmungstabellen und in den Beschreibungen vor-kommenden Fachausdrücke notwendig sind, werden in einem besondern, dem Texte voran-gehenden Kapitel ausführlich in leicht fasslicher Form erläutert. Die hier zur Abbildunggebrachten Beispiele sind stets so gewählt worden, dass sie von Lehrer und Schüler ohnegrosse Hilfsmittel leicht angefertigt werden können.

Alle im Gebiete vorkommenden Gefässpflanzen, die häufigeren Kultur- und Nutz-pflanzen, die bis heute bei uns eingetroffenen Adventivpflanzen und verwilderten Zierpflanzenwerden in dem Texte eingehend behandelt. Zur leichtern Orientierung sind allen Familienund Gattungen Bestimmungstabellen^ in Gestalt/vondichotomischen Schlüsseln beigegebenworden, welche an Hand von auffälligen, leicht erkennbaren Merkmalen das Bestimmenaller im Gebiet auftretenden Pflanzen bis auf die Art mit Leichtigkeit ermöglichen sollen.Jede Art ist von einer ergänzenden Diagnose begleitet, der sich weitere Angaben überBlütezeit, Standort undVerbreitung anschliessen. Um den Anforderungen eines systematisch-botanischenWerkes so viel wie immer möglich nachzukommen, sind auch die häufiger auftretendenFormen, Varietäten, Bastarde, Spielarten, Missbildungen u. s. w. aufgenommen worden.