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Vademekum der speziellen Chirurgie und Orthopädie für Ärzte
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Genu vaigum.

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Wachstumsschusses (Pubertät) entstehend, kommt besonders inder Bauernbevölkerung vor durch übermäßiges Stehen undTragen schwerer Lasten.

4. Traumatisch. Traumen und zwar verhältnismäßig ge-ringe Traumen können zur Lösung der Epiphysenlinie und Ver-schiebung der Kopfkappe (cf. S. 26) führen.

Coxa vara macht oft erhebliche Beschwerden durch die be-gleitende Coxitis, auf welche sich die Behandlung meist be-schränken muß. Gehgipsverband in möglichster Abduktion undStreckung im Hüftgelenke, genau wie der entlastende Coxitis-verband. Weiterhin Spreizübungen der Beine und Massage.

Operativ in sehr hochgradigen Fällen: Osteotomia subtro-chanterica seu femoris.

Genu vaigum.

(X-Beine, Bäckerbeine.)Ätiologie :

a) P jirhi tifrn der Kindheit.

b) St atisch .in der zweiten Wachstumsperiode durch erhöhteInanspruchnahme der Unterextremität bei muskelschwachen In-dividuen in stehenden Berufen: Kellnern, Bäckern, Säcke-trägern usw.

Die Schmerzen an der Innenseite des Knies beim Stehen sindBandschmerzen.

c) Traumatisch (cf. S. 167).

Therapie: Gute Ernährung, Eisen, viel Luftaufenthalt undMuskelkräftigung, ohne daß Übermüdung eintritt.

In leichten Fällen bei Kindern Redressement durch Gipsver-band (lockert aber leicht die Gelenke) oder während des Schlafensfest eine gerade Außenschiene anbandagieren. Ferner, wennPlattfuß damit verbunden ist, schräge Sohlen mit erhöhtem Innenrande. Wenn damit kein Erfolg zu erzielen ist, operativ dieOsteotomie ( Macewen ), indem man einen Finger breit oberhalbdes Condylus internus daumenbreit über der Sehne des Adduktormagnus den Knochen einmeißelt. Man meißelt den Knochen nichtganz durch, sondern bricht den Rest ein; Gipsverband in korri-gierter Stellung. Zweckmäßig gipst man gleich 2 Scharniergelenke

Ziegner, Vademekum der speziellen Chirurgie und Orthopädie. 10