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Mastdarm-Erkrankungen.
von Hochenegg jetzt vielfach das zentrale Ende in den Sphink-terteil gezogen und dort vernäht, nachdem man die Schleimhautam Sphinkterteile exstirpiert hat.
Bei tiefsitzendem Mastdarmcarcinom wird an Stelle der Re-sektion die Amputatio recti ausgeführt. Der Sphincter ani mußhierbei mit entfernt werden.
Wann ist der Tumor inoperabel? Der Tumor ist ver-wachsen, die obere Grenze ist nicht erreichbar, Metastasen retro-peritoneal, in der Leber, in den Leisten usw.
Therapie: Ausschaben, verschorfen. Wenn der Tumorden Darm obturiert, muß ein Anus praeternaturalis angelegtwerden. Dieser wirkt oft wunderbar, weil der Reiz auf das Car-cinom wegfällt.
Die Prognose der Mastdarmoperationen ist gefährdet durchhinzutretende Infektion; es kann leicht Erysipel oder brandigePhlegmone hinzukommen. Deswegen muß auch möglichst asep-tisch operiert werden. Mastdarmexstirpationen werden unterRückenmarksanästhesie in rechter Seitenlage des Patienten aus-geführt.
Den Anus praeternaturalis bei inoperablen obturierenden Car-cinomen legt man unter Lokalanästhesie an der Flexura sig-moidea an; er muß natürlich oberhalb der Erkrankung liegen.Man lagert von einem pararektalen Schnitte links die an denStriae erkennbare Flexur vor die Bauchdecken vor, nachdemman Peritoneum und Haut im Bereiche der Wunde lippenförmigfest miteinander vernäht hat. Das zuführende Ende wird nach24—36 Stunden mit dem Paquelin eröffnet.
X. Prolapsus ani, Prolapsus recti.
Vorwiegend Krankheit des Kindes alt ers , besondersbei atrophischen Kindern.
Ätiologie: Starkes Pressen
1. wegen schweren Stuhlganges,
2. wegen Phimosis oder Blasensteines,
3. wegen Enteritis,
4. durch starkes Husten (Bauchpresse).Therapie: Täglich Kaltwasserklistier und Thure-Brandt-